Das Leben am Land

Wir haben in den letzten Tagen viel erlebt und viele Eindrücke gewonnen. Vom Norden des Landes sind wir über ein paar Zwischenstopps nun in den Süden gereist.

 

Über Couchsurfen haben wir Oum einen „Local“ kennengelernt. Er ist in Siem Reap geboren und arbeitet als Tourguide in Ankor. Wir haben ihm geschrieben, dass wir gerne auf Farmen arbeiten und bei der Reisernte helfen möchten. Seine Schwiegereltern wohnen in einem kleinen Dorf 40 km westlich von Siem Reap. In dem Dorf wohnen ca. 120 Familien die vom Reisanbau leben. Er hat uns eingeladen mit ihm aufs Land zu fahren und ein paar Tage dort zu verbringen. Wir waren am Anfang sehr skeptisch und um ehrlich zu sein auch ein bisschen misstrauisch. Wir wollten aber gerne bei der Reisernte helfen und haben uns auf das Abenteuer eingelassen.

Rechts das Haus zum schlafen, links die Küchenhütte.

Rechts das Haus zum Schlafen, links die Küchenhütte.

Alle schlafen in einem Zimmer auf Bastmatten am Boden.

Wir schlafen alle in einem Zimmer auf Bastmatten am Boden.

Es wird mit Holz gekocht, die Küche ist sehr spartanisch eingerichtet.

Es wird mit Holz gekocht, die „Küche“ ist sehr spartanisch eingerichtet.

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Vom Lebensstandard der Menschen war das sicher eines der ärmsten Dörfer die wir je gesehen haben. Die Menschen wohnen in einfachen Hütten aus Holz mit Wellblechdach, schlafen auf dem Boden, essen Reis und Fisch und arbeiten hart. Der Fisch wird in den umliegenden Flüssen gefangen. Oft wird er getrocknet, damit er länger haltbar ist. Wir durften immer zuerst essen, danach die Eltern und anschließend die Kinder, dann die Hunde.

Oum’s Schwiegereltern besitzen 5 Kühe, 2 Schweine, ein paar Hühner und Enten und zwei Hunde. Die Kühe sind ausschließlich zum Arbeiten. Sie werden zum Pflügen eingesetzt und ziehen die Karren. Milch oder Fleisch liefern sie keine.

Der Fisch wird gesalzen und in der Sonne getrocknet.

Der Fisch wird gesalzen und in der Sonne getrocknet.

Ein Feierabendbier mit Ums Schwiegereltern.

Ein Feierabendbier mit Oum’s Schwiegereltern.

Zum Bier gibt es Tamarinde und Chillisalz.

Zum Bier gibt es Tamarinde und Chillisalz.

Oum’s Familie, die Kinder, einfach alle Menschen im Dorf haben sich gewundert, warum wir bei der Reisernte helfen wollen und was wir überhaupt in ihrem Dorf suchen!? Die Kinder haben gelacht und sich vor uns versteckt und auch viele der Erwachsenen haben noch nie einen „Europäer“ so nahe gesehen. Wir wurden von allen Seiten interessiert begutachtet, wie ein Tier im Zoo. Sie haben uns gefragt, was wir für eine Creme benutzen. Denn sie konnten nicht glauben, dass unsere Haut so hell ist. Es hat einige Überzeugungsarbeit gekostet und viele „Bitte, Bitte“, um Oum’s Schwiegereltern davon zu überzeugen uns wirklich mit aufs Feld zu nehmen. Sie waren der Meinung die harte Arbeit und die Sonne sei nichts für uns. Wir sollen doch einfach nur Urlaub machen und wir seinen als Gäste willkommen auch ohne zu Arbeiten. Schließlich konnten wir sie aber doch überreden uns mitzunehmen.

Der Tag beginnt um 5.30 Uhr, wenn die Sonne anfängt aufzugehen. Der Weg zur Arbeit ist ein ca. 3 km langer, strammer Fußmarsch durch die Felder. Viele der Frauen und Männer arbeiten Barfuß. Zum Schutz vor der Sonne brauchen wir alle einen Hut und lange Ärmel. Manche der Reisfelder sind schon trocken, andere sind noch geflutet. Es ist nicht leicht durch den Schlamm zu laufen.

