long way home

Nach etwas körperlicher Arbeit auf der Farm in Phayao sind wir weiter in den Norden gefahren. Somit haben wir in den letzten Wochen noch ganz schön Kilometer zurückgelegt. Chiang Rai liegt in einer wunderschönen Berglandschaft auf ca. 600 Meter Höhe, somit war es hier nicht ganz so heiß wie im Süden. Jedoch sind 37 Grad auch nicht gerade kühl.

In Thailand wächst schon wieder der Reis.

In Thailand wächst schon wieder der Reis.

Da im Norden die Nebensaison bereits angefangen hatte, haben wir uns für nur 100 Baht (ca. 2,80€) pro Tag einen Roller ausleihen können. Wir haben eine Woche lang die ganze Umgebung erkundet. Es gab viel zu sehen: den weiße Tempel (Wat Rong Khun), das schwarze Haus (eine Art Kunstmuseum), ein Elefanten Camp, …
Kulinarisch hatte der Norden auch etwas zu bieten; am besten war das Nationalgericht „Khao Soi“, eine Curry-Kokos-Nudelsuppe.

Der weiße Tempel ist einer der Hauptattraktionen in Chiang Rai

Der weiße Tempel ist einer der Hauptattraktionen in Chiang Rai

Dieser farbenprächtige Gecko hat sich vor dem Tempel gesonnt.

Dieser farbenprächtige Gecko hat sich vor dem Tempel gesonnt.

Zum Aufsteigen muss der Elefant wahre Kunststücke vollbringen.

Zum Aufsteigen muss der Elefant wahre Kunststücke vollbringen.

Bevor wir uns aber wieder auf den Weg nach Bangkok gemacht haben, legten wir noch einen Stopp in Chiang Mai, der größte und kulturell wichtigsten Stadt im Norden Thailands ein. Sie wird wegen der landschaftlichen Schönheit auch Rose des Nordens genannt. Da dies jedoch kein Geheimnis ist, sieht man in der Innenstadt nur Touristen und fast keine Einheimischen. Die kleinen Straßen, aber vor allem die Straßenmärkte am Wochenende haben ihren ganz eigenen Charme. Für so eine „Weekend Walkingstreet“, wird ein ganzer Straßenzug gesperrt, der auf mindestens 2km keine Wünsche offen lässt. Von Kleidung über Handarbeiten bis zu einer riesigen Fressmeile gibt es hier wirklich Alles.

die traditionelle Kleidung wird nur noch für die Touristen getragen.

Die traditionelle Kleidung wird nur noch für die Touristen getragen.

In der Fisch-Spa haben wir uns"durchkitzeln" lassen.

In der Fisch-Spa haben wir uns „durchkitzeln“ lassen.

Mit dem Nachtzug sind wir für die letzte Woche wieder nach Bangkok gefahren. Die ersten drei Tage haben wir bei einem Host, über Couchsurfing, ein bisschen Außerhalb gewohnt. Hier haben wir drei ruhige Tage verbracht, bevor wir dann für das thailändische Neujahrsfest, Songkran, wieder in die Innenstadt gefahren sind.
Das Fest wird auch Wasserfestival genannt, da wirklich jeder mit einer Wasserpistole oder einem Eimer herum läuft und egal ob Jung oder Alt bis auf die Haut nassgemacht wird. Es richtet sich nach dem Mondkalender und findet dieses Jahr von 12. bis 15. April statt. Somit war es für uns ein richtiges Abschiedsfest von Süd-Ost Asien. Nun sitzen wir am Flughafen und warten auf den Check-In, unser Heimflug wird ca. 13 Stunden dauern.

Das Festival ist eine einzige Wasserschlacht.

Das Festival ist die weltweit größte Wasserschlacht.

Ein Spaß für Jung und Alt - keiner bleibt hier trocken!

Keiner bleibt hier trocken! Da ist das Fotografieren gar nicht so einfach.

Jetzt ist erst einmal Schluss mit Reisen, jetzt fängt der Ernst des Lebens wieder an. Jobsuchen usw. Und wir müssen sagen, wir freuen uns drauf! Kaum zu glauben aber wahr, wir freuen uns sehr auf das Arbeiten.

