long way home

Nach etwas körperlicher Arbeit auf der Farm in Phayao sind wir weiter in den Norden gefahren. Somit haben wir in den letzten Wochen noch ganz schön Kilometer zurückgelegt. Chiang Rai liegt in einer wunderschönen Berglandschaft auf ca. 600 Meter Höhe, somit war es hier nicht ganz so heiß wie im Süden. Jedoch sind 37 Grad auch nicht gerade kühl.

In Thailand wächst schon wieder der Reis.

In Thailand wächst schon wieder der Reis.

Da im Norden die Nebensaison bereits angefangen hatte, haben wir uns für nur 100 Baht (ca. 2,80€) pro Tag einen Roller ausleihen können. Wir haben eine Woche lang die ganze Umgebung erkundet. Es gab viel zu sehen: den weiße Tempel (Wat Rong Khun), das schwarze Haus (eine Art Kunstmuseum), ein Elefanten Camp, …
Kulinarisch hatte der Norden auch etwas zu bieten; am besten war das Nationalgericht „Khao Soi“, eine Curry-Kokos-Nudelsuppe.

Der weiße Tempel ist einer der Hauptattraktionen in Chiang Rai

Der weiße Tempel ist einer der Hauptattraktionen in Chiang Rai

Dieser farbenprächtige Gecko hat sich vor dem Tempel gesonnt.

Dieser farbenprächtige Gecko hat sich vor dem Tempel gesonnt.

Zum Aufsteigen muss der Elefant wahre Kunststücke vollbringen.

Zum Aufsteigen muss der Elefant wahre Kunststücke vollbringen.

Bevor wir uns aber wieder auf den Weg nach Bangkok gemacht haben, legten wir noch einen Stopp in Chiang Mai, der größte und kulturell wichtigsten Stadt im Norden Thailands ein. Sie wird wegen der landschaftlichen Schönheit auch Rose des Nordens genannt. Da dies jedoch kein Geheimnis ist, sieht man in der Innenstadt nur Touristen und fast keine Einheimischen. Die kleinen Straßen, aber vor allem die Straßenmärkte am Wochenende haben ihren ganz eigenen Charme. Für so eine „Weekend Walkingstreet“, wird ein ganzer Straßenzug gesperrt, der auf mindestens 2km keine Wünsche offen lässt. Von Kleidung über Handarbeiten bis zu einer riesigen Fressmeile gibt es hier wirklich Alles.

die traditionelle Kleidung wird nur noch für die Touristen getragen.

Die traditionelle Kleidung wird nur noch für die Touristen getragen.

In der Fisch-Spa haben wir uns"durchkitzeln" lassen.

In der Fisch-Spa haben wir uns „durchkitzeln“ lassen.

Mit dem Nachtzug sind wir für die letzte Woche wieder nach Bangkok gefahren. Die ersten drei Tage haben wir bei einem Host, über Couchsurfing, ein bisschen Außerhalb gewohnt. Hier haben wir drei ruhige Tage verbracht, bevor wir dann für das thailändische Neujahrsfest, Songkran, wieder in die Innenstadt gefahren sind.
Das Fest wird auch Wasserfestival genannt, da wirklich jeder mit einer Wasserpistole oder einem Eimer herum läuft und egal ob Jung oder Alt bis auf die Haut nassgemacht wird. Es richtet sich nach dem Mondkalender und findet dieses Jahr von 12. bis 15. April statt. Somit war es für uns ein richtiges Abschiedsfest von Süd-Ost Asien. Nun sitzen wir am Flughafen und warten auf den Check-In, unser Heimflug wird ca. 13 Stunden dauern.

Das Festival ist eine einzige Wasserschlacht.

Das Festival ist die weltweit größte Wasserschlacht.

Ein Spaß für Jung und Alt - keiner bleibt hier trocken!

Keiner bleibt hier trocken! Da ist das Fotografieren gar nicht so einfach.

Jetzt ist erst einmal Schluss mit Reisen, jetzt fängt der Ernst des Lebens wieder an. Jobsuchen usw. Und wir müssen sagen, wir freuen uns drauf! Kaum zu glauben aber wahr, wir freuen uns sehr auf das Arbeiten.

Wir möchten uns an dieser Stelle auch noch mal ganz herzlich bei euch bedanken, dafür dass Ihr immer wieder unsere Reise interessiert verfolgt habt. Wir danken für die 12.768 Klicks und für die 195 Kommentare!

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Wir sagen Goodbye und Danke!

in Thailand werden auch Kois gegrillt!

Blub, blub blub, weg war er! Auf dem Grill…

Bangkok und der Norden

Nachdem wir einen sehr schönen Strandurlaub auf Ko Lanta verbracht hatten, sind wir mit 2 Bussen und einer Fähre quer durch das Land auf die andere Seite nach Ko Samui gefahren. Die Insel liegt im Golf von Thailand und ist nach Phuket das beliebteste Reiseziel der Touristen. Mit viel Glück hatten wir Last Minute einen Host über Chouchsurfing gefunden. Loren hat uns 4 Nächte gratis in seinem Hostel übernachten lassen. In der Immigartion-Office auf der Insel konnten wir unser 30 Tage Visum problemlos um einen Monat verlängern. Nach 5 Stunden und um 1500 Bath/pP ärmer war alles erledigt.

Mit dem Flugzeug dauerte der Weg nach Bangkok nur 1 Stunde, totzdem waren wir den ganzen Tag unterwegs. Mit dem Taxi zur Fähre, mit dem Bus zum Flughafen und dann das Warten…

auch in Bangkok sind wieder viele Mönche unterwegs

Auch in Bangkok sind wieder viele Mönche unterwegs.

Im Lumphini-Park sind die wilden Varane die Hauptattraktion.

Im Lumphini-Park sind die wilden Varane die Hauptattraktion.

Muay Thai ist der Nationalsport Thailands. Wir waren Live dabei!

Muay Thai ist der Nationalsport Thailands. Wir waren Live dabei!

Auch hier gibt es ein Chinatown.

Auch hier gibt es ein Chinatown.

Die Stadt hat uns wirklich sehr positiv Überrascht! Abgesehen vom vielen SMOG und der brutalen Hitze, hat Bangkok viel zu bieten. Unser Chouchsurfing Host Toom wohnte ein bisschen außerhalb in Richtung Norden, die Busfahrten sind aber mit 30 Cent extrem günstig. Das Bus- und Metronetz ist in der ganzen Stadt gut ausgebaut und falls man einmal nicht mehr weiter weiß, versuchen die freundlichen Thailänder immer gerne zu helfen, auch wenn sie selbst keine Ahnung haben wo man hin muss. Somit war Tooms Zuhause genau das Richtige für uns, Gott-sei-dank wieder abseits vom Trubel. Wir waren nicht die einzigen Gäste. In der Woche, in der wir hier gewohnt haben, gingen über 20 andere Chouchsurfer ein uns aus…

Zum Abschied haben wir über den Dächern Bangkoks noch einen Cocktail getrunken.

Ausblick von der Bar „Cloud 46“, hier haben wir einen Abschiedscocktail getrunken.

Am Freitag den 13. haben wir Luisa in Bangkok zum Flughafen begleitet. Nach 6 gemeinsamen Wochen, ist uns der Abschied schon etwas schwer gefallen. Nun sind wir wieder zu zweit unterwegs. Zufällig haben wir noch bei der Seifenherstellung dabei sein können, eines von Tooms Hobbys.

Toom und Meike beim Schneiden der Seife.

Toom und Meike beim Schneiden der Seife.

Mit dem Bus ging es Richtung Norden.

Erst im Zug, dann mit dem Bus ging es Richtung Norden.

Fast nicht mehr erwartet, haben wir noch eine Farm zum Arbeiten gefunden. Ganz im Norden von Thailand, im Bundesland Lampang. Die Fahrt mit dem Nachtzug war super angenehm. Heute war der 2. Tag auf der Permakultur Farm. Bruce unser Gastgeber ist 82 Jahre alt und hat mehrere Permakultur-Design Kurse absolviert. Die Arbeit ist bis jetzt nichts Neues, aber Bruce ist sehr nett und kann unsere Hilfe gut gebrauchen! Wir haben ca. 1 Woche hier eingeplant, dann wollen wir noch ein bisschen den Norden bereisen.

Harry und Ulf beim Zementieren des Teiches.

Harry und Ulf beim Zementieren des Teiches.

Im Thai Arbeitsoutfit.

 

Wie es weiter geht, werdet ihr im nächsten und wahrscheinlich letzten Eintrag erfahren.

Bis dahin.

LG Meike & Harry

WELCMEO Thailand

Das Beitragsfoto spiegelt sehr gut die Englischkenntnisse der Thailänder wieder. Es ist sehr schwer jemanden zu finden, der wirklich Englisch spricht und nicht nur so tut als ob!

Aber es geht auch ohne. So hatten wir zu Beginn unseres Thailandaufenthaltes eine der schönsten Erfahrungen während unserer Reise. Wir wollten im Nordosten den Felsen Phu Thok besichtigen und waren eingeladen ein paar Tage bei den Eltern von Freunden aus Wien zu wohnen. Auch ohne sich groß verständigen zu können hatten wir eine wundervolle Zeit. Wir haben eine Gastfreundschaft entgegengebracht bekommen, die unvergleichbar großherzig ist. Wir wurden von morgens bis abends mit Leckereien verwöhnt; wir haben das wahrscheinlich beste Essen während unserer Reise gekocht bekommen. Alle möglichen thailändischen Gerichte: mit Kokosmilch, gegrilltem Fisch und Hot-Pot!
Der Ausflug zum Felsen mit dem Tuk-Tuk war wunderschön, wir haben Märkte besucht und zum krönenden Abschluss Affen aus der Hand gefüttert.
Vielen Dank auch an dieser Stelle an Roland, Gig und ihre Familie! 🙂

Da kann einem schon mal flau im Magen werden. Es geht viele 100 Meter steil nach unten.

Da kann einem schon mal flau im Magen werden. Es geht viele 100 Meter steil nach unten.

Über die wackeligen Holzkonstruktionen kann man den Felsen bis oben besteigen.

Über die wackeligen Holzkonstruktionen kann man den Felsen bis oben besteigen.

Harry und Luisa  mit Ti beim kochen.

Harry und Luisa mit Ti beim kochen.

Die Affen nehmen das Popcorn aus der Hand. Süß aber irgendwie doch gefährlich.

Die Affen nehmen das Popcorn aus der Hand. Süß aber irgendwie doch gefährlich.

Abschiedsfoto mit dem Großvater, Oh, Ti, Prasit und Manit.

Abschiedsfoto mit dem Großvater, Oh, Ti, Prasit und Manit.

Hier ein paar Eindrücke vom lokalen Markt. Aber uns kann ja nichts mehr schocken 😉
Schnell hat Prasit, alles was wir komisch beäugt haben, heimlich gekauft, um es uns am Abend daheim versuchen zu lassen…

Leckerer Fisch!

Leckerer Fisch!

Kleine Kücken am Spieß.

Kleine Vögel am Spieß.

Gegrillte Tintenfische.

Gegrillte Tintenfische.

Gesalzene Büffelhaut. wie auch immer man das isst??

Gesalzene Büffelhaut. Wie auch immer man das isst??

Noch mehr leckeren Fisch auf dem Grill...

Noch mehr leckeren Fisch auf dem Grill…

Frittierte Maden. Da mussten wir fast k**zen. Wirklich ekelhaft die Dinger!

Frittierte Maden. Da mussten wir fast k**zen. Wirklich ekelhaft die Dinger!

Honig. Die Warben und die Larven werden allerdings auch gleich mitgegessen. Gar nicht so schlecht.

Honig. Die Waben und die Larven werden allerdings auch gleich mitgegessen. Gar nicht so schlecht.

Noch nicht geschlüpfte Küken am Spieß. Wir konnten uns kaum überwinden. Der Anblick ist schon so grauenhaft.

Noch nicht geschlüpfte Küken am Spieß. Wir konnten uns kaum überwinden, das zu versuchen.

Eine Tüte Schaben für später. Luisa hats geschmeckt.

Eine Tüte Schaben für später. Luisa hats geschmeckt.

Mit dem Flugzeug haben wir uns dann schnurstracks auf dem Weg zum Strand gemacht. Was soll man sagen. Sommer – Sonne – Sonnenschein!

Als wir zu Beginn in Phuket angekommen sind, waren wir ein bisschen schockiert. Unser Hostel war in Patong, direkt im Rotlichtviertel, neben einer Disko. Im Zimmer war es die ganze Nacht so laut, dass das Bett vom Bass nebenan gewackelt hat! Die Sextouristen und der Alkoholkonsum, war nicht das, was wir gesucht hatten. Schnell sind wir von dort geflüchtet und haben Unterschlupf bei netten Couchsurfern am nächsten Strandabschnitt gefunden. Von da an ging es nur mehr Bergauf. Mit einem Boot sind wir auf die kleine Insel  Ko Yao Noi gefahren, hier leben rund 85% Muslime, also keine großen Partys mit Alkohol im Überschuss. Die Hostels waren uns aber doch zu teuer, daher haben wir kurzer Hand beschlossen am Strand zu campen. Im Nachhinein haben wir im Internet gelesen, dass darauf in Thailand sogar Gefängnisstrafe droht. Es war zwar traumhaft schön, einen ganzen riesigen Strand für uns alleine zu haben, aber das Risiko werden wir wohl nicht mehr eingehen.

Eine der Buchten auf Phuket.

Eine der Buchten auf Phuket.

Unser Schaltplatz am Strand. Einfach herrlich so nah am Meer.

Unser Camping-Schlafplatz am Strand. Vom „Bett“ aus konnten wir das Meer sehen.

Seither fahren wir von einem Strand zum Anderen und einer ist schöner als der Vorherige. Mittlerweile sind wir auf Ko Lanta und hier ist das klarste Wasser das wir je gesehen haben. So haben wir uns das vorgestellt. Das Wasser ist warm und der Sand ist weiß. Das Essen und die Unterkunft ist gut und günstig. Es ist jetzt schon extrem heiß und es ist erst Anfang März. Wir haben uns entschieden, mal ein paar Tage am Stück hier zu bleiben. Mal wieder richtig Urlaub machen und nicht jeden zweiten Tag Rucksack packen.

Weißer Sand und klares Wasser...

Weißer Sand und klares Wasser…

... es kann gar nicht schöner werden!

… es kann gar nicht schöner werden!

Wir haben uns entschieden die total von Touristen überlaufene Insel Ko Phi-Phi auszulassen, da das Wasser kann gar nicht mehr klarer und der Strand nicht mehr schön werden kann. Wir werden uns also noch ein paar Tage die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und senden liebe Grüße ins kalte Europa!

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Zwischenstopp in Laos

Affen werden als Haustiere gehalten und mit Energy-Drinks gefüttert

Affen werden als Haustiere gehalten und mit Energy-Drinks gefüttert.

Nach 30 Stunden Busfahrt sind wir erschöpft aber ohne große Zwischenfälle in Luang Prabang (ຫຼວງພະບາງ) angekommen. Mit Entsetzen mussten wir feststellen, dass Laos für uns das teuerste Land auf unserer bisherigen Reise ist. Aber es hat auf alle Fälle seinen eigenen Reiz. Laos ist 3 Mal so groß wie Österreich jedoch wohnen hier nur 6,5 Millionen Menschen. Auf unbefestigten, staubigen Serpentinenstraße fuhren wir mit dem Bus durch unberührte Landschaften und vorbei an ursprünglichen Dörfern.

Die alte Königstadt Luang Prabang liegt direkt am Mekong und ist für seine Naturschönheit, viele Tempel und seine Wasserfälle bekannt. Wir waren überrascht, dass die Bilder die wir von den Reiseagenturen gezeigt bekommen haben einmal wirklich der Realität entsprechen. Das Wasser war türkis-blau und die ganze Umgebung war einfach traumhaft schön. Nur die Wassertemperatur hätte ein bisschen höher sein können, das Bad war äußerst erfrischend.

Der Kuang Si Wasserfall ist die Hauptattraktion in Lang Prabang.

Der Kuang Si Wasserfall ist die Hauptattraktion in Lang Prabang.

Der Tag vorm Vollmond hat für die Mönche eine besondere Bedeutung.

Der Tag vorm Vollmond hat für die Mönche eine besondere Bedeutung.

Nach vier Tagen ging es dann weiter nach Vang Vieng (ວັງວຽງ). Für 170 km brauchten wir mit dem Bus 9 Stunden!!! Ein umgestürzter LKW verzögerte die Fahrt, aber ohne diesen Unfall wäre es auch nicht viel schneller gewesen. Vang Vieng ist umgeben von Karst-Formation und Regenwald und lädt somit förmlich zum Wandern ein.
Bekannt ist die Ortschaft jedoch auch für seine Partyszene, die zwar in den vergangenen zwei Jahren stark nachgelassen hat, aber dennoch vorhanden ist. Tubing ist hier die Hauptattraktion. In LKW Reifen kann man sich 5 km den Fluss hinunter treiben lassen und abwechselnd Bier oder Cocktails trinken. Früher führte der Alkohol- und Drogenkonsum während dem Tubing zu regelrechten Exzessen, wobei alleine 2011 27 Menschen starben. Daraufhin hat die Regierung viele der Bars am Ufer geschlossen, was nicht heißt, dass heute kein Alkohol mehr fließt. Am Abend gibt es im Dorf in einigen Bars Freigetränke, die haben wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. 🙂

Ein umgestürzter LKW blockierte die Straße

Ein umgestürzter LKW blockierte die Straße.

im Süden sind die Reisfelder schon wieder grün.

Im Süden sind die Reisfelder schon wieder grün.

