Dieses war der erste Streich, doch der zweite folgt sogleich!

Nach einem erfolgreichen Alpabtrieb und dem großen Käseteilen ist die Alpsaison nun vorbei. Wir haben in 110 Tagen 72.008,7 Liter Milch zu 6,5 Tonnen Käse verarbeitet. Es war ein sehr anstrengender und wunder schöner Sommer! Wir werden diese Erfahrung nie vergessen und vermissen „unsere Kühe“ jetzt schon sehr.

Vielen Dank an dieser Stelle an Meikes Eltern, die in den letzten Tagen auf der Alp beim Aufräumen, Putzen und Packen geholfen haben. Vollgeladen bis unters Autodach mit Anhänger, Käse und einer Sau ging es dann pünktlich zur Einhäuser Kerwe nach Deutschland.

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Die geschmückten Kühe beim Abtrieb.

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… durch die Straßen von Grindelwald.

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Die Bauern beim Käse stapeln.

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Die stolzen Sennen.

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Alle warten auf den Kerweumzug.

Nun ist es bald wieder so weit – der zweite Teil unserer großen Reise steht bevor. Die Tickets für den nächsten Flug sind gebucht! Wir fliegen am 04. November nach Singapur. Der Heimflug ist für den 14. April 2015 von Bangkok nach Frankfurt angesetzt.

Übermorgen fahren wir in die Steiermark, anschließend nach Wien und dann heißt es wieder einmal Rucksäcke packen. Wir freuen uns auf viele neue Eindrücke und Erfahrungen und natürlich auf eure virtuelle Begleitung.
Bis bald, frohes Schaffen 🙂

& Liebe Grüße! Harry und Meike

Und täglich grüßt das Murmeltier

Diesen Beitrag haben wir aus zwei Gründen nach dem gleichnamigen Film benannt. Zum Einen, da uns täglich ein Murmeltier an der gleichen Stelle grüßt, zum Anderen, weil auch bei uns jeder Tag ziemlich gleich abläuft. Daher wollen wir euch mit vielen Bildern unseren Alltag auf der Alp im Wärgistal bei Grindelwald schildern. Zu Beginn der Saison hatten wir stolze 55 Kühe zu melken, mittlerweile sind 10 Stück trocken; das heißt sie sind in „Schwangerschaftsurlaub“ und müssen nicht mehr gemolken werden. Auch die Milchmenge die wir zu „Berner Oberländer Alpkäse“ verarbeiten hat sich in den letzten Wochen rapide von 950 L auf etwa 400 L eingependelt. Es gibt aber immernoch genug zu tun!

Der Wecker klingelt jetzt erst um 4:15 Uhr! Juhu! Im Juni und Juli sind wir schon um 3:45 Uhr aufgestanden. Nach dem Zusammenbauen der Melkeimer und ein paar Vorbereitungsarbeiten gehen wir im Dunkeln mit Stirnlampe die Kühe hohlen, oder besser suchen. 🙂

DSC_9451Noch eine kurze Pause – dann dürfen die Kühe nach dem Melken wieder raus. Sie sollen viel fressen, damit am Abend die Euter wieder prall gefüllt sind! Wir müssen das Melkgeschirr waschen, während dessen fängt Tom, unsere Hilfe aus Japan, schon mit dem Misten an.

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Nach einem kurzen Frühstück, geht es dann beim Käsen richtig rund. Kultur messen, Einlaben, Bruch schneiden, Käse aus dem Kessi hohlen, Kessi putzen, Käse pressen, und und und …
Gegen 11:00 Uhr sind wir dann mit dem Käsen und im Stall fertig.

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Die stärke der Kultur beeinflusst den ganzen Vorgang beim Käsen.

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Das Schneiden des Bruchs benötigt viel Konzentration und Genauigkeit! Die Größe des Bruchkorns ist sehr wichtig für die spätere Entwicklung des Käse.

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Und wenns mal wieder klemmt…

 

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… dann muss Tom helfen das Kessi vom Feuer zu schwenken.

Bei 52°C holt Harry den Burch aus der Molke.

Bei 52°C nimmt Harry mit einem Tuch den Bruch aus der Molke.

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Dann noch abtropfen lassen…

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… und nun wird der Käse schnell in die Formen gepresst.

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Die ganze überschüssige Molke muss aus dem Kessi geschöpft werden, damit es ordentlich geputzt werden kann. Ganz links im Bild sind die 4 Käse auf der Presse zu sehen.