Wir möchten uns an dieser Stelle auch noch mal ganz herzlich bei euch bedanken, dafür dass Ihr immer wieder unsere Reise interessiert verfolgt habt. Wir danken für die 12.768 Klicks und für die 195 Kommentare!

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Wir sagen Goodbye und Danke!

in Thailand werden auch Kois gegrillt!

Blub, blub blub, weg war er! Auf dem Grill…

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Bangkok und der Norden

Nachdem wir einen sehr schönen Strandurlaub auf Ko Lanta verbracht hatten, sind wir mit 2 Bussen und einer Fähre quer durch das Land auf die andere Seite nach Ko Samui gefahren. Die Insel liegt im Golf von Thailand und ist nach Phuket das beliebteste Reiseziel der Touristen. Mit viel Glück hatten wir Last Minute einen Host über Chouchsurfing gefunden. Loren hat uns 4 Nächte gratis in seinem Hostel übernachten lassen. In der Immigartion-Office auf der Insel konnten wir unser 30 Tage Visum problemlos um einen Monat verlängern. Nach 5 Stunden und um 1500 Bath/pP ärmer war alles erledigt.

Mit dem Flugzeug dauerte der Weg nach Bangkok nur 1 Stunde, totzdem waren wir den ganzen Tag unterwegs. Mit dem Taxi zur Fähre, mit dem Bus zum Flughafen und dann das Warten…

auch in Bangkok sind wieder viele Mönche unterwegs

Auch in Bangkok sind wieder viele Mönche unterwegs.

Im Lumphini-Park sind die wilden Varane die Hauptattraktion.

Im Lumphini-Park sind die wilden Varane die Hauptattraktion.

Muay Thai ist der Nationalsport Thailands. Wir waren Live dabei!

Muay Thai ist der Nationalsport Thailands. Wir waren Live dabei!

Auch hier gibt es ein Chinatown.

Auch hier gibt es ein Chinatown.

Die Stadt hat uns wirklich sehr positiv Überrascht! Abgesehen vom vielen SMOG und der brutalen Hitze, hat Bangkok viel zu bieten. Unser Chouchsurfing Host Toom wohnte ein bisschen außerhalb in Richtung Norden, die Busfahrten sind aber mit 30 Cent extrem günstig. Das Bus- und Metronetz ist in der ganzen Stadt gut ausgebaut und falls man einmal nicht mehr weiter weiß, versuchen die freundlichen Thailänder immer gerne zu helfen, auch wenn sie selbst keine Ahnung haben wo man hin muss. Somit war Tooms Zuhause genau das Richtige für uns, Gott-sei-dank wieder abseits vom Trubel. Wir waren nicht die einzigen Gäste. In der Woche, in der wir hier gewohnt haben, gingen über 20 andere Chouchsurfer ein uns aus…

Zum Abschied haben wir über den Dächern Bangkoks noch einen Cocktail getrunken.

Ausblick von der Bar „Cloud 46“, hier haben wir einen Abschiedscocktail getrunken.

Am Freitag den 13. haben wir Luisa in Bangkok zum Flughafen begleitet. Nach 6 gemeinsamen Wochen, ist uns der Abschied schon etwas schwer gefallen. Nun sind wir wieder zu zweit unterwegs. Zufällig haben wir noch bei der Seifenherstellung dabei sein können, eines von Tooms Hobbys.

Toom und Meike beim Schneiden der Seife.

Toom und Meike beim Schneiden der Seife.

Mit dem Bus ging es Richtung Norden.

Erst im Zug, dann mit dem Bus ging es Richtung Norden.

Fast nicht mehr erwartet, haben wir noch eine Farm zum Arbeiten gefunden. Ganz im Norden von Thailand, im Bundesland Lampang. Die Fahrt mit dem Nachtzug war super angenehm. Heute war der 2. Tag auf der Permakultur Farm. Bruce unser Gastgeber ist 82 Jahre alt und hat mehrere Permakultur-Design Kurse absolviert. Die Arbeit ist bis jetzt nichts Neues, aber Bruce ist sehr nett und kann unsere Hilfe gut gebrauchen! Wir haben ca. 1 Woche hier eingeplant, dann wollen wir noch ein bisschen den Norden bereisen.

Harry und Ulf beim Zementieren des Teiches.

Harry und Ulf beim Zementieren des Teiches.

