Auf den Spuren der Inka

img_0038Auf dem Weg durch das „Heilige Tal“ stoppten wir in der Gemeinde Ccaccaccollo. Seit 2005 unterstützt das „Planeterra“ Projekt hier eine Gruppe von mittlerweile 43 lokaler Frauen bei der Herstellung und Vermarktung ihrer Wollprodukte. Meike war im 7. Himmel und wollte garnicht mehr weg. Es wird der Weg der Wollverarbeitung veranschaulicht – verschiedene Färbepflanzen werden vorgestellt, Webmuster und -techniken werden präsentiert, Lamas und Alpakas lassen sich streicheln und alles endet natürlich im Verkauf. Direkt von den Herstellerinnen, fair und ohne Zwischenhandel. Ein tolles Projekt!

Die Frauen in traditioneller Tracht beim Spinnen.

Die Frauen in traditioneller Tracht beim Spinnen…

... und beim Weben.

… und beim Weben.

Die Weiterreise führte uns nach Ollantaytambo, dem Ausgangspunkt für unsere 4 tägige Wanderung. Der Inka Trail ist insgesamt nur 43km lang aber recht anspruchsvoll, da die Inkas viele Stufen in die Felswände gebaut haben. Der höchste Punkt liegt auf 4200m. Am ersten Tag werden somit über 1000 Höhenmeter zurückgelegt. Der Weg führt durch unwirkliche Nebelwälder, über Gipfel und mündet im Amazonasbecken.
Unsere Gruppe hatte insgesamt 19 Träger, 2 Köche und 2 Reiseleiter zur Hilfe. Die Arbeit der Träger ist eine der beeindruckendsten Leistungen die wir je gesehen haben. Mit großen und schweren Rücksäcken überholten sie uns joggend, während wir keuchend den Berg hoch krächzten. Im Lager angekommen hatten sie bereits alle Zelte aufgeschalgen und ein Gourment-Essen gezaubert! Morgends haben sie unsere Zelte abgebaut, nach uns das Lager verlassen, uns überholt und abends war wieder alles fertig. Hut ab!
Obwohl wir in der Regenzeit reisen und der Weg ab Februar aufgrund des Regens für Touristen gesperrt wird, hatten wir 3 Tage optimales Wanderwetter.

Über Stock und über Stein... :-)

Über Stock und über Stein… 🙂

Morgenstimmung um 5.30 Uhr.

Morgenstimmung im Nebelwald um 5.30 Uhr.

In der „verlorenen Stadt“ Machu Picchu angekommen, wird man für die Mühen belohnt. Der Ausblick ist atem­be­rau­bend. Die Arbeit der Inka ist einfach beeindruckend, wenn man überlegt, mit welch einfachen Mitteln die Menschen im 15. Jahrhundert diese Festungen in den Berg gebaut haben.

Es sieht fast schon unwircklich aus!

Es sieht fast schon unwirklich aus!

Juhu! Geschaft! Keine Stufe mehr!

Juhu! Geschaft! Keine Stufe mehr!

Der Ausblick von ganz oben!

Der Ausblick von ganz oben!

Nun sind wir 3 Tage in Cusco, um uns zu erhohlen und um unseren Muskelkater auszukurieren. Die Stadt hat viel zu bieten und macht einen jungen, gemütlichen Eindruck. Morgend ist wieder Reisetag -7 Stunden- auf nach Puno an den Titicaca-See!

Natürlichen Farben zum Malen oder Färben.

Natürlichen Farben zum Färben von Wolle oder zum Malen.

Die bunte Maisvielfalt am Markt!

Die bunte Maisvielfalt am Markt!

Gruppenfoto im Panoramazug :-)

Gruppenfoto im Panoramazug 🙂

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Urlaub vom Urlaub!