Am Fluss kann man die Natur, die Ruhe und ein Bier genießen :-)

Am Fluss kann man die Natur, die Ruhe und ein Bier genießen.

Unseren letzten Stopp in Laos haben wir in der Hauptstadt Vientiane (ວຽງຈັນ) eingelegt. Eine überschaubare „Kleinstadt“ die nicht wirklich viel zu bieten hat. Wir haben über Couchsurfing wieder eine tolle Unterkunft gefunden. Unser Host Chris war Mr. New Zealand 2013 und ist ein Personal-Trainer. Er hat mich zu seiner morgendlichen Work-Out-Stunde mitgenommen – die Mädels sind daheim geblieben. Nach 3 Monaten mal wieder Sport. Morgen werde ich mich sicher nicht mehr bewegen können.

Mit dem Fahrrad erkundeten wir Pha That Luang, die wichtigste laotische Sehenswürdigkeit.

Mit dem Fahrrad erkundeten wir Pha That Luang, die wichtigste laotische Sehenswürdigkeit.

Morgen geht es weiter nach Thailand. Wir werden ein paar Tage im Norden verbringen, bevor wir in den Süden fliegen. Leider können wir weder über WWOOF noch über Workaway oder HelpX eine passende Farm zum Helfen finden. Das ist hier anscheinend nicht so einfach, wie wir es aus Latein Amerika gewohnt waren. Somit müssen wir eben doch am Strand Urlaub machen.

Ein Hund kam in die Küche…

Schon in Ho-Chi-Minh hat uns Khanh erzählt, dass Vietnamesen ALLES essen – und dass vor allem im Norden gerne Hund gegessen wird. In Ninh Bình haben wir dann zum ersten Mal geschlachteten Hund auf dem Markt gesehen. Im ersten Moment waren wir schon etwas geschockt, aber eigentlich ist es nichts anderes als kleine süße Kühe oder Schweine zu essen. Also haben wir uns vorgenommen auch Hund zu probieren, wenn es sich ergibt, wir wollen schließlich voll in die Kultur eintauchen…

Hier gibt es auf dem Markt nicht nur Schwein und Huhn.

Hier gibt es auf dem Markt nicht nur Schwein und Huhn.

Die Einheimischen nennen diese Köpfe "Smiling Dog".

Die Einheimischen nennen diese Köpfe „Smiling Dog“.

Der eigentliche Grund warum Touristen nach Ninh Bình kommen ist „Tràng An“. Die Landschaft wurde 2014 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Mit einem Ruderboot fuhren wir 3 Stunden über den klaren See, zwischen grünen Felsen und durch mystische Höhlen. Die Tempelanlagen am Ufer würden eine gute Filmkulisse abgeben.

Das hier die Götter wohnen kann man verstehen.

Das hier die Götter wohnen kann man verstehen.

Auch die Halong Bucht gehört zu den Weltkuturerben. Hier haben wir eine zweitägige Bootstour mit Übernachtung gebucht. Die Landschaft ist einfach umwerfend. Da wir in der Nebensaison hier waren, haben wir die Bucht fast für uns alleine gehabt. Das Boot war zwar sehr alt und kaputt, was aber der Stimmung keinen Abbruch getan hat.

Unzählige Felsen ragen auf dem Meer...

Unzählige Felsen ragen aus dem Meer…

Wir genießen dem Ausblick vom Boot.

Wir genießen den Ausblick vom Boot.

Abendstimmung beim Sonnenuntergang.

Abendstimmung beim Sonnenuntergang.

In Hanoi hatten wir wieder besonders viel Glück! Wir haben bei einer sehr netten Couchsurferin gewohnt. Yen hat uns viele tolle Tipps gegeben, wir konnten mal all unsere Kleidung waschen und wir hatten viele interessante Gespräche. Sie hat uns in ein ganz besonderes Restaurant geführt, in dem wir sicher die ersten ausländischen Gäste waren. Wir haben Hund gegessen! Gebraten, gekocht und als Wurst. Ihr werdet sicher denken wir sind verrückt, aber es hat gar nicht schlecht geschmeckt!

Wir waren überrascht, wie gut Hund eigentlich schmeckt.

Wir waren nervös, doch ohne Grund! Der Hund war lecker.

Hanoi hat uns sehr gut gefallen. Die Stadt ist sehr traditionell und es gibt Viel zu erkunden. Yen hat uns empfohlen den „Peach-Garden“ zu besuchen, ein Ausflugsziel für Einheimische. Die Vietnamesen lieben es hierher zu kommen um Fotos zu machen. Überall waren Brautpaare und verliebte Pärchen. Bitte lächeln!

Überall wird posiert und geknipst.

Überall wird posiert und geknipst.

Auch mit uns wollen viele Leute ein Foto machen.

Auch mit uns wollten viele Leute ein Foto machen.

Das traditionelle Wasserpuppentheater wurde früher auf den Reisfeldern aufgeführt. Die Vorführung im Herzen der Stadt hat uns in eine andere Welt entführt. Begleitet von traditioneller Livemusik tanzen die Holzpuppen in einem Wasserbecken.

Die Vorstellung hat nur 2,50 Euro gekostet.

Die Vorstellung hat nur 2,50 Euro gekostet.

Vor dem Mausoleum von Ho-Chi-Minh.

Vor dem Mausoleum von Ho-Chi-Minh.

Zum Abschluss unseres Vietnamaufenthalts wollten wir noch in dem Norden. Wir haben ein sehr schönes Hostel in Sa Pa mit Frühstücksbuffet und Blick auf den Fansipan, den höchsten Berg Indochinas mit 3153m, gefunden. Hier waren wir mal sportlich aktiv und haben 2 Tageswanderungen durch die Provinz Loa Chai unternommen.

Dieser Pulli ist wohl nicht traditionell :-), aber der Rock.

Der Pulli ist wohl nicht traditionell.

Dieses Gebiet ist ethnologisch eines der interessantesten der Welt. Da hier auf kleinstem Raum, bei nicht mehr als 3000 Menschen, über 30 verschiedene Volksstämme existieren. In ganz Vietnam gibt es noch über 70 verschiedene Stämme. Jedes Volk trägt seine spezielle, bunte, traditionelle Kleidung und spricht seine eigene Sprache!

Hier in der Region um Sa Pa leben noch die „Black H’mong“, die „Red Dazo“, die „Tay“, die „Giay“, die „Xa Pho“ und die „Kinh“. Vor allem die „Black H’mong“ sind hier stark vertreten und an ihrer Kleidung leicht zu erkennen. Sa Pa ist vor allem für seine Reis-Terrassen bekannt, die im Sommer zur Hochsaison grün leuchten.

Unsere Wanderungen führten uns durch die Reis-Terrassen. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter!

Unsere Wanderungen führten uns durch die Reis-Terrassen. Wir hatten Glück mit dem Wetter!

Stolz lässt sich diese Frau porträtieren, das ist sehr selten!

Stolz lässt sich diese Frau porträtieren, das ist sehr selten!

Die H'mong Frauen weben und färben ihre Kleidung noch von Hand!

Die H’mong Frauen weben und färben ihre Kleidung noch von Hand!

Traditionell werden Bastkörbe zum Tragen von Lasten verwendet.

Traditionell werden Bastkörbe zum Tragen von Lasten verwendet.

Im Tal hängt zwar immer Nebel, aber es ist trotzdem wunderschön.

Im Tal hängt zwar immer Nebel, aber es ist trotzdem wunderschön.

Heute Abend brechen wir auf nach Laos. Uns steht die wohl längste und abenteuerlichste Busfahrt unserer Reise bevor. Wir werden über 28 Stunden unterwegs sein, dabei 3 Mal umsteigen, die Berge passieren und noch die Landesgrenze überqueren. Wir haben uns Reisetabletten gekauft und sind schon ein bisschen nervös und aufgeregt. Wie es uns ergangen ist, werden wir euch im nächsten Beitrag berichten. Drückt uns die Daumen!

So sehen die Liegebusse in Vietnam aus, in Laos wir es nicht so luxuriös sein.

So sehen die Liegebusse in Vietnam aus, in Laos wird es nicht so luxuriös sein.

Good Morning Vietnam

Wir bewegen uns immer weiter nach Norden in Richtung Hanoi. In Vietnam gibt es auch nur eine wirkliche Reiseroute für Touristen, daher haben wir keine große Wahl. Die Touristenhochburgen am Strand sind alle ganz klar von Russen dominiert. Die Speisekarten, ja sogar alles in den Reisebüros ist auf Russisch! Wir werden von den Einheimischen sicher auch für Russen gehalten…

In Ho-Chi-Minh-Stadt haben wir Luisa vom Flughafen abgeholt. Hier haben wir ein paar Tage bei einer ganz tollen Couchsurferin geschlafen. Khanh hat sogar für uns gekocht und gewaschen! Ihre Wohnung ist ca. 30 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, was uns aber sehr gut gefallen hat, denn hierher verirren sich sonst keine Touristen. Durch den kleinen Markt direkt vor der Tür, hatten wir einen guten Einblick in das Leben der Einheimischen.

Gruppenfoto mit Khan und Lilly.

Gruppenfoto mit Khanh und Lilly.

Ein Fleischstand am Markt.

Ein Fleischstand am Markt.

In Vietnam isst man auch Schlange, Frosch und Aal.

In Vietnam isst man auch Schlange, Frosch und Aal.

Am Reisstand gibt es Solo viele verschiedene Sorten reis!

Am Reisstand gibt es sooo viele verschiedene Sorten Reis!

DSC_0831Von unserem 7$-Tagesausflug ins Mekong-Delta haben wir uns eigentlich nicht viel erwartet, wurden dann aber durch viele inkludiert Aktivitäten überrascht. Bienenfarm mit gratis Honig und Schnaps Verkostung, Riesenschlange, Bonbonfabrik, Krokodilfarm mit gratis Fahrradverleih, Bootsfahrt durch die Mangroven, Obstverkostung bei traditionellem Gesang…

Im Internet hatten wir von dem Projekt „OpenFactory“ der deutschen Outdoormarke TATONKA gelesen. Zufälligerweise war die Fabrik nur 10 Minuten von unserer Couchsurferin entfernt! Die gratis Führung durch das Werk hat uns einen Einblick hinter die Kulissen der Textilherstellung ermöglicht. Wir waren schwer beeindruckt! Super Arbeitsverhältnisse, helle Räume, Sicherheitsstandards,… keine Spur von Kinderarbeit.

Der Buddha ist mit 35m der Längste der Region.

Dieser Buddha ist mit 35 Metern der Längste seiner Region.

Die Schlange war richtig schwer und glitschig...

Die Schlange war richtig schwer und glitschig…

Die Einheimischen steuern gekonnt durch die engen Wasserstraßen.

Die Einheimischen steuern gekonnt durch die engen Kanäle.

Die 130km nach Mũi Né dauerten im Liegebus nur 5 Stunden. Unser Guesthouse wurde von einer immer freundlichen, lachenden Vietnamesin geführt und das Meer war nur 2 Minuten entfernt! Der Badeort ist vor allem für die weißen und roten Sanddünen bekannt.

Der Sand ist unglaublich weich und sieht fast schon unecht aus!

Der Sand ist unglaublich weich und sieht fast schon unecht aus!

Die Fischer fahren mit ihren kleinen N Schalenbbooten aufs Meer hinaus.

Die Fischer fahren mit ihren kleinen Schalen aufs Meer hinaus.

Auch die Kühe suchen Abkühlung am Strand.

Auch die Kühe suchen Abkühlung am Strand.

In Nha Trang haben wir noch mal das Meer und die Wärme in vollen Zügen genossen. Am ersten Tag haben wir eine Inselshopping-Tour mit lustiger Unterhaltung gemacht. Denn zweiten Tag haben wir am Stadtstrand mit zwei Meter hohen Wellen verbracht…

Der Strand ist groß und sauber.

Der Strand ist groß und sauber. Das Wasser hat angenehme Badetemperatur.

Mit dem Nachtbus fuhren wir 12 Stunden nach Hội An. Eine Altstadt wie aus dem Bilderbuch. Die ganze Stadt ist mit bunten Lampions geschmückt und auf dem Fluss schwimmen leuchtende Kerzenschiffchen. Die Geschäfte in den Gassen laden zum Flanieren ein und in den zahllosen Schneidereien, kann man sich für wenig Geld Kleider und Anzüge nach Maß anfertigen lassen.

Eine kleine Kerze auf dem Fluss schwimmen zu lassen bringt Glück!

Eine kleine Kerze auf dem Fluss schwimmen zu lassen bringt Glück!

An der Flusspromenade kostet das Bier 16 Cent.

An der Flusspromenade kostet das Bier 16 Cent.

Die Lampionas leuchten in allen Farben.

Überall leuchten die bunten Lampions in allen Farben.

Nun sind wir im verregneten, 20°-Grad kalten Huế. Durch den Seiteneingang haben wir uns in die Hauptsehenswürdigkeit, die Zitadelle, geschlichen. Mit umgerechneten 5 Euro wäre der Eintritt auch viel zu teuer gewesen, denn die Tempelanlage hat uns nicht besonders beeindruckt.

Der Eingang in die "verbotene Stadt".

Das Eingangstor in die „verbotene Stadt“.

Sogar Goldfische werden auf dem Motorroller verkauft.!

Sogar Goldfische werden auf dem Motorroller verkauft!

Traditionelle Verkäuferinnen mit Hut und Tragekorb sieht man überall im Land.

Traditionelle Verkäuferinnen mit Hut und Tragekorb sieht man in allen Städten.

Die einheimischen essen vor allem Suppen. Diese BunBoh schmeckt wirklich super!

Die Einheimischen essen vor allem Suppen. Diese „Bun Bo“ schmeckt wirklich super!

Heute Abend fahren wir mit dem Nachtbus weiter nach Ninh Bình. Die Fahrt dauert wieder 12 Stunden. Wir sind zum Glück klein, daher macht uns die Nacht um Liegebus keine Sorgen. Für große oder kräftige Leute ist das sicher kein Spaß! Wir sind schon gespannt was uns erwartet… Bis bald & liebe Grüße!

Alles Roger in Kambodscha?!

Wow! Wir haben gerade festgestellt, dass der letzte Beitrag doch schon wieder 2 Wochen her ist. Die Zeit vergeht wie im Flug.
In Sihanoukville haben wir das Visa für Vietnam organisiert. Wir mussten nur einen Tag warten und alles hat problemlos geklappt. Aber es ist mega teuer! 60$ pro Person für 30 Tage Aufenthalt.

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DSC_0350Weihnachten auf der Insel war wunderschön und entspannend. Wir haben 4 Tage NICHTS gemacht und uns von morgens bis abends die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. 🙂 Wir hatten einen Bungalow mit Meerblick und konnten so schon morgens vom Bett aus aufs Meer schauen… Ah ja, was ein Leben!

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DSC_0522Am 28. Dezember sind wird dann nach Kampot gefahren, dort haben wir eine ganze Woche verbracht. Zu Beginn haben wir in einem sehr netten Hostel etwas außerhalb gewohnt. Später haben wir ein kleines Zimmer in einer Pizzeria mit Fenster ins Restaurant gehabt.

Die Gegend um Kampot ist für ihre Höhlen bekannt. Zufällig haben wir zwei Jungs getroffen die uns durch die engen Gänge geführt haben. Außerdem wird in der Region Pfeffer angebaut und ironischerweise wird auch Salz abgebaut. Wir haben uns für ein paar Tage einen Roller gemietet und die Umgebung erkundet.

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DSC_0451Hier in Kambodscha wird wirklich alles auf Motorrädern transportiert. Es dürfen so viele Personen mitfahren wie möglich, wobei nur der Fahrer einen Helm braucht. Kleine Motorräder ziehen riesige Anhänger und es darf so viel transportiert werden wie drauf passt. Man sieht die kuriosesten Anbauten, die sicher kein TÜV der Welt abnehmen würde.

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Wie in jeder anderen Stadt gibt es auch hier wieder einen kunterbunten Markt. Die Männer warten während die Frauen shoppen 🙂

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Nun sind wir wieder in der Landeshauptstadt Phnom Penh bei sehr netten Couchsurfern und fahren morgen mit dem Bus nach Ho-Chi-Minh-Stadt (vietnamesisch Thành phố Hồ Chí Minh) in die größte Stadt Vietnams. Wir freuen uns schon sehr übermorgen meine Schwester Luisa am Flughafen abzuholen. Sie wird die nächsten 2 Monate mit uns reisen!
Das wird sicher eine lustige Zeit 🙂

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Alles in allem hat uns Kambodscha sehr gut gefallen. Die Menschen sind sehr nett und vor allem die Kinder sind offen und immer am Lachen. Es ist definitiv eine Reise wert!

Das Leben am Land

Wir haben in den letzten Tagen viel erlebt und viele Eindrücke gewonnen. Vom Norden des Landes sind wir über ein paar Zwischenstopps nun in den Süden gereist.

 

Über Couchsurfen haben wir Oum einen „Local“ kennengelernt. Er ist in Siem Reap geboren und arbeitet als Tourguide in Ankor. Wir haben ihm geschrieben, dass wir gerne auf Farmen arbeiten und bei der Reisernte helfen möchten. Seine Schwiegereltern wohnen in einem kleinen Dorf 40 km westlich von Siem Reap. In dem Dorf wohnen ca. 120 Familien die vom Reisanbau leben. Er hat uns eingeladen mit ihm aufs Land zu fahren und ein paar Tage dort zu verbringen. Wir waren am Anfang sehr skeptisch und um ehrlich zu sein auch ein bisschen misstrauisch. Wir wollten aber gerne bei der Reisernte helfen und haben uns auf das Abenteuer eingelassen.