Im Thai Arbeitsoutfit.

 

Wie es weiter geht, werdet ihr im nächsten und wahrscheinlich letzten Eintrag erfahren.

Bis dahin.

LG Meike & Harry

WELCMEO Thailand

Das Beitragsfoto spiegelt sehr gut die Englischkenntnisse der Thailänder wieder. Es ist sehr schwer jemanden zu finden, der wirklich Englisch spricht und nicht nur so tut als ob!

Aber es geht auch ohne. So hatten wir zu Beginn unseres Thailandaufenthaltes eine der schönsten Erfahrungen während unserer Reise. Wir wollten im Nordosten den Felsen Phu Thok besichtigen und waren eingeladen ein paar Tage bei den Eltern von Freunden aus Wien zu wohnen. Auch ohne sich groß verständigen zu können hatten wir eine wundervolle Zeit. Wir haben eine Gastfreundschaft entgegengebracht bekommen, die unvergleichbar großherzig ist. Wir wurden von morgens bis abends mit Leckereien verwöhnt; wir haben das wahrscheinlich beste Essen während unserer Reise gekocht bekommen. Alle möglichen thailändischen Gerichte: mit Kokosmilch, gegrilltem Fisch und Hot-Pot!
Der Ausflug zum Felsen mit dem Tuk-Tuk war wunderschön, wir haben Märkte besucht und zum krönenden Abschluss Affen aus der Hand gefüttert.
Vielen Dank auch an dieser Stelle an Roland, Gig und ihre Familie! 🙂

Da kann einem schon mal flau im Magen werden. Es geht viele 100 Meter steil nach unten.

Da kann einem schon mal flau im Magen werden. Es geht viele 100 Meter steil nach unten.

Über die wackeligen Holzkonstruktionen kann man den Felsen bis oben besteigen.

Über die wackeligen Holzkonstruktionen kann man den Felsen bis oben besteigen.

Harry und Luisa  mit Ti beim kochen.

Harry und Luisa mit Ti beim kochen.

Die Affen nehmen das Popcorn aus der Hand. Süß aber irgendwie doch gefährlich.

Die Affen nehmen das Popcorn aus der Hand. Süß aber irgendwie doch gefährlich.

Abschiedsfoto mit dem Großvater, Oh, Ti, Prasit und Manit.

Abschiedsfoto mit dem Großvater, Oh, Ti, Prasit und Manit.

Hier ein paar Eindrücke vom lokalen Markt. Aber uns kann ja nichts mehr schocken 😉
Schnell hat Prasit, alles was wir komisch beäugt haben, heimlich gekauft, um es uns am Abend daheim versuchen zu lassen…

Leckerer Fisch!

Leckerer Fisch!

Kleine Kücken am Spieß.

Kleine Vögel am Spieß.

Gegrillte Tintenfische.

Gegrillte Tintenfische.

Gesalzene Büffelhaut. wie auch immer man das isst??

Gesalzene Büffelhaut. Wie auch immer man das isst??

Noch mehr leckeren Fisch auf dem Grill...

Noch mehr leckeren Fisch auf dem Grill…

Frittierte Maden. Da mussten wir fast k**zen. Wirklich ekelhaft die Dinger!

Frittierte Maden. Da mussten wir fast k**zen. Wirklich ekelhaft die Dinger!

Honig. Die Warben und die Larven werden allerdings auch gleich mitgegessen. Gar nicht so schlecht.

Honig. Die Waben und die Larven werden allerdings auch gleich mitgegessen. Gar nicht so schlecht.

Noch nicht geschlüpfte Küken am Spieß. Wir konnten uns kaum überwinden. Der Anblick ist schon so grauenhaft.

Noch nicht geschlüpfte Küken am Spieß. Wir konnten uns kaum überwinden, das zu versuchen.

Eine Tüte Schaben für später. Luisa hats geschmeckt.

Eine Tüte Schaben für später. Luisa hats geschmeckt.

Mit dem Flugzeug haben wir uns dann schnurstracks auf dem Weg zum Strand gemacht. Was soll man sagen. Sommer – Sonne – Sonnenschein!