Es ist herrlich. Alles ist organisiert. Wir müssen uns nicht überlegen wo wir als nächstes schalfen und welchen Bus wir nehmen. Trotzdem bekommen wir in kurzer Zeit viel zu Sehen!
Unsere Reisegruppe besteht aus 16 Personen zwischen 18 und 39 Jahren. Unter anderem Briten, Norwegerinnen, Holländer, einem Australier und einer Französin. Das Klima in der Gruppe ist durchweg gut und es macht Spaß mit anderen zusammen zu Reisen.

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Unser erster Stopp nach Lima war Paracas. Hier besichtigten wir eine kleine Winzerei die das Nationalgetränk „Pisco“ herstellt, ein Weinbrand mit 42% Alkohol. Nach der Verkostung von 6 verschiedenen Variationen, war das anschließende Sandboarden um so lustiger. Inmitten einer gigantischen Sandwüste befindet sich die Oase Huacachina. Von dort ging es mit Sandbuggies steil die Dühnen bergauf.

Buntes getummel am Strand.

Buntes Getummel am Strand von Paracas.

Hierin werden die Trauben vergoren.

Hierin werden die Trauben für den Pisco vergoren.

Die Gruppe beim Sandboarden!

Die Gruppe beim Sandboarden!

Sand soweit das Auge reicht!

Sand soweit das Auge reicht!

Die Oase mitten in der Wueste.

Die Oase mitten in der Wüste.

Am nächsten Tag beeindruckten uns die Nasca Linien. Mit einer kleinen Cessna konnten wir die unglaublichen, über 2000 Jahre alten Zeichnungen aus der Luft betrachten. Es handelt sich um 70 Steinzeichnungen in der größe zwischen 60 und 400 Metern.  Immer noch ist die genaue Entstehung ungeklärt, jedoch wird eine Mischung aus agrikultureller, astronomischer und religiöser Bedeutung der Linien angenommen.

Der Kondor, das Wahrzeichen von Peru.

Der Kondor, das Wahrzeichen von Peru.

Zum Vergleich die Groese der Strase!

Der Baum. Zum Vergleich die Größe der Straße!

Ein komfortabler Nachtbus brachte uns in 10 Stunden nach Arequipa. Die weiße Stadt ist das Tor in die Anden. Vor hier aus fuhren wir in den Colca Canyon zum Kondor-Watching. Auf dem Weg gab es große Herden wilder Vicuñas zu sehen, eine der Kamelarten der Anden.

Ein wildes Vicuna...

Ein wildes Vicuña…

Der Kondor ist der größte und schwerste Greifvogel der Welt und kann eine Flügelspannweite von bis zu 3,2 Metern erreichen. Auf 5010 Metern überquerten wir den höchsten Pass im Süden Perus. Der Colca Canyon ist mit über 3000 Metern um einiges Tiefer als der bekannte Grand Canyon in den USA. Es ist aber nur die zweit tiefste Schlucht der Welt. Der Rekordhalter befindet sich in Griechenland.

In den heißen Quellen von Chivay konnten wir uns am Abend im mineralhaltigen, 45° Grad heißen Wasser so richtig einweichen lassen. Danach gab es beim Abendessen traditionelle Tänze der Region.

Der Hauptplatz von Arequipa.

Der Hauptplatz von Arequipa.

Die Kartoffelvielfalt am Markt ist unglaublich!

Die Kartoffelvielfalt am Markt ist unglaublich!

Der Colca Canyon!

Der Colca Canyon!

Einige der Bilder haben wir von unserer französischen Mitreisenden Benedikt bekommen, da unsere Kamara jetzt kaum noch akzeptable Bilder macht.

Morgen Früh werden wir zu unserer 4 tägigen Wanderung auf dem Inka Trail nach Machu Picchu aufbrechen. Darauf freuen wir uns schon sehr, es wird aber sicher eine Herausforderung!

meike

Die Stadt der Könige

In Peru gibt es viele Nackthunde.

In Peru gibt es viele Nackthunde.