Rechts das Haus zum schlafen, links die Küchenhütte.

Rechts das Haus zum Schlafen, links die Küchenhütte.

Alle schlafen in einem Zimmer auf Bastmatten am Boden.

Wir schlafen alle in einem Zimmer auf Bastmatten am Boden.

Es wird mit Holz gekocht, die Küche ist sehr spartanisch eingerichtet.

Es wird mit Holz gekocht, die „Küche“ ist sehr spartanisch eingerichtet.

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Vom Lebensstandard der Menschen war das sicher eines der ärmsten Dörfer die wir je gesehen haben. Die Menschen wohnen in einfachen Hütten aus Holz mit Wellblechdach, schlafen auf dem Boden, essen Reis und Fisch und arbeiten hart. Der Fisch wird in den umliegenden Flüssen gefangen. Oft wird er getrocknet, damit er länger haltbar ist. Wir durften immer zuerst essen, danach die Eltern und anschließend die Kinder, dann die Hunde.

Oum’s Schwiegereltern besitzen 5 Kühe, 2 Schweine, ein paar Hühner und Enten und zwei Hunde. Die Kühe sind ausschließlich zum Arbeiten. Sie werden zum Pflügen eingesetzt und ziehen die Karren. Milch oder Fleisch liefern sie keine.

Der Fisch wird gesalzen und in der Sonne getrocknet.

Der Fisch wird gesalzen und in der Sonne getrocknet.

Ein Feierabendbier mit Ums Schwiegereltern.

Ein Feierabendbier mit Oum’s Schwiegereltern.

Zum Bier gibt es Tamarinde und Chillisalz.

Zum Bier gibt es Tamarinde und Chillisalz.

Oum’s Familie, die Kinder, einfach alle Menschen im Dorf haben sich gewundert, warum wir bei der Reisernte helfen wollen und was wir überhaupt in ihrem Dorf suchen!? Die Kinder haben gelacht und sich vor uns versteckt und auch viele der Erwachsenen haben noch nie einen „Europäer“ so nahe gesehen. Wir wurden von allen Seiten interessiert begutachtet, wie ein Tier im Zoo. Sie haben uns gefragt, was wir für eine Creme benutzen. Denn sie konnten nicht glauben, dass unsere Haut so hell ist. Es hat einige Überzeugungsarbeit gekostet und viele „Bitte, Bitte“, um Oum’s Schwiegereltern davon zu überzeugen uns wirklich mit aufs Feld zu nehmen. Sie waren der Meinung die harte Arbeit und die Sonne sei nichts für uns. Wir sollen doch einfach nur Urlaub machen und wir seinen als Gäste willkommen auch ohne zu Arbeiten. Schließlich konnten wir sie aber doch überreden uns mitzunehmen.

Der Tag beginnt um 5.30 Uhr, wenn die Sonne anfängt aufzugehen. Der Weg zur Arbeit ist ein ca. 3 km langer, strammer Fußmarsch durch die Felder. Viele der Frauen und Männer arbeiten Barfuß. Zum Schutz vor der Sonne brauchen wir alle einen Hut und lange Ärmel. Manche der Reisfelder sind schon trocken, andere sind noch geflutet. Es ist nicht leicht durch den Schlamm zu laufen.

Auf dem Weg zur Arbeit...

Auf dem Weg zur Arbeit…

... geht es durch Knietiefen Schlamm.

… geht es durch knietiefen Schlamm.

Jede Ähre zäht!

Jede Ähre zäht!

Mit einer Sichel wird jeder Halm abgeschnitten und zu dicken Bündeln gesammelt. Geschickt werden die Bündel mit anderen Halmen zusammengedreht. Die Arbeit ist wirklich anstrengend und wir stehen unter ständiger Beobachtung. Wir verstehen zwar kein Wort und Oum ist nicht mit zum Übersetzen, aber wir sind uns sicher, dass der ein oder anderen Witz über uns gemacht wird. Die Stimmung ist gut, die Männer singen und die Frauen quatschen und lachen. Bei der Pause sitzen alle zusammen im Schatten, es gibt Reis, Gemüse und Fleisch. Natürlich auch Bier und Reisschnaps.

Mit der Sichel werden die Halme abgeschnitten.

Mit der Sichel werden die Halme abgeschnitten.

Überall sieht man die Menschen bei der Ernte.

Die Halme werden zu Bündeln gedreht.

Am Feldrand angekommen, sieht man eine andere Gruppe arbeiten.

Am Feldrand angekommen, sieht man eine andere Gruppe arbeiten.

Die Bündel werden gesammelt ...

Die Bündel werden gesammelt …

Wir machen pause im Schatten.

Wir machen Pause im Schatten.

Im Reisfeld geht es nur Barfuß.

Im Reisfeld geht es nur Barfuß. Unsere Füße sind heute noch schmutzig.

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Die Bauern bewirtschaften ihre Felder in einer Art Genossenschaft. Familien mit der gleichen Hektar Anzahl schließen sich zusammen und helfen sich gegenseitig bei der Ernte. Alleine wäre das nicht zu schaffen. Mit den Ochenskarren wird die Ernte nach Hause gebracht. „Früher“, bis vor 2 oder 3 Jahren, wurden die Reiskörner mit Hilfe der Ochsen gedroschen. Heute wird bequem auf die Dreschmaschine gewartet, die von Hof zu Hof kommt, um die Reiskörner vom Stroh zu trennen.

Mit den Ochsenkarren wird die Ernte eingefahren.

Mit den Ochsenkarren wird die Ernte eingefahren.

Nach dem Dreschen wird nach nachsortiert.

Nach dem Dreschen wird noch nachsortiert.

Die Vorstellung, dass auch bei uns in Europa bis vor 2 Generationen noch so Landwirtschaft betrieben wurde und dass heute GPS gesteuerte Traktoren alleine über die Felder donnern, versetzt uns ins Staunen. Es wird uns klar, was Industrialisierung bedeutet. Unsere Großelterngeneration hat noch genau so wie die Menschen hier am Feld gearbeitet. Mit Sichel und Dreschflegel. Der Weg in Kambodscha vom Entwicklungsland zur Industrienation ist noch weit, aber wer weiß schon wie schnell es sich vielleicht ändern wird?

Die Kinder lachen und spielen den ganzen Tag.

Die Kinder im Dorf lachen und spielen den ganzen Tag.

Es braucht nicht viel zum Spielen.

Es braucht nicht viel zum Spielen.

Neffen und Nichten von Um vor unserer Hütte.

Neffen und Nichten von Oum vor unserer Hütte.

DSC_3060Zum Schluss unseres Aufenthalts wollten wir noch die Schule besuchen. Die Kinder gehen eher sporadisch in die Schule. Sie Spielen lieber und verstehen nicht, warum es wichtig ist Lesen und Schreiben zu lernen.

Die Klasse ist voll, aber es herrscht Disziplin. Es werden gerade die Zahlen geübt. Neun ist an der Reihe; es sieht verdammt kompliziert aus. Die Buchstaben haben keinerlei Ähnlichkeit mit unseren. Wir können nichts lesen oder verstehen. Die Lehrerin gibt ihr Bestes und macht einen bemühten Eindruck. Zum Abschied bekommen wir noch ein Lied vorgesungen, über einen kleinen Schmetterling der am Himmel fliegt.

Auch die Kinder in der Schule haben sich über unseren Besuch gefreut.

Auch die Kinder in der Schule haben sich über unseren Besuch gefreut.

Die Zahl 9 in Kambodschanisch ?!

Die Zahl 9 in Kambodschanisch ?!

Wir verabschieden uns vom Landleben und fahren wieder in die Stadt.

Wir verabschieden uns vom Landleben und fahren wieder in die Stadt.

IMG_0698Mit unseren vielen Eindrücken fahren wir weiter zu unserem nächsten Ziel; über einen Aufenthalt in Battambang in die Hauptstadt nach Phnom Penh. Wir wollten uns ein wenig mit der Geschichte des Landes und der Kulur auseinander setzten. Außerdem gibt es jede Menge schöne Gebäude und Tempel die besichtigt werden wollen.

kng_Fields_filmDie Diktatur der Roten Khmer in Kambodscha endete erst 1979. Es wurden über 1/3 der Bevölkerung getötet. Es wird gesagt, dass die Grausamkeit und die Brutalität des Regimes durchaus mit den Taten der Nazis vergleichbar sind. Im Tuolsleng Museum in Phnom Penh, werden Bilder der Opfer und Täter ausgestellt. Der Film „Killing Fields“ von 1984 mit John Malkovich wird noch immer in allen Kinos in der Stadt gespielt und lockt hauptsächlich die Touristen an. Der Film gibt einen kleinen Eindruck in die Zeit der kommunistischen Khmer Rouge Regierung.

Nachdem wir in Battambang in einem schönen Hostel gewohnt haben, hatten wir in Phnom Penh wieder Glück mit unserem nächsten Couchsurfer. Wir hatten ein Zimmer mit großem Bett, einem großen Fernseher und ein eigenes Bad. Der Kühlschrank ist voll mit Bier; ja sogar einen Pool gibt es in der Apartmentanlage mit Blick auf den Mekong River.

Der Blick von unserer Terrasse.

Der Blick von unserer „eigenen“ Terrasse auf den Mekong.

Inzwischen sind wir in Sihnoukville am Meer. Wir haben über Weihnachten einen Bungalow auf der Insel Koh Rong Samloem gemietet. Mal wieder richtig Entspannen, fernab vom Trubel. Ohne Internet und Massentourismus.

Wir wünschen euch frohe Weihnachten und ganz viel Spaß beim Geschenke Auspacken, Schlemmen und Feiern.

FROHE WEIHNACHTEN – merry christmas – រីករាយថ្ងៃបុណ្យណូអែល

ANGKOR das Khmer-Königreich Kambujas

Siem Reap – wir sind endlich in Süd-Ost Asien angekommen. Schon auf dem Weg vom Flughafen zum Hostel haben wir uns in Siem Reap verliebt. Das Flair der Stadt und die Menschen sind auf keine Fall mit Malaysien zu vergleichen. Siem Reap in eine Backpacker Hotspot und es wimmelt nur so vor Touristen. Eigentlich nicht das wonach wir sonst suchen, aber irgendwie verleiht das ganze Treiben der Stadt eine Energie die in der Luft liegt.

Bunte Lichter und Menschenmengen so weit das Auge reicht.

Bunte Lichter und Menschenmengen in den Straßen.

Die verschiedenen Nachtmärkte prägen das Stadtbild.

Die verschiedenen Nachtmärkte prägen das Stadtbild.

An den Straßenständen schmeckt das Essen am Besten

An den Ständen schmeckt das Essen am Besten.

Es gibt viele bunte Abendmärkte auf denen man bis zum Umfallen handeln kann. Wenn die Verkäuferin bei 5$ anfängt, kann man die Hose als guter Geschäftsmann für 1-2$ kaufen. Schade, dass wir nicht von hier aus heimfliegen, sonst würden wir ordentlich einkaufen! Nicht nur Kleidung, auch wunderschöne Accessoires und Dekosachen für die Wohnung, Bilder und und und.
Billig essen kann man wieder für 1$ am Straßenstand; meistens Nudeln. Auch frische Fruchtsäfte gibts wieder für 1$. Gut für die tägliche Portion Vitamine.

Ein Saftstand reiht sich an den Nächsten.

Ein Saftstand reiht sich an den Nächsten.

Die Basare verleiten zum Shoppen.

Die Basare verleiten zum Shoppen.

Ein typischer Markt - ein wildes Durcheinander.

Ein typischer Markt – ein wildes Durcheinander.

Aber der eigentliche Grund warum alle nach Siem Reap kommen ist Angkor. Angkor war vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Königreiches Kambuja. Am bekanntesten ist der Temple Angkor Wat, der größte Tempelkomplex der Welt. Auf einer Gesamtfläche von mehr als 200 km² wurden bis heute mehr als 1000 Tempel und Heiligtümer unterschiedlicher Größe entdeckt. Es gibt Vermutungen, dass im Großraum von Angkor am Höhepunkt des historischen Königreiches bis zu einer Million Menschen gelebt haben könnten.

Das private Unternehmen, welches die Eintrittskarten für die Besichtigung vertreibt, lässt sich die Tageskarte mit 20$ pro Person gut bezahlen. Vor allem wenn man bedenkt, dass ein Essen 1$ kostet und eine Übernachtung 4$.

Schon auf der Fahrt sieht man viele antike Bauten.

Schon auf der Fahrt sieht man viele antike Bauten.

Eines der bekanntesten Motive ist der Tempel Bayon.

Eines der bekanntesten Motive ist der Tempel Bayon.

Die Sonnenaufgang sorgt für tolles Morgenlicht.

Der Sonnenaufgang sorgt für tolles Morgenlicht.

Gegen eine kleine Spende darf man ein Räucherstäbchen für "Good Luck" anzünden.

Gegen eine kleine Spende darf man ein Räucherstäbchen für „Good Luck“ anzünden.

Auf den Spuren von Lara Croft erkunden wir die Tempel Anlage.

Auf den Spuren von Lara Croft erkunden wir die Tempel Anlage.

Der Kunstraub hat in Angkor früh begonnen und ist bis heute allgegenwärtig. Kunsträuber brechen auch heute noch Tafeln aus Reliefs und schlagen Staturen die Köpfe ab, um sie am Schwarzmarkt zu verkaufen. Sogar Abgüsse aus Beton, die manchmal an Stelle der Originale platziert wurden, werden immer wieder gestohlen.

Unzählige Gesichter schauen in alle vier Himmelsrichtungen.

Unzählige Gesichter schauen in alle vier Himmelsrichtungen.

Diese Ladies sind wohl nicht mehr ganz original.

Diese Ladies sind wohl nicht mehr ganz original.

Am meisten bekannt sind sicher Bilder von Gebäuden und Kunstwerken die von Wurzeln überwuchert sind. Es ist die Würgefeige, die mit ihren mächtigen Wurzeln alles verschlingt. Es sieht zwar beeindruckend aus, macht aber auch viel kaputt.

... große Wurzeln ...

Kleine und große Wurzeln …

... halten Alles fest im Griff.

… halten Alles fest im Griff.

Eine Sache haben wir sicher gelernt, eine gute Kamera allein, macht noch keine guten Bilder. Bitte schaut euch den Link der UNESCO Seite an um noch mehr Eindrücke zu bekommen!

Mit Alex und seiner Frau haben wir uns ein Tuktuk geteilt.

Mit Alex und seiner Frau haben wir uns ein Tuktuk geteilt.

Über Couchsurfer haben wir Oum, einen Einheimischen kennengelernt. Seine Schwiegereltern haben eine Reisfarm in einem kleinen Dorf. Heute fahren wir mit ihm dorthin und evtl. wollen wir ein paar Tage dort bleiben. Die nächsten Tage werden wir also kein Internet haben. Auf zum nächsten Abendteuer!

Im Land des Muezzin

Die Mode in den Geschäften ist leider nicht so mein Geschmack.

Die Mode in den Geschäften ist hier etwas anders.

Ca. 65% der Bevölkerung in Malaysien gehören dem Islam an. Damit sind die Muslime heute die am stärksten vertretene Glaubensgemeinschaft im Land. Das bekommt man bereits am Morgen zu spüren, wenn der Muezzin zum Gebet ruft. Der erste Aufruf erfolgt zum Sonnenaufgang gegen ca. 5:45 Uhr. Insgesamt ruft der Muezzin 5 Mal am Tag. Die Uhrzeit richtet sich nach dem Stand der Sonne und ändert sich daher täglich um ein paar Minuten.

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Auch wir wurden jeden Morgen auf der Farm durch den Ruf zum Gebet geweckt, denn gleich nebenan ist eine Moschee. Zu Beginn hat uns die Yoga-Farm nicht so gut gefallen. Didi, die Besitzerin, war nicht besonders sympathisch oder liebenswürdig. Der landwirtschaftliche Teil des Projekts ist noch nicht sehr weit entwickelt. Auch die Idee einer Permakultur-Farm steckt noch in den Kinderschuhen. Der Garten war sehr verwildert und nicht besonders gut organisiert. Didis Ziel ist es jedoch eine Selbstversorgung mit Lebensmitteln und allem was man so bracht zu erreichen. Bis dahin ist es aber noch ein sehr langer Weg.
Eigentlich wollten wir mehr über Permakultur lernen, am Ende haben wir aber den Bau eines Hügelbeet angeregt, einen Gemüsegarten angelegt, eine Samenaufzucht gebaut und Kürbis ausgepflanzt. Wir haben insgesamt 2 Wochen auf der Farm gearbeitet. Die tägliche Arbeitszeit von 5 Stunden ging schnell vorbei, der Rest war Freizeit. 2 Tage die Woche hatten wir frei. Hoffentlich konnten wir auf längere Sicht helfen dem Ziel ein Stück näher zu kommen.

Gruppenfoto beim Bau des Hügelbeets.

Gruppenfoto beim Bau des Hügelbeets.

Ob diese Schlage giftig ist? Sie hat uns aber ein bisschen erschreckt.

Ob diese Schlage giftig ist? Sie hat uns ein bisschen erschreckt.

Bei unserer Anreise waren bereits 19 andere freiwillige Helfer auf der Farm (aus Italien, Frankreich, Ungarn, Russland, Canada, Australien, England und Deutschland). Die Truppe war super. Schnell haben wir uns wie in einer großen Familie gefühlt. Das war dann auch der Grund warum wir letzten Endes doch 2 Wochen geblieben sind.

Gemütliches Beisammensein am Abend.

Gemütliches Beisammensein am Abend.