Auf dem Weg zur Arbeit...

Auf dem Weg zur Arbeit…

... geht es durch Knietiefen Schlamm.

… geht es durch knietiefen Schlamm.

Jede Ähre zäht!

Jede Ähre zäht!

Mit einer Sichel wird jeder Halm abgeschnitten und zu dicken Bündeln gesammelt. Geschickt werden die Bündel mit anderen Halmen zusammengedreht. Die Arbeit ist wirklich anstrengend und wir stehen unter ständiger Beobachtung. Wir verstehen zwar kein Wort und Oum ist nicht mit zum Übersetzen, aber wir sind uns sicher, dass der ein oder anderen Witz über uns gemacht wird. Die Stimmung ist gut, die Männer singen und die Frauen quatschen und lachen. Bei der Pause sitzen alle zusammen im Schatten, es gibt Reis, Gemüse und Fleisch. Natürlich auch Bier und Reisschnaps.

Mit der Sichel werden die Halme abgeschnitten.

Mit der Sichel werden die Halme abgeschnitten.

Überall sieht man die Menschen bei der Ernte.

Die Halme werden zu Bündeln gedreht.

Am Feldrand angekommen, sieht man eine andere Gruppe arbeiten.

Am Feldrand angekommen, sieht man eine andere Gruppe arbeiten.

Die Bündel werden gesammelt ...

Die Bündel werden gesammelt …

Wir machen pause im Schatten.

Wir machen Pause im Schatten.

Im Reisfeld geht es nur Barfuß.

Im Reisfeld geht es nur Barfuß. Unsere Füße sind heute noch schmutzig.

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Die Bauern bewirtschaften ihre Felder in einer Art Genossenschaft. Familien mit der gleichen Hektar Anzahl schließen sich zusammen und helfen sich gegenseitig bei der Ernte. Alleine wäre das nicht zu schaffen. Mit den Ochenskarren wird die Ernte nach Hause gebracht. „Früher“, bis vor 2 oder 3 Jahren, wurden die Reiskörner mit Hilfe der Ochsen gedroschen. Heute wird bequem auf die Dreschmaschine gewartet, die von Hof zu Hof kommt, um die Reiskörner vom Stroh zu trennen.

Mit den Ochsenkarren wird die Ernte eingefahren.

Mit den Ochsenkarren wird die Ernte eingefahren.

Nach dem Dreschen wird nach nachsortiert.

Nach dem Dreschen wird noch nachsortiert.

Die Vorstellung, dass auch bei uns in Europa bis vor 2 Generationen noch so Landwirtschaft betrieben wurde und dass heute GPS gesteuerte Traktoren alleine über die Felder donnern, versetzt uns ins Staunen. Es wird uns klar, was Industrialisierung bedeutet. Unsere Großelterngeneration hat noch genau so wie die Menschen hier am Feld gearbeitet. Mit Sichel und Dreschflegel. Der Weg in Kambodscha vom Entwicklungsland zur Industrienation ist noch weit, aber wer weiß schon wie schnell es sich vielleicht ändern wird?

Die Kinder lachen und spielen den ganzen Tag.

Die Kinder im Dorf lachen und spielen den ganzen Tag.

Es braucht nicht viel zum Spielen.

Es braucht nicht viel zum Spielen.

Neffen und Nichten von Um vor unserer Hütte.

Neffen und Nichten von Oum vor unserer Hütte.

DSC_3060Zum Schluss unseres Aufenthalts wollten wir noch die Schule besuchen. Die Kinder gehen eher sporadisch in die Schule. Sie Spielen lieber und verstehen nicht, warum es wichtig ist Lesen und Schreiben zu lernen.

