Viel Familie, Berge und Spanischunterricht

Houlgers Familie am Silversterabend mit Familie Simpson rechts in Bild.

Houlgers Familie am Silversterabend mit Familie Simpson rechts in Bild. Hier verkleiden sich alle an Silverster!

Riobamba war sehr nett, aber nicht schön. Cuenca hingegen ist eine Perle! Das UNESCO Weltkulturerbe bezaubert mit grünen Parks, vielen historische Bauten und einer Promenade am Flussufer. Das Flair erinnert an Heidelberg oder Wien! Eine Stadt die zum Verweilen einlädt.

Ein typischer Starßenzug...

Ein typischer Straßenzug…

... mit bunten Häusern...

… mit vielen bunten Häusern.

In jeden Haus ist ein Geachäft.

In jedem Haus ist ein Geschäft.

Gaby hat uns vom ersten Moment an herzlich empfangen. Den Kontakt zu ihr hatten wir durch Davids Vater Mark, unseren Gastgeber in Quito. Nach ein paar E-Mails auf Spanisch, hieß es wir seien jederzeit willkommen!
Gaby studiert Medizin, hat einen Bruder „Tito Jr.“ und eine Schwester „Elisabeth“ die ebenfalls in Cuenca studieren – BWL und Jura. Zusammen mit den Eltern, beide Lehrer, leben alle nicht weit von der Altstadt entfernt. Wir haben unser eigenes Apartment und werden wie Familie behandelt. Zum Abschied haben wir heute Abend eine Wärmflasche geschenkt bekommen! Sooo lieb…

Unser Spanisch reicht zum Smaltalk und für den Alltag, ist aber bei weitem nicht gut! In der Sprachschule „Simon Bolivar“ im Zentrum haben wir günstige Sprachkurse entdeckt. Der 5 Tages-Intensivkurs war sicher keine schlechte Investition und bringt uns vielleicht ein Bisschen weiter. Mit unserer Lehrerin Cathalina übten wir nun jeden Tag 3 Stunden. Vorallem die Zukunft und Vergangenheit der Verben, da tun wir uns nämlich noch schwer. Jetzt heißt es dranbleiben und weiterlernen.

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Schmeckt gar nicht schlecht!

Am Donnerstag wurden wir von den Geschwistern zu einem Ausflug nach „Gualaceo“ eingeladen. In der Markthalle gab es „Tortillas de Choclo“ und dazu „Morocho„. Am Freitag und am Sonntag haben wir mit Gabys Familie einen Ausflug zu den Großeltern in die Berge nach „Sigsig“ unternommen. Hier trifft sich am Wochenende die Großfamilie mit 72 Personen. Mit dem familieneigenen Riesenbus war es eine lustige Tour. Extra für uns gab es Meerschweinchen zum Abendessen! Eine Ehre, denn normalerweise werden die Tierchen nur für besondere Anlässe geschlachtet. Übernachtet wurde im Wochenendhaus in St. Bartolomé.

Titos Eltern vor ihrem Geschäft.

Titos Eltern vor ihrem Geschäft.

Elisabeth in der traditiinellen Tracht der Cuencanerin.

Elisabeth in der traditionellen Tracht der Cuencanerin. Links Ruth, Eine Tante und Gaby.

Die Familie besitz viele Obstbäume. Hm... Köstlich!

Die Familie besitz 3 Grundstücke mit vielen Obstbäumen.  Hm… Köstlich!

Die eigene Bus mit 30 Plätzen!

Der eigene Bus mit 30 Plätzen!

Schon mit dem Hinflug haben wir von Wien aus, vor der Abreise, ein  20-tägige Tour von Peru nach Bolivien gebucht, um die ganzen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, bei denen man die anderen Touristen sowieso nicht umgehen kann. Außerdem ist es ganz angenehm sich mal um Nichts kümmern zu müssen – Nichts planen und organisieren. Ein Urlaub im Urlaub!
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Darum machen wir uns langsam auf den Weg in Richtung Süden, um am 18. Januar unseren Tourstart in Lima nicht zu verpassen. Morgen ist also früh aufstehen angesagt, weiter gehts nach Vilcabamba.