P1150524Zusammen haben wir die Umgebung erkundet. In der Nähe der Farm gibt es einen Nationalpark, dort kann man im Fluss über die Steine rutschen. Später wussten wir dann auch, dass es hier viele Blutekel gibt. Marc, einer der Volunteers hat mit 21 Blutegel am Körper den Tagesrekord gebrochen. Wir, mit insgesamt 5 Stück, wurden gewissermaßen verschont.

Erfrischung beim Rutschen und Baden.

Erfrischung beim Rutschen und Baden.

Am Abend sind wir alle zusammen manchmal ins Restaurant gegenüber gegangen. Beim Karten Spielen wurden so einige Reiseerfahrungen austauscht. Außerdem gab es im Restaurant Gerichte mit Fleisch, Zwiebeln, Knoblauch und andere Zutaten, die im Yoga-Zentrum nicht erlaubt sind. Auf der Farm wird nämlich Vegan gegessen.

Eines von vielen typischen Restaurants am Straßenrand.

Eines von vielen typischen Restaurants am Straßenrand.

Auf der Suche nach Schokolade und anderen ungesunden Leckereien.

Auf der Suche nach Schokolade und anderen ungesunden Leckereien.

Voller Vorfreude haben wir ein Ausflug ins Dorf „Semeling“ unternommen. Am späten Abend sollten hunderte Trommler für Stimmung sorgen. Um 21:00 Uhr hat es aber so stark zu Regnen begonnen, dass die Aufführung ins Wasser gefallen ist. Nachdem wir ca. 2 Stunden mit anderen Besuchern Unterschlupf unter einem Vordach gesucht hatten, beschlossen wir dann noch im strömenden Regen nach Hause zu laufen.

Nach zwei Wochen fiel uns der Abschied dann doch ein bisschen schwer, aber es war auch schön wieder weiter zu kommen.

Hunderte Trommeln - noch ist es trocken!

Hunderte Trommeln – noch ist es trocken!

Der Dauerregen hat alles vermasselt.

Der Dauerregen hat alles vermasselt.

Auf der Weiterreise haben wir einen Zwischenstopp in Ipoh eingelegt. 2 Nächte konnten wir bei einem Couchsurfer schlafen. „Suhaimi“ hat uns zu einer traditionellen muslimischen Hochzeit eingeladen. Das war ein super Erlebnis! Alle Frauen im Raum trugen Kopftuch und auch die Männer waren im traditionellen Gewand gekleidet. Das Essen war natürlich einfach köstlich.

Das Brautpaar wird 1000-fach fotografiert.

Das Brautpaar wird 1000-fach fotografiert.

Hier die ganze Familie.

Ein buntes Bild mit der ganzen Familie.

Harry hat sich drei Mal am Buffet bedient.

Harry hat sich drei Mal am Buffet bedient.

Suhaimi kauft Frittiertes für uns.

Suhaimi kauft für uns Frittiertes am Straßenrand.    hm… lecker!

Den letzten Stopp in Malaysien legten wir in den Cameron Highlands ein. Das ist eine Ausflugsregion in über 1500m Höhe, bekannt für den Tee- und Gemüseanbau. Das Klima ist hier sehr angenehmen, einmal nicht heiß und zum Glück mal keinen Sonnenbrand. 🙂
Gestern haben wir eine Trekkingtour durch den Dschungel unternommen, der uns stark an die Nebelwälder in Costa Rica erinnert hat. Man merkt, dass wir wieder ungefähr auf demselben Breitengrad sind. Die Wanderung führte uns auch durch die Teeplantagen, die uns durch das saftige Grün tief beeindruckt haben. Obwohl hier nur selten die Sonne scheint, leuchtete alles in verschiedenen Grüntönen – einfach traumhaft.
Leider gibt es auch weniger schöne Anblicke. Große Teile des Regenwaldes werden für den Gemüse- und Erdbeeranbau abgeholzt. Überall sieht man Gewächshäuser, Plastik und Müll.

Zum Teil mussten wir richtig klettern.

Zum Teil mussten wir richtig klettern.

Die Folientunnel für den Gemüseanbau sind kein schöner Anblick.

Die Folientunnel für den Gemüseanbau sind kein schöner Anblick.

Heute haben wir eine der „BOH-Tea“-Plantagen besichtigt. Eine kleine Führung durch die Fabrik erklärt den Verarbeitungsprozess von der Pflanze bis zum Beutel. Anschließend kann man bei einer Tasse Tee und Kuchen den Ausblick über die Plantage genießen…

Das Café mit Panorama-Terasse.

Das Café mit Panorama-Terrasse.

BOH ist der bekannteste Tee Produzent im Land und die Plantage ein beliebtes Ausflugsziel bei Einheimischen.

BOH ist DER Tee Produzent im Land und ein beliebtes Ausflugsziel bei Einheimischen.

Teebüsche so weit das Auge reicht.

Teebüsche so weit das Auge reicht.

Heute Abend fahren wir zurück nach Kuala Lumpur, da wir morgen von dort nach Kambodscha fliegen werden. Wir sind schon gespannt wie und ob sich das Land von Malaysien unterscheiden wird. Wir wünschen euch eine besinnliche Vorweihnachtszeit und viel Spaß beim Plätzchen essen…

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Krishna, Jackfruit und Chips

In Orange sind die Mönche gekleidet, die verheirateten Männer in Weiß.

In Orange sind die Mönche gekleidet, die verheirateten Männer in Weiß.

Die Frauen sitzen im Temple getrennt von den Männern.

Die Frauen sitzen im Temple getrennt von den Männern.

Unser Bild in der Zeitung, oben Links.

Unser Bild in der Zeitung, oben Links.

Nach dem wir von Singapur nach Kuala Lumpur gefahren sind, haben wir 10 Tage auf der Farm „New Godruma Dham“ ca. 2 Stunden östlich von Kuala Lumpur „gearbeitet“. In Anführungszeichen, weil wir nicht wirklich hart geschuftet haben. Die Farm gehört zur ISKCON (International Society for Krishna Consciousness) bei uns als Hare Krishna bekannt. Die Mönche tragen orangefarbene Kutten, tanzen und singen im Temple und sind generell überraschend weltoffen. Wir wurden sogar von unserem Hostel in KL mit dem Auto abgeholt. Am Tag unserer Ankunft gab es auf der Farm ein wichtiges Treffen mit dem Kulturminister höchst persönlich; am nächsten Tag waren wir zufällig gleich mal in der Zeitung.

Auf der Farm...

Auf der Farm…

Auf der 100 ha großen Farm arbeiten über 30 Menschen, davon viele aus Sri Lanka, Nepal und Indien. Es gibt ungefähr 20 Kühe die hier ihr Gnadenbrot gefunden haben. Die ausrangierten Milchkühe werden nicht geschlachtet, da die Tiere als heilig angesehen werden. Zudem sind Sie wichtiger Bestandteil der Farm, da sie Dünger liefern. Außerdem können reiche, religiöse Krishna Anhänger eine Kuh-Partenschaft übernehmen und damit ihr Karma mächtig aufbessern. 🙂
Eine unserer Arbeiten war das Ausmisten des Kuhstalls am Morgen. Der Dung wird zusammen mit Kuh-Urin, Wasser, Zucker, Biomüll und Erde in Tonnen zu wertvollem Biodünger umgewandelt.

Die Jauche muss täglich umgerührt werden.

Die Jauche muss täglich umgerührt werden.

Hauptsächlich wird Jackfruit und Guava angebaut. Außerdem noch Zuckerrohr und Tapioca, letzteres kennen wir bereits aus Latein Amerika als Yuca. In einem kleinen Betonhaus, welches „the Chips factory“ genannt wird, werden aus der Tapioca Wurzel Chips in allen möglichen Variationen hergestellt. 75kg werden täglich geschält, dann mit einer Maschine in Scheiben gehobelt und anschließend von Lakman auf dem Boden in einem mit Gas geheiztem Wok frittiert. Zusammen mit den anderen Helfern haben wir die Chips in Tütchen gepackt und zugeschweißt. In umliegenden Geschäften gibts diese dann für 2,20 RM zu kaufen. Das sind immerhin 55 Cent für eine 75g Packung, gar nicht so billig. Übrigens ist alles andere hier in Malaysien auch gar nicht so billig wie gedacht. Milch ist extrem teuer und wird eher in Pulverform verkauft oder aus Australien importiert.

So sieht die leckere Jackfruit von innen aus.

So sieht die leckere Jackfruit von innen aus.

Zuerst werden die Wurzeln gehobelt...

Zuerst werden die Wurzeln gehobelt…

... dann fritiert.

… dann fritiert.

Als Gegenleistung für unsere Arbeit haben wir nicht nur ein schönes Zimmer und 3 warme, leckere Mahlzeiten am Tag bekommen, wir haben auch einige Ausflüge unternommen. In einem Elefantenreservat der Regierung durften wir sogar einen kleinen Baby Elefanten das Fläschchen geben. Am Sonntag konnten wir bei einer Zeremonie im Tempel dabei sein. Danach haben die Batu Caves besucht.

Simheswara Dasa hat uns gezeigt wie man Halwa, eine indische Süßspeise, zubereitet. Hmmm lecker!!!

Mit viel Butter und Zucker kanns ja nur gut werden.

Mit viel Butter und Zucker kanns ja nur gut werden.

Der kleine Elefant war ganz wild aufs Essen.

Der kleine Elefant war ganz wild aufs Essen.

Die Elefanten beim Baden.

Die Elefanten beim Baden.

Mit 43 Meter die größte Murga Statur der Welt.

Mit 43 Meter die größte Murga Statur der Welt.

 

Blick über Kuala Lumpur.

Blick über Kuala Lumpur.

Dem Orden gehört noch eine weitere kleine Farm mit ca. 15 Milchkühen. Zwei Angestellte aus Nepal melken die Kühe mit der Hand. Nicht weil sie altmodisch sind, sondern weil es eine Glaubensfrage ist. Auf dem Heimweg haben wir die Milchfarm besucht und waren überwältigt. So einen sauberen Kuhstall gibts sonst nirgends, da können sich die Schweizer ne Scheibe abschneiden. Nicht nur der Stall wird täglich aufs penibelste geputzt, auch die Tiere werden morgens gewaschen.

Da war sowieso in den Norden reisen wollten und Simheswara Dasa einen Termin im Tempel in Penang hatte, konnten wir mit ihm im Auto bis nach Butterworth fahren. Unterwegs haben wir noch zwei Chiliplantagen besichtigt, da auf der Farm in Zukunft auch Chili angebaut werden soll.

Die Frauen bei der Farmarbeit.

Die Frauen bei der Farmarbeit.

Alles wird genau Begutachtet.

Alles wird genau Begutachtet.

Mit der Fähre ging es dann rüber nach Georgtown, die Hauptstadt von Penang. Die Insel ist für ihr gutes Essen und schöne Stände bekannt. Das Essen war wirklich sehr lecker, aber die Stände haben uns nicht überzeugt. Was wahrscheinlich am Fischgeruch und den Quallen lag.

Endlich mal wieder am Strand.

Endlich mal wieder am Strand.

Eine Art Fondu, aber am im Sehen und am Straßenrand.

Eine Art Fondue to-Go.

Am Abend essen alle an den Straßenständen.

Am Abend essen alle an den Straßenständen.

Frischgepresster Fruchtsaft wird in der Plastiktüte serviert.

Frischgepresster Fruchtsaft wird in der Plastiktüte serviert.

Nun sind wir auf unserer zweiten Farm in der nähe von Sungai Petani. Das Internet ist sehr begrenzt, daher können wir gerade keine Karte hochladen. Wir wissen noch nicht wie lange wir bleiben wollen. Mal sehen wie es uns gefällt…

Abschiedsfoto vor der Fähre.

Abschiedsfoto vor der Fähre.

Singapur – eine Stadt in Bewegung!

Singapur ist eine Welt-Metropole und öffnet vielen Reisenden das Tor nach Südostasien. Der kleine Stadtstaat mit seinen 5 Mio. Einwohnern ist sicher die modernste Großstadt die wir je bereist haben. In den meisten Restaurants wird das Essen via iPad bestellt und das Metrosystem ist hochmodern. Der Linksverkehr – auch auf den Rolltreppen – hat uns jedoch des öfteren ins Schleudern gebracht.

Zuhause bei unserer ersten Gastgeberin Kase.

Zuhause bei unserer ersten Gastgeberin Kase.

Die Stadt ist sehr sauber und legt Wert auf ein grünes Image.

Die Stadt ist sehr sauber und legt Wert auf ein grünes Image.

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Marina Bay Sands und das Museum of modern Art (links).

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Bei Nacht sieht alles viel schöner aus.

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Blick auf die Skyline mit dem Hafen im Hintergrund.

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Der Singapur Flyer – bis vor einigen Jahren das höchste Riesenrad der Welt.

Eine der Hauptattraktionen in Singapur ist sicherlich der „Garden by the Bay“. Hier kommt man sich vor wie im Film Avatar. Abends wird alles mit einer spektakulären Lasershow mit Musik in Scene gesetzt.

Die begrünten Bäume aus Metall.

Die begrünten Bäume aus Metall.

Bei Nacht leuchten die Bäume in verschiedenen Farben.

Bei Nacht leuchten die Bäume in verschiedenen Farben.

Bei einer Stadtrundfahrt dürfen Chinatown und Little India natürlich nicht fehlen. Im Vergleich zum echten Indien war es hier allerdings um einiges sauberer! 🙂

Die Hauptstraße in China town.

In  Chinatown sind die Straßen mit Lampions geschmückt.

Im Buddha Zahntempel.

Eine Räucherstäbchen Lektion im Buddha Zahntempel.

Auf einer Farm konnten wir in Singapur natürlich nicht arbeiten, da das Land nur aus Stadt besteht. Am Stadtrand gibt es jedoch einige „Cityfarmen“. Mit einem kleinen Bus kann man die Region „Kranji“ besichtigen – das konnten wir uns ja nicht entgehen lassen.

Meike & Jack(fruit), eingepackt gegen Schädlinge.

Meike & Jack(fruit), eingepackt gegen Schädlinge.

Besuch auf einer Froschfarm: Neben Schlage und Krokodil, wird auch gerne Frosch gegessen.

Besuch auf einer Froschfarm: Neben Schlage und Krokodil, wird auch gerne Frosch gegessen.

Der südlichste Punkt des asiatischen Festlandes ist „Sentosas Island“. Auf dieser Insel gibt es neben einem riesigen Vergnügungspark, die Universal Studios of Singapur… und eine gar nicht so schlechten Stadtstrand.

Das Wasser war Badewannenwarm!

Das Wasser war Badewannenwarm!

Mit dem Bus war die Überquerung der Grenze nach Malaisen kein Problem. Auch der Grenzbeamte war erstaunlich uninteressiert und hat ohne Fragen ein 90 Tage Stempel in den Pass gedrückt.
„KL“ wie Kuala Lumpur hier genannt wird ist ein weiteres Großstadt-Moloch. Bei der Stadtrundfahrt konnten wir nicht viele schöne Ecken entdecken. Morgen werden wir um 6 Uhr früh von Simheswara dasa abgeholt. Gottseidank geht es raus aus der Stadt – wir freuen uns schon auf unsere erste Farm.

Das Sultan Abduhl Samad Building.

Das Sultan Abduhl Samad Building.

Die Petronas Twin Towers - das ehemals höchste Gebäude der Welt.

Die Petronas Twin Towers – das ehemals höchste Gebäude der Welt.

Vor dem National Palace.

Vor dem National Palace.

Abschiedsfoto auf asiatisch – bis bald!

Es gibt viele Verbote in Singapur!

Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich!

Nach einem erfolgreichen Alpabtrieb und dem großen Käseteilen ist die Alpsaison nun vorbei. Wir haben in 110 Tagen 72.008,7 Liter Milch zu 6,5 Tonnen Käse verarbeitet. Es war ein sehr anstrengender und wunder schöner Sommer! Wir werden diese Erfahrung nie vergessen und vermissen „unsere Kühe“ jetzt schon sehr.

Vielen Dank an dieser Stelle an Meikes Eltern, die in den letzten Tagen auf der Alp beim Aufräumen, Putzen und Packen geholfen haben. Vollgeladen bis unters Autodach mit Anhänger, Käse und einer Sau ging es dann pünktlich zur Einhäuser Kerwe nach Deutschland.

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Die geschmückten Kühe beim Abtrieb.

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… durch die Straßen von Grindelwald.

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Die Bauern beim Käse stapeln.

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Die stolzen Sennen.

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Alle warten auf den Kerweumzug.

Nun ist es bald wieder so weit – der zweite Teil unserer großen Reise steht bevor. Die Tickets für den nächsten Flug sind gebucht! Wir fliegen am 04. November nach Singapur. Der Heimflug ist für den 14. April 2015 von Bangkok nach Frankfurt angesetzt.

Übermorgen fahren wir in die Steiermark, anschließend nach Wien und dann heißt es wieder einmal Rucksäcke packen. Wir freuen uns auf viele neue Eindrücke und Erfahrungen und natürlich auf eure virtuelle Begleitung.
Bis bald, frohes Schaffen 🙂

& Liebe Grüße! Harry und Meike

Und täglich grüßt das Murmeltier

Diesen Beitrag haben wir aus zwei Gründen nach dem gleichnamigen Film benannt. Zum Einen, da uns täglich ein Murmeltier an der gleichen Stelle grüßt, zum Anderen, weil auch bei uns jeder Tag ziemlich gleich abläuft. Daher wollen wir euch mit vielen Bildern unseren Alltag auf der Alp im Wärgistal bei Grindelwald schildern. Zu Beginn der Saison hatten wir stolze 55 Kühe zu melken, mittlerweile sind 10 Stück trocken; das heißt sie sind in „Schwangerschaftsurlaub“ und müssen nicht mehr gemolken werden. Auch die Milchmenge die wir zu „Berner Oberländer Alpkäse“ verarbeiten hat sich in den letzten Wochen rapide von 950 L auf etwa 400 L eingependelt. Es gibt aber immernoch genug zu tun!