Zwischen Huanchaco und Trujillo am Strand befindet sich „Chan Chan„, die antike Hauptstadt des präkolumbischen Chimú-Reiches. Aus einer Sandwüste ausgegraben, kommen prächitge verzierte Mauern und Reliefs zum Vorschein. Chan Chan gehört zu den 10 interessantesten Sehenswürdigkeiten Perus und ist zudem ein UNESCO-Welterbe. Weiter Bilder sind auf dem Link der UNESCO zu finden.

Restaurierte Ornamente in Chan Chan.

Restaurierte Ornamente in Chan Chan.

Hier kann man gut die Flecken erkennen...

Der Strand von Huanchaco am Abend. Hier kann man gut die Flecken erkennen…

Dieser Pelikan beeindruckte uns sehr.

Der Pelikan beeindruckte uns sehr.

Leider hatte sich mit der Zeit Dreck unter die Linse unserer Kamera geschmuggelt. Daher waren lästige, schwarze Flecken auf jedem Bild zu sehen. In Trujillo kam uns ein Kamera-Geschäft mit Reparaturservice wie gerufen. Die Reinigung war vergleichsweise günstig und beseitigte alle Flecken. Dafür ist jetzt jedes zweite Bild unscharf. 😦

Wer weiß, was uns der liebe Herr so alles ausgetauscht hat? Bei unserem nächsten Stopp in Europa werden wir auf alle Fälle in eine bessere Kamera investieren.

Wieder einmal mit dem Nachtbus fuhren wir diesmal von 23.00 Uhr bis 8.30 Uhr nach Lima. Der erste Eindruck war erschreckend. Die trockene Wüstenstadt hat mit extremer Überbevölkerung zu kämpfen! 8 Millionen Einwohner (1/3 der Peruaner) teilen sich eine schlechte Wasserversorgung und sorgen für multikulturelle Atmosphäre. Der Lärm erinnert an unsere Zeit in Indien. Die Kluft zwischen Arm und Reich zeigt sich auch hier extrem. Hypermoderne Einkaufszentren vor dem Hintergrund der Slums in der Bergkulisse.

Der Ausblick auf die bunten Slums.

Der Ausblick auf die bunten Slums.

Bei genauerem Hinsehen lassen sich jedoch auch schöne Ecken entdecken. Der Stadtteil Barranco überrascht mit kleinen verwinkelten Gassen und Meeresblick. Miraflores ist mordern und schnell. Hier gibt es Shoppingmals, viele Restaurants und Parks. In Downtown haben wir das Franziskanerkloster „Monastario de San Francisco“ besichtigt. Die Katakombenführung ist nichts für schwache Nerven. Es ist jedoch verboten die mit Knochen gefüllten Krypten zu fotografieren.

Der Plaza de Armas de Lima.

Der „Plaza de Armas de Lima“.

Harry hat neue Freunde gefunden.

Harry hat neue Freunde gefunden.

Harry vor seiner leckeren Einschneetorte.

Harry vor seiner leckeren Eischneetorte.

Die ersten zwei Tage in Lima wurden wir von der Peruanerin Louisa und ihrem belgischen Freund Goephery beherbergt. Die Beiden haben sich vor 3 Jahren ebenfalls über Couchsurfing kennen gelernt, als Geophery nach Lima kam. Morgen werden sie heiraten! 🙂 Wir hatten ein eigenes Zimmer, viele nette Gespräche und viel Spaß zusammen.

Mit den lustigen Muetzen fuer die Bachelorparty.

Mit den lustigen Mützen für die Bachelor Party.

Nun sitzen wir in unserem fast schon luxuriösen Hotelzimmer! Heute beginnt unsere Tour. Wir sind die ersten Gäste der Gruppe und alle anderen Namen hören sich englisch an. Mal schauen was uns erwartet?! 🙂 Eine Rentnertour oder doch junge Leute? Wir sind schon gespannt.

Unser Zimmer im Hotel...

Unser Zimmer im Hotel…

... in der Lobby.

… in der Lobby.