Bis bald und liebe Grüße!

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Zurück in der Zivilisation

Der taegliche Auftrieb.

Der tägliche Auftrieb.

Die Tiere immer im Auge.

Die Tiere immer im Auge.

Unsere Tage in den Bergen in Yurachucsha waren schön, aber auch schwierig. Die Dorfgemeinschaft besteht aus 35 Familien, wobei jede Familie ca. 5 Lamas und 4 Kinder hat. 🙂 Die 10 Alpakas gehören der Gemeinschaft. Ebenso sieht man Schweine, Esel, Pferde, Hühner und jede Menge Hunde. Die Hunde sind hier nicht ohne, Harry wurde am Abend in die Kniekehle gebissen!

P1070695Die Arbeit mit den Alpakas war wunderbar. Zu Beginn mit Begleitung und später alleine, durften wir den ganzen Tag die wertvollen Tiere hüten. In den Anden gibt es 4 Arten von Kameltieren:
Lamas, Alpakas, Vicuñas and Guanacos. Ein großer Unterschied liegt im Feinheitsgrad der Wolle.

Das neugeborene Laemmchen musste getragen werden.

Das neugeborene Lämmchen musste getragen werden.

   Morgens um 8.30 Uhr werden die 10 Alpakas, 8 Lamas und ein Dutzend Schafe auf eine Weide in 4250m Höhe getrieben. Da es keine Zäune gibt, muss man die Tiere ständig im Blick haben. Am Nachmittag um 16.00 Uhr geht es dann wieder nach Hause. Tagsüber steigt die Temperatur in der Sonne auf 40 Grad, in der Nacht fällt sie unter den Gefrierpunkt. Obwohl wir eigentlich in der Regenzeit reisen, hat es die letzen 14 Tage nicht einmal geregnet! 

Zeitvertreib beim Hueten.

Zeitvertreib beim Hüten.

Die Lamas werden auch als Lastentraeger und zum Reiten benutzt.

Die Lamas werden auch als Lastenträger und zum Reiten benutzt.

Die Strickereien werden ueber Zwischenhaendler an zahlungskraeftige Touris verkauft.

Die Strickereien werden über Zwischenhändler an zahlungskräftige Touristen verkauft.

Zopfmuster, Karos und Knöpfchen-Muster!

Zopfmuster, Karos und Knöpfchen-Muster! Der Anfang einer Kinderjacke…

Der taegliche Abtrieb.

Der tägliche Abtrieb. Im Hintergrund das Dorf.

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Anstatt wie erhofft in einer Gastfamilie, wurden wir im Kindergarten untergebracht. Das war zwar irgendwie lustig, aber in der Nacht mit 7 Grad sehr kalt, da es keine Möglichkeit zum Heizen gab. Außderdem hatten wir kein fließendes Wasser und keine Kochstelle. Zum Essen haben wir morgens von der Frau des „Präsidenten“ Reis und Bananen bekommen, am Abend eine Suppe. Wir wären gerne länger in dem Dorf geblieben, es war aber extrem schwer Kontakt zu den Menschen aufzubauen. Wir wurden zwar von allen Seiten beäugt, sprechen wollte aber sogut wie niemand mit uns. Weihnachten war daher hier auch keine große Sache.

Vor unserem Zuhause im Kindergarten.

Vor unserem Zuhause im Kindergarten.

(Meike schaut zwar doof), aber so sieht eine typische Kueche aus.

(Meike schaut zwar doof), aber so sieht eine typische Küche aus. Nicht viel Sinn für Deko 🙂

Richtung Süden hat es uns nach Riobamba verschlagen. Es sind zwar nur 73 km auf der Karte, die Fahrt über die Schotterpisten durch die Berge dauerte aber 2,5 Stunden. Houlger, ein Couchsurfer, wird die nächsten 2 Tage unser Gastgeber sein. Er hat ein Restaurant mit Bar und Livemusik. Heute Abend findet ein Benefizkonzert statt.

Vor Houlgers Haus.

Vor Houlgers Haus.