Der Wecker klingelt jetzt erst um 4:15 Uhr! Juhu! Im Juni und Juli sind wir schon um 3:45 Uhr aufgestanden. Nach dem Zusammenbauen der Melkeimer und ein paar Vorbereitungsarbeiten gehen wir im Dunkeln mit Stirnlampe die Kühe hohlen, oder besser suchen. 🙂

DSC_9451Noch eine kurze Pause – dann dürfen die Kühe nach dem Melken wieder raus. Sie sollen viel fressen, damit am Abend die Euter wieder prall gefüllt sind! Wir müssen das Melkgeschirr waschen, während dessen fängt Tom, unsere Hilfe aus Japan, schon mit dem Misten an.

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Nach einem kurzen Frühstück, geht es dann beim Käsen richtig rund. Kultur messen, Einlaben, Bruch schneiden, Käse aus dem Kessi hohlen, Kessi putzen, Käse pressen, und und und …
Gegen 11:00 Uhr sind wir dann mit dem Käsen und im Stall fertig.

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Die stärke der Kultur beeinflusst den ganzen Vorgang beim Käsen.

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Das Schneiden des Bruchs benötigt viel Konzentration und Genauigkeit! Die Größe des Bruchkorns ist sehr wichtig für die spätere Entwicklung des Käse.

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Und wenns mal wieder klemmt…

 

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… dann muss Tom helfen das Kessi vom Feuer zu schwenken.

Bei 52°C holt Harry den Burch aus der Molke.

Bei 52°C nimmt Harry mit einem Tuch den Bruch aus der Molke.

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Dann noch abtropfen lassen…

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… und nun wird der Käse schnell in die Formen gepresst.

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Die ganze überschüssige Molke muss aus dem Kessi geschöpft werden, damit es ordentlich geputzt werden kann. Ganz links im Bild sind die 4 Käse auf der Presse zu sehen.

Als nächstes geht es mit unserem roten Alpenexpress in den „Spicher“, so nennen die Schweizer das Käselager. Hier werden die frischen Laibe 24 Stunden im Salzwasser gelagert, dann kommen Sie ins Regal und wollen alle 2 Tage gedreht und gepflegt werden. Das heißt, jeder der bis zu 24 Kilo schweren Käse wird aus dem Regal genommen, umgedreht, mit Salzwasser gerieben und wieder ins Regal gelegt. Das dauert bei mittlerweile über 300 Käsen fast 2 Stunden.

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Zurück in der Hütte wird gekocht und Mittag gegessen. Und wenn die Zeit es erlaubt, gibt es noch eine kleine Pause. Zwischen 14:15 Uhr und 15:15 Uhr machen wir uns dann wieder auf den Weg die Kühe zu suchen, je nach dem wo die Kühe am Morgen hin getrieben wurden. Wenn alles gut klappt sind die Kühe bis halb 5 im Stall und wir können um 17:00 Uhr mit dem Melken beginnen. Wenns nicht gut klappt, fehlen wie gestern 12 Kühe, die erst 2 Stunden verspätet ankommen. 🙂

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Leider sieht es hier oben aber zu 90% so aus. Nebel, Regen oder Schnee! Wir haben echt Pech mit dem Wetter!

Leider sieht es hier in den Bergen aber zu 90% so aus. Nebel, Regen oder Schnee! Wir haben echt Pech mit dem Wetter!

Nach dem Melken wieder Kühe raus treiben, Waschen, Misten und dann gibt es meistens gegen 20.00 Uhr Abendessen. Oft schaffen wir es so gegen 21:00 Uhr ins Bett zu kommen. Es ist doch einfach herrlich, wenn man müde ins Bett fällt und sofort einschlafen kann; und wenn man isst weil man Hunger hat und nicht weil halt Zeit zum Essen ist!

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Beim Abendessen mit Besuch aus Wien und Japan. 🙂

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Sogar Sushi hatten wir schon 3 Mal! Einfach lecker…

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Einer unserer kleinen Käse, ein „Mutschli“. Er kann schon nach 4 Wochen gegessen werden.

IMG_0148Ach Ja, auch die drei Schweine wollen morgens und abends gefüttert werden!

DSC_1226 DSCN0363So, dass war jetzt mit vielen Bildern und weniger vielen Worten ein kleiner Eindruck von unserem Leben auf der Alp. Arbeiten, wo Andere Urlaub machen! Hart, aber schön! Jetzt reichst mit blöden Sprüchen. Wir melden uns wieder, wenn wir besseres Internet haben und die Tickets für den nächsten Flug nach Asien gebucht sind. Bevor es dann im Oktober weiter geht mit dem Teil 2 unserer „großen Reise“, werden wir einige von euch sicher noch an der Einhäuser Kerwe oder in Wien sehen. Dann stehen wir für Details und Fragen zur Verfügung. Bis dahin! Mit ganz lieben Grüßen von der Alp

Harry, Meike, Tom und Daila

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Nanu! Was macht denn die Irene da?

Viva Catalunya!

Auf ins Legoland!

Auf ins Legoland!

Anfang Mai waren wir eine Woche im Familien-Urlaub in Dänemark. Mit einem Neunsitzer ging es ca. 9 Stunden in Richtung Norden. Mal was ganz Anderes; nicht immer in den warmen Süden. 🙂 Mit 8 Erwachsenen und einem Kind waren wir im Legoland, im Wasserpark und auf „Safari“ im Zoo. Am besten war die Rullepølse!

Da wir bis Alpbeginn aber noch 3 Wochen Zeit hatten, wollten wir uns ja nicht faul auf die Pelle hocken. Nach langem Flüge checken und überlegen, haben wir uns dann zwischen Türkei, Lettland und Spanien für eine Farm in Les Llosses in den Pyrenäen entschieden.

Mitten im Grünen.

Mitten im Grünen.

Das Bauernhaus mit Stallung.

Das Bauernhaus mit Stallung.

Wir waren auf einem alten rustikalen Hof aus dem Jahre 1896. Zu unseren Arbeiten gehörte das tägliche Melken von 28 Milchkühen. „Torro“ ein stolzer Charolais Bulle bewachte seine Holstein-Kuhdamen, er ist aber so zahm war wie ein kleines Kälbchen. Zusammen mit zwei anderen Helfern hatten wir eine Menge Spaß beim Ausmisten, Zäunen und Gemüsegarten Anlegen. Auch beim Käsen waren wir wieder einmal dabei.
Josep und seine Mutter wohnen normalerweise alleine auf der Farm, was eine Menge Arbeit bedeutet! Auch mit unserer Hilfe waren alle trotzdem täglich ausgelastet.

Torro will selbst beim Melken nicht von ihrer Seite weichen. Etwas gefährlich.

Torro will selbst beim Melken nicht von ihrer Seite weichen. Etwas gefährlich.

Harry und Mel aus Italien.

Harry und Mel aus Italien.

Mit Josep und seiner Mutter am Wahlsonntag.

Mit Josep und seiner Mutter am Wahlsonntag.

Ein Blick in den Käseraum.

Ein Blick in den Käseraum.

Auch beim Couchsurfen in Barcelona  hatten wir mal wieder eine Menge Glück! Bei Humam, einem jodanischen Gittarenmusiker, wohnten wir drei Tage in einem super Stadtteil mit Meerblick. Humam ist der höflichste und freundlichste Gastgeber den man sich wünschen kann. Bei zwei „OpenMic“ Veranstaltungen konnten wir ihn abends spielen hören und waren total begeistert.

Unser Gastgeber Humam; live in action :-)

Unser Gastgeber Humam; live in action 🙂

Die berühmte Sagrada Familia - niemals fertig!

Die berühmte Sagrada Familia – niemals fertig!

Ein typischer Straßenzug im Arbeiterviertel Barceloneta.

Unser Zuhause in einem typischen Straßenzug im Arbeiterviertel Barceloneta.

Der Stadtstrand, nur eine Minute zu Fuß.

Der Stadtstrand, nur eine Minute zu Fuß.

Gestern sind wir in Frankfurt gelandet und jetzt heißt es packen, denn am 7. Juni fängt der Ernst des Lebens an. Es geht los in die Schweiz. Das heißt viel Arbeit, Verantwortung und jede Menge Käse!

Grüße vom Fürstenhof!

Da anscheinend immer noch ein paar Leute regelmäßig auf unseren Blog schauen, schreiben wir nun mal wieder einen Eintrag. 🙂

Warten am Bahnhof in Frankfurt.

Warten am Bahnhof in Frankfurt.

Die letzten Wochen sind schnell vergangen. Heimatlos, wie Vagabunden, ziehen wir nun quer durch Mitteleuropa und vertrieben uns die Zeit bis zum Almbeginn. Nach erholsamen Tagen in der Südsteiermark, Freunde treffen in Wien, WWOOFen in Oberösterreich und Käsekurs in der Schweiz – sind wir nun für 2 Wochen auf dem Fürstenhof in Kuchl bei Salzburg.

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Das erste Eis in Jahr, in Wien beim Tuchlauben.

Trockenübung!

Trockenübung!

Die Arbeit hier ist abwechslungsreich und macht Spaß! Am Hof gibt es ca. 30 Kühe der Rasse Jersey. Die Milch hat einen besonders hohen Fett und Eiweißgehalt, weshalb sie zum Käsen besonders gut geeignet ist.

Der Blick in die Theke.

Der Blick in die Theke.

Mit Ina beim Frischkäse verarbeiten..

Mit Ina beim Frischkäse verarbeiten.

Ein Butterlamm extra für Ostern! Bäähhh….

Ein Butterlamm extra für Ostern! Bäähhh….

Wir dürfen Käsen helfen und machen tolle Frischkäse-Cremen mit Bärlauch, Kürbiskernen, Paprika und viele andere Leckereien. Hmmm….! Letze Woche durften wir beim Buttern helfen und haben extra für Ostern Butter in Lammform gemacht.

Nachträglich Frohe Ostern und liebe Grüße!
Harry und Meike

Voll Kühl :-)

Voll Kuhl 🙂

Z’Alp am Fuße des Eigers

Die Verhandlungen in der Schweiz sind gut gelaufen und die Verträge unterzeichnet. Das heißt wir gehen diesen Sommer „zur Alp“ ins Wärgistal. 60 Kühe, Melken, Käsen – das ist viel Verantwortung und es wird sicher ein harter Sommer. Aber der Blick über Grindelwald und das Leben in den Bergen ist es Wert!
Die Familie unserer Arbeitgeber ist sehr nett und der Altbauer verfügt über 60 Jahre Alperfahrung, da können wir noch viel lernen.

Der Eiger und das Wärgiststal.

Der Eiger und das Wärgiststal.

Anfang Juni geht es los und bevor es soweit ist haben wir noch viel vor: eine Woche Steiermark, eine Woche Wien, eine Woche Arbeiten und Filzen  im Wollgartl in Oberösterreich, Alpsennkurs in der Schweiz, Familienurlaub im Legoland in Dänemark,…

Es wird im Sommer sicher den ein oder anderen Eintrag über unser Leben und Arbeiten auf der Alp geben. Im Oktober wollen wir dann zu neuen Abendteuern nach Asien aufbrechen! Wir werden euch natürlich rechtzeitig Informieren und es wir sicher wieder einen Blog mit „Teil 2“ unserer Reise geben.

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack. Liebe Grüße! Harry und Meike

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Oh wie schön war Panama!

Nach 6 1/2 Monaten Latein Amerika sind wir heute wieder gesund auf europäischem Boden gelandet. Auf der Landkarte können wir nun weitere 7 Länder abhaken:
Costa Rica – Panama – Kolumbien – Ecuador – Peru – Bolivien – Brasilien – und heute Portugal sogar eine kleine Citytour in Lissabon 🙂

Könnten wir die Uhr zurück drehen, würden wir einiges sicher anders machen. Der Rucksack würde anders gepackt werden, wahrscheinlich sogar ein anderer Rucksack. Neben teilweise falschen Klamotten, hatten wir auch viel Pech mit der Technik. Für den nächsten Teil unserer Reise gibt es sicher eine Spiegelreflexkamera!
Die im Vorhinein von Wien aus gebuchte Reise in Peru war zwar toll, aber wir würden im Nachhinein keine Reise mehr im Voraus buchen.

Wir haben viele Sehenswürdigkeiten und beeindruckende Landschaften besucht und viele tolle Menschen kennengelernt. Durch Couchsurfing und die Volunteerarbeiten konnten wir den Kontinent auf weniger touristische Weise kennen lernen als manch Anderer. Klar kann man nie Alles sehen und es wird immer Orte geben, an denen man noch gerne gewesen wäre.

Ein großer Unterschied zu Europa war unter anderem die Musikalität der Menschen. Jeder Lateinamerikaner liebt das Tanzen und kann singen oder ein Instrument spielen. In so gut wie jedem öffentlichen Bus und Gebäude läuft laute Musik. Das würde es in der Deutschen Bahn nie geben!
Das bunte Treiben auf den Straßen hat uns gefesselt. Die Straßen sind immer voll und die Menschen immer relaxt. Eine Verabredung um 9 Uhr findet eher gegen 12.00 Uhr oder am Abend oder auch garnicht statt.
Die großen Obst- und Gemüsemärkte mit ihren tollen und günstigen Essensmöglichkeiten und frischen Säften werden wir sehr vermissen!
Die Städte sind mit europäischem Maßstab nicht zu messen. Sehr viele Häuser sind unfertig, unverputzt und ähneln Dauerbaustellen. Das macht das Stadtbild nicht immer sympathisch. Aber haben die Menschen jemanden erst einmal ins Herz geschlossen, nimmt die Gastfreundschaft kein Ende. Mit unseren paar Brocken Spanisch konnten wir ganze Abende füllen.
Da die Hauptspeisen immer aus Reis, Kartoffel und Fleisch bestehen, haben wir unser heimisches Essen doch vermisst. Auch wenn Sachen manchmal gut aussehen, schmecken sie selten so wie man es erwartet. Auch die Sauberkeit auf den Straßen und generell die Hygiene der Menschen ist nicht überall selbstverständlich.

Zusammengefast müssen wir sagen, dass man zwar gut mit 4 Unterhosen, 3 Paar Socken und 4 T-Shirts leben kann, aber dass wir uns nun auch sehr auf unser Hab und Gut daheim freuen. Im Großen und Ganzen lässt das Reisen einen einfach viel mehr das gewohnte Zuhause, Europa und unsere Gesellschaft schätzen. Was wir normalerweise alles für selbstverständlich nehmen: Eine große Lebensmittelauswahl im Supermarkt, Kundenservice in jedem Geschäft, alle möglichen Dienstleistungen immer in der Nähe und und und …

Womit wir wieder bei Janosch und der Geschichte vom kleinen Tiger und vom kleinen Bären wären. Hier der Link für alle, die sich nicht mehr richtig erinnern oder die Geschichte nie gelesen haben.

Was wir noch sagen möchten: Es hat sich auf alle Fälle gelohnt und es war die richtige Entscheidung auf Reisen zu gehen. Jeder, der diesen Wunsch hegt, sollt den Mut zusammennehmen und losziehen. Man hat nur ein Leben!

Vielen Dank an alle treuen Leser, die unsere Reise verfolgt haben! Wir haben uns immer sehr über eure Kommentare gefreut und es hat Spaß gemacht, die Eindrücke mit euch zu teilen.
Wir melden uns in ein paar Tagen, sobald wir Neuigkeiten aus der Schweiz haben und wissen, wie es weiter geht. Bis dahin. Liebe Grüße

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Karnevall in Rio

Die Armut in den Favelas ist unüberschaubar.

Die Armut in den „Favelas“ ist enorm.

In Brasilien sind die Menschen so vielfältig wie die Landschaft, die sie bewohnen. Laut Reiseführer sind 55% der Bevölkerung weiß, 6% schwarz, 38% gemischt und 1% andersfarbig.

Links im Bild der "Zuckerhut".

Mittig-links im Bild der „Zuckerhut“.

Rio de Janeiro ist umgeben von traumhaften Bergen und weißen Sandstränden, grünen Regenwäldern und tiefblauem Meer. Die multikulturelle Bevölkerung der Stadt lebt im Rythmus der Samba-Klänge und tummelt sich gerne an den weltberühmten Stränden von Capacabana und Ipanema, genießt die Aussicht vom „Zuckerhut“ oder feiert in einer der zahlreichen Bars oder Cafés die überall zu finden sind.

„Tall and tan and young and lovely, the girl from Ipanema goes walking…“ wie schon Frank Sinatra gesungen hat. Heute aber im Tanga! Das ist wohl der größte Unterschied zwischen Touris und Einheimischen am Strand.

Am Strand von Ipanema...

Am Strand von Ipanema…

... und Sonnenuntergang an der Copacapana.

… und Sonnenuntergang an der Copacapana.

Einen besseren Abschluss unseres Latein Amerika Aufenthalt als den Karnevall hätten wir uns nicht wünschen können. Die 6 Millionen Einwohner und noch mehr Touristen feiern ausgelassen eine ganze Woche lang. Zu jeder Tages- und Nachtzeit sind die Straßen voll und an jeder Ecke gibt es „Blocos„. So heißen die Musik-Umzüge mit Trommeln bei welchen tausende Menschen durch die Straßen ziehen. Unser Zuhause bei Sascha war einfach super und dazu mitten im Partybezirk Lapa! Viele Bilder gibt es aber nicht, da alle Wertsachen Zuhause am Besten aufgehoben waren.