Die Klasse ist voll, aber es herrscht Disziplin. Es werden gerade die Zahlen geübt. Neun ist an der Reihe; es sieht verdammt kompliziert aus. Die Buchstaben haben keinerlei Ähnlichkeit mit unseren. Wir können nichts lesen oder verstehen. Die Lehrerin gibt ihr Bestes und macht einen bemühten Eindruck. Zum Abschied bekommen wir noch ein Lied vorgesungen, über einen kleinen Schmetterling der am Himmel fliegt.

Auch die Kinder in der Schule haben sich über unseren Besuch gefreut.

Auch die Kinder in der Schule haben sich über unseren Besuch gefreut.

Die Zahl 9 in Kambodschanisch ?!

Die Zahl 9 in Kambodschanisch ?!

Wir verabschieden uns vom Landleben und fahren wieder in die Stadt.

Wir verabschieden uns vom Landleben und fahren wieder in die Stadt.

IMG_0698Mit unseren vielen Eindrücken fahren wir weiter zu unserem nächsten Ziel; über einen Aufenthalt in Battambang in die Hauptstadt nach Phnom Penh. Wir wollten uns ein wenig mit der Geschichte des Landes und der Kulur auseinander setzten. Außerdem gibt es jede Menge schöne Gebäude und Tempel die besichtigt werden wollen.

kng_Fields_filmDie Diktatur der Roten Khmer in Kambodscha endete erst 1979. Es wurden über 1/3 der Bevölkerung getötet. Es wird gesagt, dass die Grausamkeit und die Brutalität des Regimes durchaus mit den Taten der Nazis vergleichbar sind. Im Tuolsleng Museum in Phnom Penh, werden Bilder der Opfer und Täter ausgestellt. Der Film „Killing Fields“ von 1984 mit John Malkovich wird noch immer in allen Kinos in der Stadt gespielt und lockt hauptsächlich die Touristen an. Der Film gibt einen kleinen Eindruck in die Zeit der kommunistischen Khmer Rouge Regierung.

Nachdem wir in Battambang in einem schönen Hostel gewohnt haben, hatten wir in Phnom Penh wieder Glück mit unserem nächsten Couchsurfer. Wir hatten ein Zimmer mit großem Bett, einem großen Fernseher und ein eigenes Bad. Der Kühlschrank ist voll mit Bier; ja sogar einen Pool gibt es in der Apartmentanlage mit Blick auf den Mekong River.

Der Blick von unserer Terrasse.

Der Blick von unserer „eigenen“ Terrasse auf den Mekong.

Inzwischen sind wir in Sihnoukville am Meer. Wir haben über Weihnachten einen Bungalow auf der Insel Koh Rong Samloem gemietet. Mal wieder richtig Entspannen, fernab vom Trubel. Ohne Internet und Massentourismus.

Wir wünschen euch frohe Weihnachten und ganz viel Spaß beim Geschenke Auspacken, Schlemmen und Feiern.

FROHE WEIHNACHTEN – merry christmas – រីករាយថ្ងៃបុណ្យណូអែល

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ANGKOR das Khmer-Königreich Kambujas

Siem Reap – wir sind endlich in Süd-Ost Asien angekommen. Schon auf dem Weg vom Flughafen zum Hostel haben wir uns in Siem Reap verliebt. Das Flair der Stadt und die Menschen sind auf keine Fall mit Malaysien zu vergleichen. Siem Reap in eine Backpacker Hotspot und es wimmelt nur so vor Touristen. Eigentlich nicht das wonach wir sonst suchen, aber irgendwie verleiht das ganze Treiben der Stadt eine Energie die in der Luft liegt.

Bunte Lichter und Menschenmengen so weit das Auge reicht.

Bunte Lichter und Menschenmengen in den Straßen.

Die verschiedenen Nachtmärkte prägen das Stadtbild.

Die verschiedenen Nachtmärkte prägen das Stadtbild.

An den Straßenständen schmeckt das Essen am Besten

An den Ständen schmeckt das Essen am Besten.