Als wir zu Beginn in Phuket angekommen sind, waren wir ein bisschen schockiert. Unser Hostel war in Patong, direkt im Rotlichtviertel, neben einer Disko. Im Zimmer war es die ganze Nacht so laut, dass das Bett vom Bass nebenan gewackelt hat! Die Sextouristen und der Alkoholkonsum, war nicht das, was wir gesucht hatten. Schnell sind wir von dort geflüchtet und haben Unterschlupf bei netten Couchsurfern am nächsten Strandabschnitt gefunden. Von da an ging es nur mehr Bergauf. Mit einem Boot sind wir auf die kleine Insel  Ko Yao Noi gefahren, hier leben rund 85% Muslime, also keine großen Partys mit Alkohol im Überschuss. Die Hostels waren uns aber doch zu teuer, daher haben wir kurzer Hand beschlossen am Strand zu campen. Im Nachhinein haben wir im Internet gelesen, dass darauf in Thailand sogar Gefängnisstrafe droht. Es war zwar traumhaft schön, einen ganzen riesigen Strand für uns alleine zu haben, aber das Risiko werden wir wohl nicht mehr eingehen.

Eine der Buchten auf Phuket.

Eine der Buchten auf Phuket.

Unser Schaltplatz am Strand. Einfach herrlich so nah am Meer.

Unser Camping-Schlafplatz am Strand. Vom „Bett“ aus konnten wir das Meer sehen.

Seither fahren wir von einem Strand zum Anderen und einer ist schöner als der Vorherige. Mittlerweile sind wir auf Ko Lanta und hier ist das klarste Wasser das wir je gesehen haben. So haben wir uns das vorgestellt. Das Wasser ist warm und der Sand ist weiß. Das Essen und die Unterkunft ist gut und günstig. Es ist jetzt schon extrem heiß und es ist erst Anfang März. Wir haben uns entschieden, mal ein paar Tage am Stück hier zu bleiben. Mal wieder richtig Urlaub machen und nicht jeden zweiten Tag Rucksack packen.

Weißer Sand und klares Wasser...

Weißer Sand und klares Wasser…

... es kann gar nicht schöner werden!

… es kann gar nicht schöner werden!

Wir haben uns entschieden die total von Touristen überlaufene Insel Ko Phi-Phi auszulassen, da das Wasser kann gar nicht mehr klarer und der Strand nicht mehr schön werden kann. Wir werden uns also noch ein paar Tage die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und senden liebe Grüße ins kalte Europa!

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Zwischenstopp in Laos

Affen werden als Haustiere gehalten und mit Energy-Drinks gefüttert

Affen werden als Haustiere gehalten und mit Energy-Drinks gefüttert.

Nach 30 Stunden Busfahrt sind wir erschöpft aber ohne große Zwischenfälle in Luang Prabang (ຫຼວງພະບາງ) angekommen. Mit Entsetzen mussten wir feststellen, dass Laos für uns das teuerste Land auf unserer bisherigen Reise ist. Aber es hat auf alle Fälle seinen eigenen Reiz. Laos ist 3 Mal so groß wie Österreich jedoch wohnen hier nur 6,5 Millionen Menschen. Auf unbefestigten, staubigen Serpentinenstraße fuhren wir mit dem Bus durch unberührte Landschaften und vorbei an ursprünglichen Dörfern.

Die alte Königstadt Luang Prabang liegt direkt am Mekong und ist für seine Naturschönheit, viele Tempel und seine Wasserfälle bekannt. Wir waren überrascht, dass die Bilder die wir von den Reiseagenturen gezeigt bekommen haben einmal wirklich der Realität entsprechen. Das Wasser war türkis-blau und die ganze Umgebung war einfach traumhaft schön. Nur die Wassertemperatur hätte ein bisschen höher sein können, das Bad war äußerst erfrischend.

Der Kuang Si Wasserfall ist die Hauptattraktion in Lang Prabang.

Der Kuang Si Wasserfall ist die Hauptattraktion in Lang Prabang.

Der Tag vorm Vollmond hat für die Mönche eine besondere Bedeutung.

Der Tag vorm Vollmond hat für die Mönche eine besondere Bedeutung.