Alle sind verkleidet!

Nach dem Frühschoppen mit Miriam vor der „Escadaria de Selarón“.

Eine kleine Abkühlung bei 39 Grand -  das tut gut!

Eine kleine Abkühlung bei 39 Grad – das tut gut!

Die wohl bekannteste Statur der Stadt!

Die wohl bekannteste Statur der Stadt – der Cristo.

Es wird viel passieren… !

Habt ihr schon gehört...?

Hast du schon gehört…?

Unsere Woche auf der Farm außerhalb von Samaipata war sehr schön. Es war zwar nicht ganz so wie wir es uns vorgestellt hatten, dafür aber sehr entspannend. Zusammen mir 4 anderen Freiwilligen hatten wir viel Spaß. Wir haben viel gelesen, gestrickt und gekocht. Es war eher ein Permakultur Projekt als eine richtige Farm. Für alle die unseren Salasch kennen; eher eine Woche Salasch.

Der Ausblick von der Farm aus.

Der Ausblick von der Farm aus. Der bolivianische Dschungel.

Gruppenfoto im Dschungelcamp :-)

Gruppenfoto im Dschungelcamp 🙂

Eine unserer Arbeiten - eine Wand aus Holz, Flaschen und Lehm.

Eine unserer Arbeiten – eine Wand aus Holz, Flaschen und Lehm.

Das kleine Mädchen fleißig am Arbeiten.

Das kleine Mädchen fleißig am Arbeiten.

Danielson und Jake beim spielen.

Danielson und Jake beim Spielen.

Anschließend haben wir noch 2 Nächte im Dorf auf einem Zeltplatz verbracht. In Samaipata gibt es aber so gut wie keine Internetverbindung und der einzige Bankomat wollte uns keine „Bolivianos“ ausspucken. Darum wollten wir gestern unsere Weiterreise nach Santa Cruz antreten. Nach 70 km und fast 2 Stunden Fahrt mussten wir aber umkehren, da ein Teil der einzigen Straße in der Nacht zuvor von starkem Regen einfach weggespült wurde. Heute konnten wir die Stelle aber passieren und sind gut angekommen.

In Sucre...

In Sucre…

Wo hier nur Wasser zu sehen ist, war zuvor noch der Asphalt.

Wo hier nur braunes Wasser zu sehen ist, war zuvor noch der Asphalt. Passieren unmöglich!

Nach 6 Monaten Lateinamerika wird es Zeit für neue Gesichter und neue Abendteuer. Wie schon von Anfang der Reise an geplant, wollen wir im März einen Stopp in Europa machen. Auf der Suche nach dem günstigsten Ticket von Südamerika nach Europa hat es sich ergeben, dass wir von São Paulo aus fliegen. Da São Paulo aber nun mal in Brasilien liegt, müssen wir jetzt halt nach Brasilien reisen. 🙂
Da São Paulo außderdem sehr nahe an Rio liegt, werden wir unsere letzten Tage in Rio de Janeiro verbringen. Wie es der Zufall will ist genau zu dieser Zeit Karnevall. Und das Beste: Wir haben ein Bett über Couchsurfing bei dem Hessen Sascha Bauer gefunden! 1000 Dank dafür, denn sonst wäre Rio in diesen Tagen unbezahltbar.
Also auf zum Karnevall nach Rio!!!

Harry und ein süßes Borstenschwein.

Harry und ein süßes Borstenschwein.

Außerdem hatten wir schon seit Dezember mit dem Gedanken gespielt für den Sommer eine Alpstelle zu suchen. Warum? Weil es schön wäre mal wieder ein paar Wochen am gleichen Ort zu sein, weil wir sehr gerne in den Bergen sind, weil Melken und Käsen eine tolle Arbeit ist und es wäre eine gute Möglichkeit unsere Reisekasse ein bisschen aufzubesser. Per Mail hatten wir uns für einige Stellen beworben und viele Absagen auf Grund der aktuellen Entfernung bekommen. Heute jedoch haben wir eine sehr viel versprechende Antwort erhalten. Es könnte also klappen – Drückt uns die Daumen!

Meike mit ihrer neue Freundin Chita.

Meike mit ihrer neue Freundin Chita – ein Brüllaffe.

Unsere Reise und Reiselust ist aber keinesfalls vorbei. Falls es mit der Alm kalppt, werden wir März bis Juni in Europa reisen und arbeiten. Nach der Alp im September, wollen wir dann auf alle Fälle nach Asien oder Afrika. Kommt auf die Flugangebote an.
Aber erst Mal freuen wir uns auf den Zwischenstopp in Deutschalnd und Österreich. Auf die deutsche Sauberkeit, die Pünktlichkeit, das heimische Essen und am wichtigsten auf die Freunde und Familie.

Es wir also viel passieren… Bis bald! Liebe Grüße

Vom Titicaca See in die Salzwüste

Der Titicaca See ist der größte Süßwassersee in Südamerika und mit 3.810 Metern über dem Meer der höchst gelegene befahrbare See der Welt. Er umfasst 8.300 km2. Unser erster Stopp auf dem See waren die schwimmenden Inseln der „Urus“. Es ist fast unvorstellbar, dass Leute hier wirklich auf solch beengtem Raum leben.

In einem Haus leben 6 Personen.

In einem Haus leben bis zu 6 Personen.

Ein Modell; so werden die schwimmenden Inseln gebaut.

Ein Modell; so werden die schwimmenden Inseln gebaut.

Eine Besonderheit auf der Insel „Taquile“ sind die strickenden Männer! Die Frauen hingegen weben. Das Klima auf der Insel erinnert jetzt im Februar an die Toscana. Es ist heiß und trocken, die Landschaft wird durch Landwirtschaft geprägt.

Die Männer stricken stolz ihre Mützen.

Die Männer stricken stolz ihre Mützen.

Der Blick über die Insel Taquile.

Der Blick über die Insel Taquile.

Die Nacht verbrachten wir in einer Gastfamilie am See. Nach einem Fußballspiel und traditionellen Tänzen wurden wir unseren Gastfamilien vorgestellt. Unsere Spanischkenntnisse waren hier sehr von Vorteil. Die Einheimischen rund um den See sprechen Imara und Spanisch, jedoch so gut wie kein Englisch. Am nächsten Morgen durften wir bei der Feldarbeit helfen, bevor es zurück nach Puno ging.

Meike und die Kinder unserer Gastfamilie.

Meike und die Kinder unserer Gastfamilie.

Unsere Familie in traditioneller Tracht.

Unsere Familie in traditioneller Tracht.

Unsere Weitereise nach La Paz musste die Gruppe auf Grund von Streiks und damit einhergehenden Straßensperren um einen Tag verschieben. Solche Streiks können in einem 3. Welt Land sehr gefährlich werden. Wir haben von einer anderen Reisegruppe gehört, die versucht hat die Straßensperre zu passieren. Die Gruppe musste 6 Stunden laufen, einige wurden verletzt und bestohlen.

Einen Tag verzögert endete unsere Tour also am 07. Februar in La Paz, Bolivien. Nach einer deftigen Abschiedsparty sind wir nun wieder auf uns alleine gestellt – was sicher Vor- und Nachteile hat. Wir wollten schnell weiter, denn die Stadt ist laut, schmutzig und ungemütlich.

Am Hexenmarkt werden getrocknete Lamaföten als Glücksbringer verkauft.

Am Hexenmarkt werden getrocknete Lamaföten als Glücksbringer verkauft.

Wie haben uns sehr lange überlegt, ob wir die 14 Stunden Nachtbusfahrt und die Kosten auf uns nehmen wollen, um die Salzwüste „Salar de Uyuni“ im Westen des Landes zu besuchen. Mit ca. 12.000 km2 ist die Salar de Uyuni die größe Salzpfanne der Erde. Einige Teile stehen zur Zeit wegen starkem Regen unter Wasser. Es hat sich auf alle Fälle gelohnt!
Ihr müsst euch einen weißen Salzboden vorstellen, mit ca 2-3 cm klarem Wasser bedeckt und Sonnenschein. Der Boden wird zu einem gigantischen Spiegel; es ist kein Horizont zu erkennen. So könnte es im Himmel aussehen!
Vergleichen mit allen anderen Naturschauspielen, ist die Salzwüste sicher das faszinierenste, was wir je gesehen haben!
Uyuni war übrigends im Januar 2014 einer der Austragungsorte der Rally DAKAR!

Wie im Himmel!

Wie im Himmel – keine Fotomontage!!!

Die Statur aus purem Salz.

Die Statur aus purem Salz.

Nach einer Nacht in Potosi, befinden wir uns nun in Sucre, endlich wieder eine wohlfühl Stadt. Wir sind auf dem Weg Richtung Santa Curz, denn wir haben wieder eine Farm. Juhu! Wir haben auf alle Fälle festgestellt, dass wir nie Arbeitslos sein könnten, denn ohne Arbeit wird selbst das Reisen bald langweillig. 🙂

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Auf den Spuren der Inka

img_0038Auf dem Weg durch das „Heilige Tal“ stoppten wir in der Gemeinde Ccaccaccollo. Seit 2005 unterstützt das „Planeterra“ Projekt hier eine Gruppe von mittlerweile 43 lokaler Frauen bei der Herstellung und Vermarktung ihrer Wollprodukte. Meike war im 7. Himmel und wollte garnicht mehr weg. Es wird der Weg der Wollverarbeitung veranschaulicht – verschiedene Färbepflanzen werden vorgestellt, Webmuster und -techniken werden präsentiert, Lamas und Alpakas lassen sich streicheln und alles endet natürlich im Verkauf. Direkt von den Herstellerinnen, fair und ohne Zwischenhandel. Ein tolles Projekt!

Die Frauen in traditioneller Tracht beim Spinnen.

Die Frauen in traditioneller Tracht beim Spinnen…

... und beim Weben.

… und beim Weben.

Die Weiterreise führte uns nach Ollantaytambo, dem Ausgangspunkt für unsere 4 tägige Wanderung. Der Inka Trail ist insgesamt nur 43km lang aber recht anspruchsvoll, da die Inkas viele Stufen in die Felswände gebaut haben. Der höchste Punkt liegt auf 4200m. Am ersten Tag werden somit über 1000 Höhenmeter zurückgelegt. Der Weg führt durch unwirkliche Nebelwälder, über Gipfel und mündet im Amazonasbecken.
Unsere Gruppe hatte insgesamt 19 Träger, 2 Köche und 2 Reiseleiter zur Hilfe. Die Arbeit der Träger ist eine der beeindruckendsten Leistungen die wir je gesehen haben. Mit großen und schweren Rücksäcken überholten sie uns joggend, während wir keuchend den Berg hoch krächzten. Im Lager angekommen hatten sie bereits alle Zelte aufgeschalgen und ein Gourment-Essen gezaubert! Morgends haben sie unsere Zelte abgebaut, nach uns das Lager verlassen, uns überholt und abends war wieder alles fertig. Hut ab!
Obwohl wir in der Regenzeit reisen und der Weg ab Februar aufgrund des Regens für Touristen gesperrt wird, hatten wir 3 Tage optimales Wanderwetter.

Über Stock und über Stein... :-)

Über Stock und über Stein… 🙂

Morgenstimmung um 5.30 Uhr.

Morgenstimmung im Nebelwald um 5.30 Uhr.

In der „verlorenen Stadt“ Machu Picchu angekommen, wird man für die Mühen belohnt. Der Ausblick ist atem­be­rau­bend. Die Arbeit der Inka ist einfach beeindruckend, wenn man überlegt, mit welch einfachen Mitteln die Menschen im 15. Jahrhundert diese Festungen in den Berg gebaut haben.

Es sieht fast schon unwircklich aus!

Es sieht fast schon unwirklich aus!

Juhu! Geschaft! Keine Stufe mehr!

Juhu! Geschaft! Keine Stufe mehr!

Der Ausblick von ganz oben!

Der Ausblick von ganz oben!

Nun sind wir 3 Tage in Cusco, um uns zu erhohlen und um unseren Muskelkater auszukurieren. Die Stadt hat viel zu bieten und macht einen jungen, gemütlichen Eindruck. Morgend ist wieder Reisetag -7 Stunden- auf nach Puno an den Titicaca-See!

Natürlichen Farben zum Malen oder Färben.

Natürlichen Farben zum Färben von Wolle oder zum Malen.

Die bunte Maisvielfalt am Markt!

Die bunte Maisvielfalt am Markt!

Gruppenfoto im Panoramazug :-)

Gruppenfoto im Panoramazug 🙂

Urlaub vom Urlaub!

Es ist herrlich. Alles ist organisiert. Wir müssen uns nicht überlegen wo wir als nächstes schalfen und welchen Bus wir nehmen. Trotzdem bekommen wir in kurzer Zeit viel zu Sehen!
Unsere Reisegruppe besteht aus 16 Personen zwischen 18 und 39 Jahren. Unter anderem Briten, Norwegerinnen, Holländer, einem Australier und einer Französin. Das Klima in der Gruppe ist durchweg gut und es macht Spaß mit anderen zusammen zu Reisen.

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Unser erster Stopp nach Lima war Paracas. Hier besichtigten wir eine kleine Winzerei die das Nationalgetränk „Pisco“ herstellt, ein Weinbrand mit 42% Alkohol. Nach der Verkostung von 6 verschiedenen Variationen, war das anschließende Sandboarden um so lustiger. Inmitten einer gigantischen Sandwüste befindet sich die Oase Huacachina. Von dort ging es mit Sandbuggies steil die Dühnen bergauf.

Buntes getummel am Strand.

Buntes Getummel am Strand von Paracas.

Hierin werden die Trauben vergoren.

Hierin werden die Trauben für den Pisco vergoren.

Die Gruppe beim Sandboarden!

Die Gruppe beim Sandboarden!

Sand soweit das Auge reicht!

Sand soweit das Auge reicht!

Die Oase mitten in der Wueste.

Die Oase mitten in der Wüste.

Am nächsten Tag beeindruckten uns die Nasca Linien. Mit einer kleinen Cessna konnten wir die unglaublichen, über 2000 Jahre alten Zeichnungen aus der Luft betrachten. Es handelt sich um 70 Steinzeichnungen in der größe zwischen 60 und 400 Metern.  Immer noch ist die genaue Entstehung ungeklärt, jedoch wird eine Mischung aus agrikultureller, astronomischer und religiöser Bedeutung der Linien angenommen.

Der Kondor, das Wahrzeichen von Peru.

Der Kondor, das Wahrzeichen von Peru.

Zum Vergleich die Groese der Strase!

Der Baum. Zum Vergleich die Größe der Straße!

Ein komfortabler Nachtbus brachte uns in 10 Stunden nach Arequipa. Die weiße Stadt ist das Tor in die Anden. Vor hier aus fuhren wir in den Colca Canyon zum Kondor-Watching. Auf dem Weg gab es große Herden wilder Vicuñas zu sehen, eine der Kamelarten der Anden.

Ein wildes Vicuna...

Ein wildes Vicuña…

Der Kondor ist der größte und schwerste Greifvogel der Welt und kann eine Flügelspannweite von bis zu 3,2 Metern erreichen. Auf 5010 Metern überquerten wir den höchsten Pass im Süden Perus. Der Colca Canyon ist mit über 3000 Metern um einiges Tiefer als der bekannte Grand Canyon in den USA. Es ist aber nur die zweit tiefste Schlucht der Welt. Der Rekordhalter befindet sich in Griechenland.

In den heißen Quellen von Chivay konnten wir uns am Abend im mineralhaltigen, 45° Grad heißen Wasser so richtig einweichen lassen. Danach gab es beim Abendessen traditionelle Tänze der Region.

Der Hauptplatz von Arequipa.

Der Hauptplatz von Arequipa.

Die Kartoffelvielfalt am Markt ist unglaublich!

Die Kartoffelvielfalt am Markt ist unglaublich!

Der Colca Canyon!

Der Colca Canyon!

Einige der Bilder haben wir von unserer französischen Mitreisenden Benedikt bekommen, da unsere Kamara jetzt kaum noch akzeptable Bilder macht.

Morgen Früh werden wir zu unserer 4 tägigen Wanderung auf dem Inka Trail nach Machu Picchu aufbrechen. Darauf freuen wir uns schon sehr, es wird aber sicher eine Herausforderung!

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Die Stadt der Könige

In Peru gibt es viele Nackthunde.

In Peru gibt es viele Nackthunde.

Zwischen Huanchaco und Trujillo am Strand befindet sich „Chan Chan„, die antike Hauptstadt des präkolumbischen Chimú-Reiches. Aus einer Sandwüste ausgegraben, kommen prächitge verzierte Mauern und Reliefs zum Vorschein. Chan Chan gehört zu den 10 interessantesten Sehenswürdigkeiten Perus und ist zudem ein UNESCO-Welterbe. Weiter Bilder sind auf dem Link der UNESCO zu finden.

Restaurierte Ornamente in Chan Chan.

Restaurierte Ornamente in Chan Chan.

Hier kann man gut die Flecken erkennen...

Der Strand von Huanchaco am Abend. Hier kann man gut die Flecken erkennen…

Dieser Pelikan beeindruckte uns sehr.

Der Pelikan beeindruckte uns sehr.

Leider hatte sich mit der Zeit Dreck unter die Linse unserer Kamera geschmuggelt. Daher waren lästige, schwarze Flecken auf jedem Bild zu sehen. In Trujillo kam uns ein Kamera-Geschäft mit Reparaturservice wie gerufen. Die Reinigung war vergleichsweise günstig und beseitigte alle Flecken. Dafür ist jetzt jedes zweite Bild unscharf. 😦

Wer weiß, was uns der liebe Herr so alles ausgetauscht hat? Bei unserem nächsten Stopp in Europa werden wir auf alle Fälle in eine bessere Kamera investieren.