Es gibt viele bunte Abendmärkte auf denen man bis zum Umfallen handeln kann. Wenn die Verkäuferin bei 5$ anfängt, kann man die Hose als guter Geschäftsmann für 1-2$ kaufen. Schade, dass wir nicht von hier aus heimfliegen, sonst würden wir ordentlich einkaufen! Nicht nur Kleidung, auch wunderschöne Accessoires und Dekosachen für die Wohnung, Bilder und und und.
Billig essen kann man wieder für 1$ am Straßenstand; meistens Nudeln. Auch frische Fruchtsäfte gibts wieder für 1$. Gut für die tägliche Portion Vitamine.

Ein Saftstand reiht sich an den Nächsten.

Ein Saftstand reiht sich an den Nächsten.

Die Basare verleiten zum Shoppen.

Die Basare verleiten zum Shoppen.

Ein typischer Markt - ein wildes Durcheinander.

Ein typischer Markt – ein wildes Durcheinander.

Aber der eigentliche Grund warum alle nach Siem Reap kommen ist Angkor. Angkor war vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Königreiches Kambuja. Am bekanntesten ist der Temple Angkor Wat, der größte Tempelkomplex der Welt. Auf einer Gesamtfläche von mehr als 200 km² wurden bis heute mehr als 1000 Tempel und Heiligtümer unterschiedlicher Größe entdeckt. Es gibt Vermutungen, dass im Großraum von Angkor am Höhepunkt des historischen Königreiches bis zu einer Million Menschen gelebt haben könnten.

Das private Unternehmen, welches die Eintrittskarten für die Besichtigung vertreibt, lässt sich die Tageskarte mit 20$ pro Person gut bezahlen. Vor allem wenn man bedenkt, dass ein Essen 1$ kostet und eine Übernachtung 4$.

Schon auf der Fahrt sieht man viele antike Bauten.

Schon auf der Fahrt sieht man viele antike Bauten.

Eines der bekanntesten Motive ist der Tempel Bayon.

Eines der bekanntesten Motive ist der Tempel Bayon.

Die Sonnenaufgang sorgt für tolles Morgenlicht.

Der Sonnenaufgang sorgt für tolles Morgenlicht.

Gegen eine kleine Spende darf man ein Räucherstäbchen für "Good Luck" anzünden.

Gegen eine kleine Spende darf man ein Räucherstäbchen für „Good Luck“ anzünden.

Auf den Spuren von Lara Croft erkunden wir die Tempel Anlage.

Auf den Spuren von Lara Croft erkunden wir die Tempel Anlage.

Der Kunstraub hat in Angkor früh begonnen und ist bis heute allgegenwärtig. Kunsträuber brechen auch heute noch Tafeln aus Reliefs und schlagen Staturen die Köpfe ab, um sie am Schwarzmarkt zu verkaufen. Sogar Abgüsse aus Beton, die manchmal an Stelle der Originale platziert wurden, werden immer wieder gestohlen.

Unzählige Gesichter schauen in alle vier Himmelsrichtungen.

Unzählige Gesichter schauen in alle vier Himmelsrichtungen.

Diese Ladies sind wohl nicht mehr ganz original.

Diese Ladies sind wohl nicht mehr ganz original.

Am meisten bekannt sind sicher Bilder von Gebäuden und Kunstwerken die von Wurzeln überwuchert sind. Es ist die Würgefeige, die mit ihren mächtigen Wurzeln alles verschlingt. Es sieht zwar beeindruckend aus, macht aber auch viel kaputt.

... große Wurzeln ...

Kleine und große Wurzeln …

... halten Alles fest im Griff.

… halten Alles fest im Griff.

Eine Sache haben wir sicher gelernt, eine gute Kamera allein, macht noch keine guten Bilder. Bitte schaut euch den Link der UNESCO Seite an um noch mehr Eindrücke zu bekommen!

Mit Alex und seiner Frau haben wir uns ein Tuktuk geteilt.

Mit Alex und seiner Frau haben wir uns ein Tuktuk geteilt.

Über Couchsurfer haben wir Oum, einen Einheimischen kennengelernt. Seine Schwiegereltern haben eine Reisfarm in einem kleinen Dorf. Heute fahren wir mit ihm dorthin und evtl. wollen wir ein paar Tage dort bleiben. Die nächsten Tage werden wir also kein Internet haben. Auf zum nächsten Abendteuer!