Als nächstes geht es mit unserem roten Alpenexpress in den „Spicher“, so nennen die Schweizer das Käselager. Hier werden die frischen Laibe 24 Stunden im Salzwasser gelagert, dann kommen Sie ins Regal und wollen alle 2 Tage gedreht und gepflegt werden. Das heißt, jeder der bis zu 24 Kilo schweren Käse wird aus dem Regal genommen, umgedreht, mit Salzwasser gerieben und wieder ins Regal gelegt. Das dauert bei mittlerweile über 300 Käsen fast 2 Stunden.

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Zurück in der Hütte wird gekocht und Mittag gegessen. Und wenn die Zeit es erlaubt, gibt es noch eine kleine Pause. Zwischen 14:15 Uhr und 15:15 Uhr machen wir uns dann wieder auf den Weg die Kühe zu suchen, je nach dem wo die Kühe am Morgen hin getrieben wurden. Wenn alles gut klappt sind die Kühe bis halb 5 im Stall und wir können um 17:00 Uhr mit dem Melken beginnen. Wenns nicht gut klappt, fehlen wie gestern 12 Kühe, die erst 2 Stunden verspätet ankommen. 🙂

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Leider sieht es hier oben aber zu 90% so aus. Nebel, Regen oder Schnee! Wir haben echt Pech mit dem Wetter!

Leider sieht es hier in den Bergen aber zu 90% so aus. Nebel, Regen oder Schnee! Wir haben echt Pech mit dem Wetter!

Nach dem Melken wieder Kühe raus treiben, Waschen, Misten und dann gibt es meistens gegen 20.00 Uhr Abendessen. Oft schaffen wir es so gegen 21:00 Uhr ins Bett zu kommen. Es ist doch einfach herrlich, wenn man müde ins Bett fällt und sofort einschlafen kann; und wenn man isst weil man Hunger hat und nicht weil halt Zeit zum Essen ist!

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Beim Abendessen mit Besuch aus Wien und Japan. 🙂

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Sogar Sushi hatten wir schon 3 Mal! Einfach lecker…

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Einer unserer kleinen Käse, ein „Mutschli“. Er kann schon nach 4 Wochen gegessen werden.

IMG_0148Ach Ja, auch die drei Schweine wollen morgens und abends gefüttert werden!

DSC_1226 DSCN0363So, dass war jetzt mit vielen Bildern und weniger vielen Worten ein kleiner Eindruck von unserem Leben auf der Alp. Arbeiten, wo Andere Urlaub machen! Hart, aber schön! Jetzt reichst mit blöden Sprüchen. Wir melden uns wieder, wenn wir besseres Internet haben und die Tickets für den nächsten Flug nach Asien gebucht sind. Bevor es dann im Oktober weiter geht mit dem Teil 2 unserer „großen Reise“, werden wir einige von euch sicher noch an der Einhäuser Kerwe oder in Wien sehen. Dann stehen wir für Details und Fragen zur Verfügung. Bis dahin! Mit ganz lieben Grüßen von der Alp

Harry, Meike, Tom und Daila

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Nanu! Was macht denn die Irene da?

Z’Alp am Fuße des Eigers

Die Verhandlungen in der Schweiz sind gut gelaufen und die Verträge unterzeichnet. Das heißt wir gehen diesen Sommer „zur Alp“ ins Wärgistal. 60 Kühe, Melken, Käsen – das ist viel Verantwortung und es wird sicher ein harter Sommer. Aber der Blick über Grindelwald und das Leben in den Bergen ist es Wert!
Die Familie unserer Arbeitgeber ist sehr nett und der Altbauer verfügt über 60 Jahre Alperfahrung, da können wir noch viel lernen.

Der Eiger und das Wärgiststal.

Der Eiger und das Wärgiststal.

Anfang Juni geht es los und bevor es soweit ist haben wir noch viel vor: eine Woche Steiermark, eine Woche Wien, eine Woche Arbeiten und Filzen  im Wollgartl in Oberösterreich, Alpsennkurs in der Schweiz, Familienurlaub im Legoland in Dänemark,…

Es wird im Sommer sicher den ein oder anderen Eintrag über unser Leben und Arbeiten auf der Alp geben. Im Oktober wollen wir dann zu neuen Abendteuern nach Asien aufbrechen! Wir werden euch natürlich rechtzeitig Informieren und es wir sicher wieder einen Blog mit „Teil 2“ unserer Reise geben.

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack. Liebe Grüße! Harry und Meike

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