Wieder einmal mit dem Nachtbus fuhren wir diesmal von 23.00 Uhr bis 8.30 Uhr nach Lima. Der erste Eindruck war erschreckend. Die trockene Wüstenstadt hat mit extremer Überbevölkerung zu kämpfen! 8 Millionen Einwohner (1/3 der Peruaner) teilen sich eine schlechte Wasserversorgung und sorgen für multikulturelle Atmosphäre. Der Lärm erinnert an unsere Zeit in Indien. Die Kluft zwischen Arm und Reich zeigt sich auch hier extrem. Hypermoderne Einkaufszentren vor dem Hintergrund der Slums in der Bergkulisse.

Der Ausblick auf die bunten Slums.

Der Ausblick auf die bunten Slums.

Bei genauerem Hinsehen lassen sich jedoch auch schöne Ecken entdecken. Der Stadtteil Barranco überrascht mit kleinen verwinkelten Gassen und Meeresblick. Miraflores ist mordern und schnell. Hier gibt es Shoppingmals, viele Restaurants und Parks. In Downtown haben wir das Franziskanerkloster „Monastario de San Francisco“ besichtigt. Die Katakombenführung ist nichts für schwache Nerven. Es ist jedoch verboten die mit Knochen gefüllten Krypten zu fotografieren.

Der Plaza de Armas de Lima.

Der „Plaza de Armas de Lima“.

Harry hat neue Freunde gefunden.

Harry hat neue Freunde gefunden.

Harry vor seiner leckeren Einschneetorte.

Harry vor seiner leckeren Eischneetorte.

Die ersten zwei Tage in Lima wurden wir von der Peruanerin Louisa und ihrem belgischen Freund Goephery beherbergt. Die Beiden haben sich vor 3 Jahren ebenfalls über Couchsurfing kennen gelernt, als Geophery nach Lima kam. Morgen werden sie heiraten! 🙂 Wir hatten ein eigenes Zimmer, viele nette Gespräche und viel Spaß zusammen.

Mit den lustigen Muetzen fuer die Bachelorparty.

Mit den lustigen Mützen für die Bachelor Party.

Nun sitzen wir in unserem fast schon luxuriösen Hotelzimmer! Heute beginnt unsere Tour. Wir sind die ersten Gäste der Gruppe und alle anderen Namen hören sich englisch an. Mal schauen was uns erwartet?! 🙂 Eine Rentnertour oder doch junge Leute? Wir sind schon gespannt.

Unser Zimmer im Hotel...

Unser Zimmer im Hotel…

... in der Lobby.

… in der Lobby.

Das Beitragsbild zeigt übrigends „Purple Corn“. Diese Maisart wurde von den afrikanischen Sklaven im Zuge der Kolonialisiereung nach Peru gebracht. Aus dem Korn wird das beliebte Getränk „Chicha Morada“ hergestellt. Es ist sehr süß und lila.

7 Stunden Achterbahn zum Strand

Blick über die Stadt in den grünen Bergen.

Ein typischer StraSenzug.

Ein typischer Straßenzug.

Der taffe Kampfhahn mit gerupften Schenkeln!

In Vilcabamba genossen wir Entspannung pur!

Wir nutzen zur Zeit viel Couchsurfing, um Unterkünfte zu finden, so auch in Vilcabamba.
Es ist eine tolle Möglichkeit um Geld zu sparen und gleichzeitig ein Einblick in das Leben der Einheimischen zu bekommen.

Das Dorfcafe mit den immer gleichen Gaesten :-)

Das Dorfcafé mit den immer gleichen Gästen 🙂

Bei Robert und Estella konnten wir 3 Nächte gratis in einem super schönen Hostel wohnen. Robert ist ein sehr belesener, intelligenter Mann und hat so einige Geschichten aus seinem Leben zu erzählen. Seit 1975 gehört er dem Buddhismus an. Er hat Psychologie und Weltreligionen studiert, aber danach lieber erfolgreich als Koch gearbeitet und ist anschließend 8 Jahre um die Welt gereist.

Das Hostel mit kleinem Garten. Eine Oase zur Erholung.

Nach einem morgendlichen Spaziergang, gingen wir mittags mit Peter und Robert zur Meditation. Am Nachmittag stand um 4 Uhr Yoga auf unserem Programm…

Da wir nun doch schon ein bisschen länger unterwegs sind, vergisst man ab und an Fotos zu machen. Für diesen Beitrag ist leider kaum etwas Interessantes dabei.

Ein landwirtschaftliche Kalender mit Nutztieren in Ecuador 🙂

Von Loja ging es mit dem Nachtbus 7 Stunden nach Piura. Auf Google Maps kann man sich bei genauerer Betrachtung des Staßenverlaufes vorstellen, welche Horror-Fahrt das war. Meike musste sich 7 Mal übergeben, wir dachten von der kurvenreichen Stecke. Als aber noch starke Kopfschmerzen, Fieber usw. 🙂 dazu kamen, war schnell klar, dass mehr dahinter steckte.

In Piura angekommen, wurden wir von Oscar unserem nächsten Gastgeber, am Busbahnhof abgeholt. Nach 36 Stunden war das Gröbste vorbei und Meike ist wieder wohlauf. Klar ist es nicht angenehm krank zu sein, aber das Gleiche kann einem Zuhause auch passieren und Oscar hat uns einen schönen Platz zum Auskurieren gegeben.
Er hat uns außderdem in das beste Ceviche-Restaurant des Landes geführt. Ein Gericht das überall in Lateinamerika bekannt ist.

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Das Ceviche ist schon leer!

Nach einem Tag Ruhe und weiteren 7 Stunden Busfahrt sind wir heute in Huanchaco angekommen. Gott sei Dank ist dieser Abschnitt der Panamericana aber schnurstracks.

Nun werden wir wieder 2 Tage am Strand verbringen, aber ihr dürft uns glauben; eine Portion Schnee wäre uns fast lieber. Das Meer ist hier nicht gerade warm, eine Prise Fisch liegt in der Luft und der Strand ist von Einheimischen belagert.   🙂

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Getümmel am Steg…

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Caballitos de totora in Huanchaco Beach; typische Fischerboote!

... in aktion!

Caballitos de totora in Aktion!

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Am späten Nachmittag ist der Strand leerer.

Genießt den europäischen Winter! Wir wünschen euch eine schöne Zeit. Bis zum nächsten Eintrag…
Liebe Grüße! Harry und Meike

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Viel Familie, Berge und Spanischunterricht

Houlgers Familie am Silversterabend mit Familie Simpson rechts in Bild.

Houlgers Familie am Silversterabend mit Familie Simpson rechts in Bild. Hier verkleiden sich alle an Silverster!

Riobamba war sehr nett, aber nicht schön. Cuenca hingegen ist eine Perle! Das UNESCO Weltkulturerbe bezaubert mit grünen Parks, vielen historische Bauten und einer Promenade am Flussufer. Das Flair erinnert an Heidelberg oder Wien! Eine Stadt die zum Verweilen einlädt.

Ein typischer Starßenzug...

Ein typischer Straßenzug…

... mit bunten Häusern...

… mit vielen bunten Häusern.

In jeden Haus ist ein Geachäft.

In jedem Haus ist ein Geschäft.

Gaby hat uns vom ersten Moment an herzlich empfangen. Den Kontakt zu ihr hatten wir durch Davids Vater Mark, unseren Gastgeber in Quito. Nach ein paar E-Mails auf Spanisch, hieß es wir seien jederzeit willkommen!
Gaby studiert Medizin, hat einen Bruder „Tito Jr.“ und eine Schwester „Elisabeth“ die ebenfalls in Cuenca studieren – BWL und Jura. Zusammen mit den Eltern, beide Lehrer, leben alle nicht weit von der Altstadt entfernt. Wir haben unser eigenes Apartment und werden wie Familie behandelt. Zum Abschied haben wir heute Abend eine Wärmflasche geschenkt bekommen! Sooo lieb…

Unser Spanisch reicht zum Smaltalk und für den Alltag, ist aber bei weitem nicht gut! In der Sprachschule „Simon Bolivar“ im Zentrum haben wir günstige Sprachkurse entdeckt. Der 5 Tages-Intensivkurs war sicher keine schlechte Investition und bringt uns vielleicht ein Bisschen weiter. Mit unserer Lehrerin Cathalina übten wir nun jeden Tag 3 Stunden. Vorallem die Zukunft und Vergangenheit der Verben, da tun wir uns nämlich noch schwer. Jetzt heißt es dranbleiben und weiterlernen.

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Schmeckt gar nicht schlecht!

Am Donnerstag wurden wir von den Geschwistern zu einem Ausflug nach „Gualaceo“ eingeladen. In der Markthalle gab es „Tortillas de Choclo“ und dazu „Morocho„. Am Freitag und am Sonntag haben wir mit Gabys Familie einen Ausflug zu den Großeltern in die Berge nach „Sigsig“ unternommen. Hier trifft sich am Wochenende die Großfamilie mit 72 Personen. Mit dem familieneigenen Riesenbus war es eine lustige Tour. Extra für uns gab es Meerschweinchen zum Abendessen! Eine Ehre, denn normalerweise werden die Tierchen nur für besondere Anlässe geschlachtet. Übernachtet wurde im Wochenendhaus in St. Bartolomé.

Titos Eltern vor ihrem Geschäft.

Titos Eltern vor ihrem Geschäft.

Elisabeth in der traditiinellen Tracht der Cuencanerin.

Elisabeth in der traditionellen Tracht der Cuencanerin. Links Ruth, Eine Tante und Gaby.

Die Familie besitz viele Obstbäume. Hm... Köstlich!

Die Familie besitz 3 Grundstücke mit vielen Obstbäumen.  Hm… Köstlich!

Die eigene Bus mit 30 Plätzen!

Der eigene Bus mit 30 Plätzen!

Schon mit dem Hinflug haben wir von Wien aus, vor der Abreise, ein  20-tägige Tour von Peru nach Bolivien gebucht, um die ganzen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, bei denen man die anderen Touristen sowieso nicht umgehen kann. Außerdem ist es ganz angenehm sich mal um Nichts kümmern zu müssen – Nichts planen und organisieren. Ein Urlaub im Urlaub!
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Darum machen wir uns langsam auf den Weg in Richtung Süden, um am 18. Januar unseren Tourstart in Lima nicht zu verpassen. Morgen ist also früh aufstehen angesagt, weiter gehts nach Vilcabamba.

Bis bald und liebe Grüße!

Frohes Neues Jahr!

Da es uns bei Houlger und in Riobamba sehr gut gefällt, sind wir nun schon 2 Tage länger hier als ursprünglich geplant. Die Stadt ist klein und gemütlich, man kann sich hier gut erholen. In der Restaurantküche dürfen wir tagsüber selbst kochen.

Meike beim Lebensmitteleinkauf /-einkampf! :-)

Meike beim Lebensmitteleinkauf /-einkampf! 🙂

Alles da was man braucht!

Alles da was man braucht!

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Jeder hat das Bild mit dem Baum gemacht. 🙂

Am Sonntag haben wir einen Ausflug nach Guano unternommen, ein typisches Ausflugsziel für Einheimische. Hier gab es mal wieder eine Parade, der Grund war „das Fest des Kindes“.

Tolle Fellhosen!

Tolle Fellhosen!

Da wir unsere Reisekosten im Dezember auf unglaubliche 5 EUR pro Person und Tag senken konnten, haben wir uns am Abend einen Kinobesuch gegoennt. Der Hobbit auf spanisch in 3D – eine Herausforderung. 🙂

Der Gollum mit 3D Brille...

Der Gollum mit 3D Brille…

Nachdem Harry ja seit Kolumbien keine Brille mehr hat, waren wir zuvor beim Optiker. Somit konnte er den Film mit neuen Kontaktlinsen wenigstens scharf sehen.

Heute Abend wir in Houlgers Bar wieder eine Party steigen und auch sonst scheint auf den Straßen sehr viel los zu sein.
Überall sieht man kleine und große Pappmache-Figuren, die heute Abend angezündet werden…
Wir freuen uns schon auf das Fest, es sind noch 2 andere Chouchsurfer aus Argentinien da und sonst werden noch viele Gäste erwartet.

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Morgen oder Übermorgen wollen wir dann weiter nach Cuenca fahren, eine Stadt die für ihre koloniale Pracht bekannt ist.

Wir wünschen allen einen guten Rutsch und ein Frohes Neues Jahr, aufdass alle eure Vorsätze wahr werden!

Ganz liebe Grüße Harry und Meike

Hier sagen sich Hase und Meerschweinchen gute Nacht!

Hier sagen sich Hase und Meerschweinchen gute Nacht!

Zurück in der Zivilisation

Der taegliche Auftrieb.

Der tägliche Auftrieb.

Die Tiere immer im Auge.

Die Tiere immer im Auge.

Unsere Tage in den Bergen in Yurachucsha waren schön, aber auch schwierig. Die Dorfgemeinschaft besteht aus 35 Familien, wobei jede Familie ca. 5 Lamas und 4 Kinder hat. 🙂 Die 10 Alpakas gehören der Gemeinschaft. Ebenso sieht man Schweine, Esel, Pferde, Hühner und jede Menge Hunde. Die Hunde sind hier nicht ohne, Harry wurde am Abend in die Kniekehle gebissen!

P1070695Die Arbeit mit den Alpakas war wunderbar. Zu Beginn mit Begleitung und später alleine, durften wir den ganzen Tag die wertvollen Tiere hüten. In den Anden gibt es 4 Arten von Kameltieren:
Lamas, Alpakas, Vicuñas and Guanacos. Ein großer Unterschied liegt im Feinheitsgrad der Wolle.

Das neugeborene Laemmchen musste getragen werden.

Das neugeborene Lämmchen musste getragen werden.

   Morgens um 8.30 Uhr werden die 10 Alpakas, 8 Lamas und ein Dutzend Schafe auf eine Weide in 4250m Höhe getrieben. Da es keine Zäune gibt, muss man die Tiere ständig im Blick haben. Am Nachmittag um 16.00 Uhr geht es dann wieder nach Hause. Tagsüber steigt die Temperatur in der Sonne auf 40 Grad, in der Nacht fällt sie unter den Gefrierpunkt. Obwohl wir eigentlich in der Regenzeit reisen, hat es die letzen 14 Tage nicht einmal geregnet! 

Zeitvertreib beim Hueten.

Zeitvertreib beim Hüten.

Die Lamas werden auch als Lastentraeger und zum Reiten benutzt.

Die Lamas werden auch als Lastenträger und zum Reiten benutzt.

Die Strickereien werden ueber Zwischenhaendler an zahlungskraeftige Touris verkauft.

Die Strickereien werden über Zwischenhändler an zahlungskräftige Touristen verkauft.

Zopfmuster, Karos und Knöpfchen-Muster!

Zopfmuster, Karos und Knöpfchen-Muster! Der Anfang einer Kinderjacke…

Der taegliche Abtrieb.

Der tägliche Abtrieb. Im Hintergrund das Dorf.

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Anstatt wie erhofft in einer Gastfamilie, wurden wir im Kindergarten untergebracht. Das war zwar irgendwie lustig, aber in der Nacht mit 7 Grad sehr kalt, da es keine Möglichkeit zum Heizen gab. Außderdem hatten wir kein fließendes Wasser und keine Kochstelle. Zum Essen haben wir morgens von der Frau des „Präsidenten“ Reis und Bananen bekommen, am Abend eine Suppe. Wir wären gerne länger in dem Dorf geblieben, es war aber extrem schwer Kontakt zu den Menschen aufzubauen. Wir wurden zwar von allen Seiten beäugt, sprechen wollte aber sogut wie niemand mit uns. Weihnachten war daher hier auch keine große Sache.

Vor unserem Zuhause im Kindergarten.

Vor unserem Zuhause im Kindergarten.

(Meike schaut zwar doof), aber so sieht eine typische Kueche aus.

(Meike schaut zwar doof), aber so sieht eine typische Küche aus. Nicht viel Sinn für Deko 🙂

Richtung Süden hat es uns nach Riobamba verschlagen. Es sind zwar nur 73 km auf der Karte, die Fahrt über die Schotterpisten durch die Berge dauerte aber 2,5 Stunden. Houlger, ein Couchsurfer, wird die nächsten 2 Tage unser Gastgeber sein. Er hat ein Restaurant mit Bar und Livemusik. Heute Abend findet ein Benefizkonzert statt.

Vor Houlgers Haus.

Vor Houlgers Haus.

Feliz Navidad

Auf der Suche nach Alpakas sind wir höher in die Berge gefahren. Die letzten drei Tage haben wir in dem kleinen, überschaubaren Bergdorf Salinas mit ca. 1000 Einwohnern verbracht. Eine Salzmine gibt dem Dorf auf 3550 Metern über dem Meer seinen Namen. Das Dorf ist bekannt für guten Käse, Schokolade und Wollprodukte – also genau das Richtige für uns!

Der Blick ueber Salinas...

Der Blick ueber Salinas…

Mit Hut und Poncho!

Mit Hut und Poncho!

Die Sonne faerbt die Berge am Abend rot.

Die Sonne faerbt die Berge am Abend rot.

P1070570Die Tage hier waren herrlich. Morgens Ausschalfen und Frühstücken, dann eine Wanderung in den Bergen, am Mittag ein reichliches „Almuerzo“ für 2,50$ und am Abend entspannt Tee trinken vor dem Kamin. Außerdem haben wir die Käserei, die Wollfabrik und die Schokoladenfabrik besichtigt.