Im Land des Muezzin

Die Mode in den Geschäften ist leider nicht so mein Geschmack.

Die Mode in den Geschäften ist hier etwas anders.

Ca. 65% der Bevölkerung in Malaysien gehören dem Islam an. Damit sind die Muslime heute die am stärksten vertretene Glaubensgemeinschaft im Land. Das bekommt man bereits am Morgen zu spüren, wenn der Muezzin zum Gebet ruft. Der erste Aufruf erfolgt zum Sonnenaufgang gegen ca. 5:45 Uhr. Insgesamt ruft der Muezzin 5 Mal am Tag. Die Uhrzeit richtet sich nach dem Stand der Sonne und ändert sich daher täglich um ein paar Minuten.

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Auch wir wurden jeden Morgen auf der Farm durch den Ruf zum Gebet geweckt, denn gleich nebenan ist eine Moschee. Zu Beginn hat uns die Yoga-Farm nicht so gut gefallen. Didi, die Besitzerin, war nicht besonders sympathisch oder liebenswürdig. Der landwirtschaftliche Teil des Projekts ist noch nicht sehr weit entwickelt. Auch die Idee einer Permakultur-Farm steckt noch in den Kinderschuhen. Der Garten war sehr verwildert und nicht besonders gut organisiert. Didis Ziel ist es jedoch eine Selbstversorgung mit Lebensmitteln und allem was man so bracht zu erreichen. Bis dahin ist es aber noch ein sehr langer Weg.
Eigentlich wollten wir mehr über Permakultur lernen, am Ende haben wir aber den Bau eines Hügelbeet angeregt, einen Gemüsegarten angelegt, eine Samenaufzucht gebaut und Kürbis ausgepflanzt. Wir haben insgesamt 2 Wochen auf der Farm gearbeitet. Die tägliche Arbeitszeit von 5 Stunden ging schnell vorbei, der Rest war Freizeit. 2 Tage die Woche hatten wir frei. Hoffentlich konnten wir auf längere Sicht helfen dem Ziel ein Stück näher zu kommen.

Gruppenfoto beim Bau des Hügelbeets.

Gruppenfoto beim Bau des Hügelbeets.

Ob diese Schlage giftig ist? Sie hat uns aber ein bisschen erschreckt.

Ob diese Schlage giftig ist? Sie hat uns ein bisschen erschreckt.

Bei unserer Anreise waren bereits 19 andere freiwillige Helfer auf der Farm (aus Italien, Frankreich, Ungarn, Russland, Canada, Australien, England und Deutschland). Die Truppe war super. Schnell haben wir uns wie in einer großen Familie gefühlt. Das war dann auch der Grund warum wir letzten Endes doch 2 Wochen geblieben sind.

Gemütliches Beisammensein am Abend.

Gemütliches Beisammensein am Abend.

P1150524Zusammen haben wir die Umgebung erkundet. In der Nähe der Farm gibt es einen Nationalpark, dort kann man im Fluss über die Steine rutschen. Später wussten wir dann auch, dass es hier viele Blutekel gibt. Marc, einer der Volunteers hat mit 21 Blutegel am Körper den Tagesrekord gebrochen. Wir, mit insgesamt 5 Stück, wurden gewissermaßen verschont.

Erfrischung beim Rutschen und Baden.

Erfrischung beim Rutschen und Baden.

Am Abend sind wir alle zusammen manchmal ins Restaurant gegenüber gegangen. Beim Karten Spielen wurden so einige Reiseerfahrungen austauscht. Außerdem gab es im Restaurant Gerichte mit Fleisch, Zwiebeln, Knoblauch und andere Zutaten, die im Yoga-Zentrum nicht erlaubt sind. Auf der Farm wird nämlich Vegan gegessen.

Eines von vielen typischen Restaurants am Straßenrand.

Eines von vielen typischen Restaurants am Straßenrand.

Auf der Suche nach Schokolade und anderen ungesunden Leckereien.

Auf der Suche nach Schokolade und anderen ungesunden Leckereien.