Das Beitragsbild zeigt übrigends „Purple Corn“. Diese Maisart wurde von den afrikanischen Sklaven im Zuge der Kolonialisiereung nach Peru gebracht. Aus dem Korn wird das beliebte Getränk „Chicha Morada“ hergestellt. Es ist sehr süß und lila.

7 Stunden Achterbahn zum Strand

Blick über die Stadt in den grünen Bergen.

Ein typischer StraSenzug.

Ein typischer Straßenzug.

Der taffe Kampfhahn mit gerupften Schenkeln!

In Vilcabamba genossen wir Entspannung pur!

Wir nutzen zur Zeit viel Couchsurfing, um Unterkünfte zu finden, so auch in Vilcabamba.
Es ist eine tolle Möglichkeit um Geld zu sparen und gleichzeitig ein Einblick in das Leben der Einheimischen zu bekommen.

Das Dorfcafe mit den immer gleichen Gaesten :-)

Das Dorfcafé mit den immer gleichen Gästen 🙂

Bei Robert und Estella konnten wir 3 Nächte gratis in einem super schönen Hostel wohnen. Robert ist ein sehr belesener, intelligenter Mann und hat so einige Geschichten aus seinem Leben zu erzählen. Seit 1975 gehört er dem Buddhismus an. Er hat Psychologie und Weltreligionen studiert, aber danach lieber erfolgreich als Koch gearbeitet und ist anschließend 8 Jahre um die Welt gereist.

Das Hostel mit kleinem Garten. Eine Oase zur Erholung.

Nach einem morgendlichen Spaziergang, gingen wir mittags mit Peter und Robert zur Meditation. Am Nachmittag stand um 4 Uhr Yoga auf unserem Programm…

Da wir nun doch schon ein bisschen länger unterwegs sind, vergisst man ab und an Fotos zu machen. Für diesen Beitrag ist leider kaum etwas Interessantes dabei.

Ein landwirtschaftliche Kalender mit Nutztieren in Ecuador 🙂

Von Loja ging es mit dem Nachtbus 7 Stunden nach Piura. Auf Google Maps kann man sich bei genauerer Betrachtung des Staßenverlaufes vorstellen, welche Horror-Fahrt das war. Meike musste sich 7 Mal übergeben, wir dachten von der kurvenreichen Stecke. Als aber noch starke Kopfschmerzen, Fieber usw. 🙂 dazu kamen, war schnell klar, dass mehr dahinter steckte.

In Piura angekommen, wurden wir von Oscar unserem nächsten Gastgeber, am Busbahnhof abgeholt. Nach 36 Stunden war das Gröbste vorbei und Meike ist wieder wohlauf. Klar ist es nicht angenehm krank zu sein, aber das Gleiche kann einem Zuhause auch passieren und Oscar hat uns einen schönen Platz zum Auskurieren gegeben.
Er hat uns außderdem in das beste Ceviche-Restaurant des Landes geführt. Ein Gericht das überall in Lateinamerika bekannt ist.

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Das Ceviche ist schon leer!

Nach einem Tag Ruhe und weiteren 7 Stunden Busfahrt sind wir heute in Huanchaco angekommen. Gott sei Dank ist dieser Abschnitt der Panamericana aber schnurstracks.

Nun werden wir wieder 2 Tage am Strand verbringen, aber ihr dürft uns glauben; eine Portion Schnee wäre uns fast lieber. Das Meer ist hier nicht gerade warm, eine Prise Fisch liegt in der Luft und der Strand ist von Einheimischen belagert.   🙂

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Getümmel am Steg…

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Caballitos de totora in Huanchaco Beach; typische Fischerboote!

... in aktion!

Caballitos de totora in Aktion!

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Am späten Nachmittag ist der Strand leerer.

Genießt den europäischen Winter! Wir wünschen euch eine schöne Zeit. Bis zum nächsten Eintrag…
Liebe Grüße! Harry und Meike

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