Unser gemuetliches Apartment mit Kamin.

Unser gemuetliches Apartment mit Kamin.

Eine Kardiermaschine von 1915 aus Nordamerika.

Eine Kardiermaschine von 1915 aus Nordamerika.

Hier werden Tilsiter, Gouda und andere Kaese hergestellt.

Hier werden Tilsiter, Gouda und andere Kaese hergestellt.

Wir mit Padre Antonio vor der Kirche.

Wir mit Padre Antonio vor der Kirche.

Hier in Salinas haben wir auch Padre Antonia, den Pfarrer, kennengelernt. Er hat lange Zeit mit dem Deutsche Entwicklungsdienstes (DED) gearbeitet und hat gerade Freiwillige von „Jugend eine Welt“ zu Gast. Er spricht sogar „ein büsschen Deutsch“. 🙂

Padre Antonio hat uns eine Bauernfamilie in den Bergen gefunden, bei der wir nun 1 oder 2 Wochen mit Alpakas arbeiten werden. In 5 Minuten fährt unser Auto in die Berge auf über 4000 Meter und wir wissen nicht, ob wir dort oben auch Internt haben werden.

Darum wünschen wir schon heute unserer Familie, all unseren Freunden, Verwandten, Bekannten, Arbeitskollegen und allen Anderen

Frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage!

Alles Liebe Harry und Meike

Gute Neuigkeiten!

Das Geld wurde heute unserer Kreditkarten-Rechnung wieder gutgeschrieben, dass heißt es wurde nicht einmal abgebucht. Super, dass alles so schnell geklärt werden konnte. Danke, noch mal an unsere Bank! Anscheinend war es wirklich ein Betrug…

Am Montag haben wir einen „Galgen“ gebaut. Am Dienstag dann mit Shawn ein großes 250 kg Schwein geschlachtet! Das Schwein wurde vom Nachbarn mit einem langen Messer direkt ins Herz gestochen! Es ging sehr schnell, nach 2 Minuten war alles vorbei. Die Haare werden hier üblicherweise abgeflammt, das stinkt ein bisschen.
Nach dem Ausnehmen und Zerlegen, haben wir gestern vier verschiedenen Sorten Wurst gemacht. Daher gab es am Abend eine richtige deutsche Bratwurst, die hat geschmeckt wie daheim! 🙂

Der "Galgen" ist vier Meter hoch!

Der vier Meter hohe „Galgen“!

Die Jungs beim hochziehen....

Die Jungs beim hochziehen….

... Maria die Nachbarin beim Abflammen, mit Kind auf dem Rücken.

… Maria die Nachbarin beim Abflammen, mit Kind auf dem Rücken.

Ohne Worte!

Ohne Worte!

Heute sind wir dann um 3.30 Uhr aufgestanden, um den ersten Bus nach Ibarra zu erwischen. Dazu mussten wir in der Früh erst einmal eine Stunde Fußmarsch mit unserem gesamten Gepäck zurücklegen. Nach einem langen Reisetag und insgesamt 9 Stunden Busfahrt sind wir nun in Guaranda in den Anden. Auf der Fahrt über einen 4150 Meter hohen Pass, gab es die ersten wilden Lamas zusehen. Da wir zurzeit „Farmlos“ sind, werden wir in den nächsten Tagen die Gegend hier ein bisschen erkunden. Mal schauen, wo es uns als nächstes hintreibt…

Bis bald und Liebe Grüße!

Buntes Ecuador!

Die letzte Woche hat leider nicht so gut angefangen. Wir haben festgestellt, dass unsere Kreditkarte mit über 2100,- Euro belastet wurde, die wir nicht verursacht haben. Da die Karte nicht geklaut wurde, gehen wir davon aus, dass jemand die Nummer kopiert hat und es ein Betrug ist. Panik pur hat sich bei uns breit gemacht. Wir haben dann bei der Bankhotline angerufen und die Karte sperren lassen. Da es Samstags passiert ist mussten wir bis Montag warten, um eine Nachricht von unserer Bankbetreuerin zu bekommen. Nachdem wir ein Formular ausdrucken, einscannen und per Post senden mussten, warten wir nun, bis MasterCard uns das Geld zurück überweist. Unsere Bankbetreuerin ist aber sehr kompetent und wir hoffen, dass sich alles noch in diesem Jahr klären lässt!
Die gemütliche Küche im Haus.

Die gemütliche Küche im Haus mit Weihnachtsdeko.

Shawn, Gus und Lindsey

Shawn, Gus und Lindsay. Der kleine ist nun 1 Monat alt.

Bevor das alles passiert ist, waren wir letztes Wochenende in der Hauptstadt, denn dort war ein großes Fest “ Fiestas de Quito“. Wir wollten eigentlich nach Quito fahren, um einen Stierkampf anzusehen. Durch Zufall haben wir am Bahnhof Ivan kennen gelernt, der dort indirekt arbeitet und uns zwei Tickets geschenkt hat! Zusammen mit seiner Mutter durften wir uns das Spektakel kostenlos anschauen. Wir waren überwältigt, obwohl wir den Stierkampf generell im Nachhinein nicht gutheißen können. Seit 2 Jahren ist es verboten die Stiere in der Arena zu töten, aber das wird dann eh hinter den Kulissen erledigt. Naja, viel Blut fließt trotzdem…
Die Arena, im Hintergrund die Berge und die Basilika.

Die Arena, im Hintergrund die Berge und die Basilika.

Das Blut fließt dem Stier den Rücken runter...

Das Blut fließt dem Stier den Rücken runter…

... es ist wirklich nicht ungefährlich!

… es ist wirklich nicht ungefährlich!

Ivan und seine Mutter, rechts ein Freund.

Ivan, seine Mutter und ein Freund.

Über die Volunteer-Homepage „HelpX“ haben wir David kennen gelernt, der in der Nähe von Quito ein Lehmhaus baut. Leider haben wir es zeitlich nicht geschafft uns sein Projekt anzuschauen, jedoch haben wir uns am Abend mit ihm und seiner Freundin zum Feiern getroffen. Er hat uns eingeladen bei seinem Vater im Zentrum zu übernachten. Am nächsten Morgen nach einem großen Frühstück und einem kleinen Einkaufsbummel ging es dann mit dem Bus zurück auf unsere Farm.
Toni ist größer als das kleine Kälbchen!

Toni ist größer als das kleine Kälbchen! 

Die Arbeitswoche war ruhig und angenehm. Wir haben wieder ein neues Gehege für die Schweine gebaut, denn bald werden neue Ferkel geboren. Shawn hat eine neue Kettensege gekauft, somit haben wir ein wenig Holz gemacht. Harry hat auch ein bisschen Probieren dürfen und gelernt wie man mit der Kettensege umgeht. Ein kleines Kälbchen war krank, darum hat es besonders viel Aufmerksamkeit gebraucht. Es musste von uns gefüttert werden, denn es war zu schwach zum Trinken. Der Tierarzt meinte, es hatte wohl eine Vergiftung. Er war nämlich hier, weil wir am Mittwoch 2 kleine Schweine kastriert haben. Schnip-Schnap Eier ab! hihi Das wird hier ohne Narkose gemacht. Jeder der es noch nicht mit eigenen Ohren gehört hat, kann sich unmöglich vorstellen, wie laut ein Schwein schreien kann!

Drei Männer und ein kleines Schwein!

Drei Männer und ein kleines Schwein!

Man glaubt es kaum, aber das sind die Räuchertonnen.

Man glaubt es kaum, aber das sind die Räuchertonnen.

Außerdem hat Shawn Schinken geräuchert. Es gibt nicht viel zu erklären. Er macht das Feuer und hängt den Schinken in die Räuchertonne. Bei niedriger Temperatur wird ganz langsam geräuchert. Er meint man muss halt ein Gefühlt dafür bekommen.
Am Abend wird immer gut gekocht, einmal haben wir Selchködel gemacht. Der kulinarische Höhepunkt war aber ein Glühwein am Lagerfeuer!

Weil wir Freitag bis Sonntag (3 Tage!) frei haben, sind wir gestern nach Ibarra gefarhen um uns mal über die Busverbindungen zu informieren. Anschließend haben wir einen kleinen Stadtbummel gemacht. Ibarra ist für leckeres Eis bekannt, das mussten wir doch gleich mal überprüfen. Harrys Eis ist trotzdem besser.
Das Eis wird auf Stroh und Eis gerührt.

Das Eis wird auf Stroh und Eis gerührt.

Viele Frauen hier tragen die Tracht der Einheimischen.

Viele Frauen hier tragen die traditionelle Tracht.

Diese Schwein wollte fliehen!

Heute sind wir nach Otavalo gefahren. Die Stadt ist berühmt für ihren Markt. Etwas weniger bekannt bei Touristen ist der Viehmarkt. Wir sind extra früh aufgestanden, um nichts zu verpassen. Jede Art von Nutztier wird hier gehandelt. Auch Lamas, Meerschweinchen, Wachteln und Hunde…

Danach ging es dann ins Zentrum zum eigentlichen Markt. Hier gibt es Ponchos, Taschen, Schals, Mützen und vieles mehr!
Es ist schwer zu widerstehen, aber wir haben ja nur den Rucksack und müssen alles tragen. Trotzdem haben wir natürlich das ein oder andere kaufen müssen.
"Hoffentlich spuckt es mich nicht an!"

„Hoffentlich spuckt es mich nicht an!“

Die Tiere werden an  Leine oder in Säcken und Käfigen transportiert.

Die Tiere werden an Leinen,  in Säcken oder Käfigen transportiert.

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Ein echter Federmann!

Morgen wollen wir wieder Wandern gehen und am Abend ist in Cotacachi ein gratis Theater.

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Wer ist denn das?

Drückt uns die Daumen wegen der Bank! Bis bald & liebe Grüße!

Mal wieder Schwein gehabt!

Ankunft auf dem Marktplatz von Cotacachi.

Ankunft auf dem Marktplatz in Cotacachi.

Nach drei Tagen Großstadt sind wir letzten Donnerstag aufs Land zu unserer nächste Farm gefahren. Wir befinden uns nun 100km nördlich von Quito, in einem von Vulkanen umgebenen Tal auf ca. 2450m Höhe in Cotacachi. Hier genießen wir frühlingshafte Temperaturen. Morgens und abends braucht man einen Pullover, aber am Tag knallt die Sonne vom Himmel. Die Umgebung und Alles außenherum erinnern uns an Österreich. Die Berge (Vulkane) sind saftig Grün und die Gipfel felsig. Das freut uns natürlich zur Adventszeit, da fühlen wir uns ein bisschen wie zu Hause. Letzte Woche war Thanksgiving und wir wurden auf der Farm mit einem köstlichen Truthahn empfangen!

Im Vordergrund das Schweinegehege, im Hintergrund das Gewächshaus und das Wohnhaus.

Im Vordergrund die Schweine, im Hintergrund das Gewächshaus und das Wohnhaus.

Der Ausblick auf die Berge von der Farm aus.

Der Ausblick auf die Berge von der Farm aus.

Lindsay und Shawn haben am 6. November ein Baby bekommen. Daher ist Lindsay die meiste Zeit mit dem kleinen „Gus“ (Eli Gustavo) beschäftigt. Auch zur Familie gehören 6 Hunde, von welchen wir die beiden Mastiffs „Toni“ und „Manny“ am meisten ins Herz geschlossen haben. Die drei Katzen bringen gerne Vögel, Salamander und anderes Getier ins Haus, leider selten auch ins Bett! Die Bienen in den 6 Bienenstöcken produzieren fleißig Honig, gerade blüht der Eukalyptus. Außderdem gibt es auf der Farm 2 Kühe, 3 Kälber und 2 Stiere.
Es wird geteilt. Die Kuh hat genug Milch für uns alle.

Es wird geteilt. Die Kuh hat genug Milch für uns alle.

Die Hunde sind immer mit dabei und wollen Aufmerksamkeit.

Die Hunde sind immer mit dabei und wollen Spielen.

Toni wiegt 65 Kilo!

Toni wiegt 65 Kilo!

Das Haupteinkommen besteht aus der Vermarktung von Schweinefleisch. Zur Zeit gibt es auf der Farm 4 große Muttersauen und 5 kleinere Ferkel. Ca. alle 2 bis 3 Wochen wird geschlachtet und Shawn macht Schinken, Würste und räuchert. Alles wird direkt verkauft, der Kundenstamm umfasst ca. 180 Haushalte, die per E-Mail informiert werden. Außerdem gibt es einen Gemüsegarten zur Selbstversorgung, aber es werden auch Saucen und andere Produkte Hergestellt und verkauft. Eine von Shawns Delikatessen ist die „Chipolte“-Sauce, die er aus geräucherten Tomaten, Tomatillo, Knoblauch… herstellt.
Harry beim Schweine duschen.

Harry beim Schweine duschen.

Die kleinen Schweine sind so neugierig und wollen alles anknabbern!

Die kleinen Schweine sind so neugierig und wollen alles anknabbern!

Diese Seifenkiste ist uns entgegen gedüst...

Diese Seifenkiste ist uns entgegen gedüst…

Die Arbeit hier ist abwechslungsreich und interessant. Wir haben die großen Schweine umgezäunt und auch den kleinen Schweinen ein neues Gehege gebaut. Das erste Mal für die Kleinen mit Elektrozaun, manchmal hört man es noch quieken. Letzte Woche sind wir zu einer Baumschule gefahren und haben über 250 kleine Bäume gekauft. Die wollen nun alle gepflanzt und gedüngt werden.

Letzten Sonntag haben wir einen Ausflug zu einem Vulkansee unternommen, die Rundwanderung hat ca. 5 Stunden gedauert. Trampen ist hier in Ecuador kein Problem. Es dauert nie lange, bis wir mitgenommen werden.
Shawn und Lindsay lieben Eis und haben auch ein kleine Eismaschine. Harry hat in der ersten Woche schon drei mal Eis gemacht – Schokolade, Banane und Mango. 🙂
Der Blick über den Vulkansee...

Der Blick über den Vulkansee… wir sind einmal ganz außenherum gewandert!

Wir arbeiten ca. 25 Stunden die Woche und fangen morgens um 8.30 Uhr an. Wir fühlen uns hier pudelwohl, die Leute sind sehr nett und die Arbeit macht Spaß. Wir werden insgesamt 3 Wochen bleiben.
Bis bald! Wir wünschen euch eine ruhige und besinnliche Adventszeit.
Hundefutter!

Hundefutter!

Auf der anderen Seite!

0°13’45.68“ Süd – 78°31’05.53“ West, das sind unsere Koordinaten in Quito. Zum ersten Mal in unserem Leben haben wir den Äquator überquert. Quito ist eine riesige und tolle Stadt. Wir sind begeistert!
Man muss aber auch zugeben, dass wir viel Glück mit dem Wetter hatten. In den letzten zwei Tage hat es nicht geregnet und heute gab es Sonnenschein pur – was um diese Zeit hier nicht üblich ist.

Der Blick über die Stadt vom Berg "El Panecillo " aus.

Der Blick über die Stadt von „El Panecillo “ aus.

In Costa Rica hat Harry seine 15 Jahre alte Kappe verloren, in Panama ist das Handy verschwunden und in Kolumbien hat Harry seine Brille verloren. Aber im Gegensatz zu allem was man so lesen kann, haben wir es geschafft in Ecuador noch nicht beklaut zu werden. 🙂

Das Hostel in dem wir wohnen hat erst seit zwei Wochen geöffnet und daher ist alles ganz sauber und neu und die Leute geben sich wahnsinning viel Mühe!

Der Aufenthaltsraum mit Küche und Computerecke.

Der Aufenthaltsraum mit Küche und Computerecke.

P1060892Endlich mal wieder eine Stadt in der wir günstigst essen können. Für 1,50 € haben wir uns heute Mittag den Bauch vollgeschalgen. Eine Suppe mit Knödel und Fleisch, eine Hauptspeise mit Reis, Huhn, Krautsalat und Trinken! Ein riesiger Schoko-Donut kostet 40 Cent und auf der Starße gibt es leckere Wachteleier für 10 Cent das Stück…

Die Kaffeekultur ist hier ganz anders. Wir waren verwundert was wir als Milchkaffee bekommen haben. Eine große Tasse warme Milch in die dann eine schwarze Kaffeeflüssigkeit eingerührt wird. Aber auch sehr lecker.

Hier haben wir richtig gut gegessen...

Hier haben wir richtig gut gegessen…

Sowas würde es in Wien nicht geben!

Sowas würde es in Wien nicht geben!

P1060887Zum ersten mal haben wir Geld in einen Hop-On Hop-Off Bus investiert. Es hat sich gelohnt. Den ganzen Tag sind wir so durch die Stadt gedüst und immer wieder ein- und ausgestiegen.

Die Stadt Quito gehört zu den Weltkulturerben. Es wimmelt nur so von Sachen die erkundet werden wollen. Gratis Fahrräder, viele Museen, Plätze, Parks, usw.
Gestern waren wir auf dem größten Friedhof der Stadt und im Botanischen Garten.
Heute Abend haben wir im National-Theater ein „Fotokonzert“  mit Musikbegleitung gesehen – Gratis!

Hop-Off the Bus :-)

Hop-Off the Bus 🙂

Blick auf den Berg "Panecillo".

Blick auf die Altsatdt im Hintergrund der Aussichtsberg „El Panecillo“.

Ausblick in den Westen...

Ausblick von „El Panecillo“ in den Westen. Bunte Häuser und Weiden.

Ein "Urnenparkhaus" mit 3 Stockwerken. Gibts sowas bei uns auch?

Ein „Urnenparkhaus“ am Friedhof mit 3 Stockwerken. Gibts sowas bei uns auch?