Voller Vorfreude haben wir ein Ausflug ins Dorf „Semeling“ unternommen. Am späten Abend sollten hunderte Trommler für Stimmung sorgen. Um 21:00 Uhr hat es aber so stark zu Regnen begonnen, dass die Aufführung ins Wasser gefallen ist. Nachdem wir ca. 2 Stunden mit anderen Besuchern Unterschlupf unter einem Vordach gesucht hatten, beschlossen wir dann noch im strömenden Regen nach Hause zu laufen.

Nach zwei Wochen fiel uns der Abschied dann doch ein bisschen schwer, aber es war auch schön wieder weiter zu kommen.

Hunderte Trommeln - noch ist es trocken!

Hunderte Trommeln – noch ist es trocken!

Der Dauerregen hat alles vermasselt.

Der Dauerregen hat alles vermasselt.

Auf der Weiterreise haben wir einen Zwischenstopp in Ipoh eingelegt. 2 Nächte konnten wir bei einem Couchsurfer schlafen. „Suhaimi“ hat uns zu einer traditionellen muslimischen Hochzeit eingeladen. Das war ein super Erlebnis! Alle Frauen im Raum trugen Kopftuch und auch die Männer waren im traditionellen Gewand gekleidet. Das Essen war natürlich einfach köstlich.

Das Brautpaar wird 1000-fach fotografiert.

Das Brautpaar wird 1000-fach fotografiert.

Hier die ganze Familie.

Ein buntes Bild mit der ganzen Familie.

Harry hat sich drei Mal am Buffet bedient.

Harry hat sich drei Mal am Buffet bedient.

Suhaimi kauft Frittiertes für uns.

Suhaimi kauft für uns Frittiertes am Straßenrand.    hm… lecker!

Den letzten Stopp in Malaysien legten wir in den Cameron Highlands ein. Das ist eine Ausflugsregion in über 1500m Höhe, bekannt für den Tee- und Gemüseanbau. Das Klima ist hier sehr angenehmen, einmal nicht heiß und zum Glück mal keinen Sonnenbrand. 🙂
Gestern haben wir eine Trekkingtour durch den Dschungel unternommen, der uns stark an die Nebelwälder in Costa Rica erinnert hat. Man merkt, dass wir wieder ungefähr auf demselben Breitengrad sind. Die Wanderung führte uns auch durch die Teeplantagen, die uns durch das saftige Grün tief beeindruckt haben. Obwohl hier nur selten die Sonne scheint, leuchtete alles in verschiedenen Grüntönen – einfach traumhaft.
Leider gibt es auch weniger schöne Anblicke. Große Teile des Regenwaldes werden für den Gemüse- und Erdbeeranbau abgeholzt. Überall sieht man Gewächshäuser, Plastik und Müll.

Zum Teil mussten wir richtig klettern.

Zum Teil mussten wir richtig klettern.

Die Folientunnel für den Gemüseanbau sind kein schöner Anblick.

Die Folientunnel für den Gemüseanbau sind kein schöner Anblick.

Heute haben wir eine der „BOH-Tea“-Plantagen besichtigt. Eine kleine Führung durch die Fabrik erklärt den Verarbeitungsprozess von der Pflanze bis zum Beutel. Anschließend kann man bei einer Tasse Tee und Kuchen den Ausblick über die Plantage genießen…

Das Café mit Panorama-Terasse.

Das Café mit Panorama-Terrasse.

BOH ist der bekannteste Tee Produzent im Land und die Plantage ein beliebtes Ausflugsziel bei Einheimischen.

BOH ist DER Tee Produzent im Land und ein beliebtes Ausflugsziel bei Einheimischen.

Teebüsche so weit das Auge reicht.

Teebüsche so weit das Auge reicht.

Heute Abend fahren wir zurück nach Kuala Lumpur, da wir morgen von dort nach Kambodscha fliegen werden. Wir sind schon gespannt wie und ob sich das Land von Malaysien unterscheiden wird. Wir wünschen euch eine besinnliche Vorweihnachtszeit und viel Spaß beim Plätzchen essen…

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