Nach vier Tagen ging es dann weiter nach Vang Vieng (ວັງວຽງ). Für 170 km brauchten wir mit dem Bus 9 Stunden!!! Ein umgestürzter LKW verzögerte die Fahrt, aber ohne diesen Unfall wäre es auch nicht viel schneller gewesen. Vang Vieng ist umgeben von Karst-Formation und Regenwald und lädt somit förmlich zum Wandern ein.
Bekannt ist die Ortschaft jedoch auch für seine Partyszene, die zwar in den vergangenen zwei Jahren stark nachgelassen hat, aber dennoch vorhanden ist. Tubing ist hier die Hauptattraktion. In LKW Reifen kann man sich 5 km den Fluss hinunter treiben lassen und abwechselnd Bier oder Cocktails trinken. Früher führte der Alkohol- und Drogenkonsum während dem Tubing zu regelrechten Exzessen, wobei alleine 2011 27 Menschen starben. Daraufhin hat die Regierung viele der Bars am Ufer geschlossen, was nicht heißt, dass heute kein Alkohol mehr fließt. Am Abend gibt es im Dorf in einigen Bars Freigetränke, die haben wir uns natürlich auch nicht entgehen lassen. 🙂

Ein umgestürzter LKW blockierte die Straße

Ein umgestürzter LKW blockierte die Straße.

im Süden sind die Reisfelder schon wieder grün.

Im Süden sind die Reisfelder schon wieder grün.

Am Fluss kann man die Natur, die Ruhe und ein Bier genießen :-)

Am Fluss kann man die Natur, die Ruhe und ein Bier genießen.

Unseren letzten Stopp in Laos haben wir in der Hauptstadt Vientiane (ວຽງຈັນ) eingelegt. Eine überschaubare „Kleinstadt“ die nicht wirklich viel zu bieten hat. Wir haben über Couchsurfing wieder eine tolle Unterkunft gefunden. Unser Host Chris war Mr. New Zealand 2013 und ist ein Personal-Trainer. Er hat mich zu seiner morgendlichen Work-Out-Stunde mitgenommen – die Mädels sind daheim geblieben. Nach 3 Monaten mal wieder Sport. Morgen werde ich mich sicher nicht mehr bewegen können.

Mit dem Fahrrad erkundeten wir Pha That Luang, die wichtigste laotische Sehenswürdigkeit.

Mit dem Fahrrad erkundeten wir Pha That Luang, die wichtigste laotische Sehenswürdigkeit.

Morgen geht es weiter nach Thailand. Wir werden ein paar Tage im Norden verbringen, bevor wir in den Süden fliegen. Leider können wir weder über WWOOF noch über Workaway oder HelpX eine passende Farm zum Helfen finden. Das ist hier anscheinend nicht so einfach, wie wir es aus Latein Amerika gewohnt waren. Somit müssen wir eben doch am Strand Urlaub machen.

Ein Hund kam in die Küche…

Schon in Ho-Chi-Minh hat uns Khanh erzählt, dass Vietnamesen ALLES essen – und dass vor allem im Norden gerne Hund gegessen wird. In Ninh Bình haben wir dann zum ersten Mal geschlachteten Hund auf dem Markt gesehen. Im ersten Moment waren wir schon etwas geschockt, aber eigentlich ist es nichts anderes als kleine süße Kühe oder Schweine zu essen. Also haben wir uns vorgenommen auch Hund zu probieren, wenn es sich ergibt, wir wollen schließlich voll in die Kultur eintauchen…

Hier gibt es auf dem Markt nicht nur Schwein und Huhn.

Hier gibt es auf dem Markt nicht nur Schwein und Huhn.

Die Einheimischen nennen diese Köpfe "Smiling Dog".

Die Einheimischen nennen diese Köpfe „Smiling Dog“.

Der eigentliche Grund warum Touristen nach Ninh Bình kommen ist „Tràng An“. Die Landschaft wurde 2014 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Mit einem Ruderboot fuhren wir 3 Stunden über den klaren See, zwischen grünen Felsen und durch mystische Höhlen. Die Tempelanlagen am Ufer würden eine gute Filmkulisse abgeben.

Das hier die Götter wohnen kann man verstehen.

Das hier die Götter wohnen kann man verstehen.

Auch die Halong Bucht gehört zu den Weltkuturerben. Hier haben wir eine zweitägige Bootstour mit Übernachtung gebucht. Die Landschaft ist einfach umwerfend. Da wir in der Nebensaison hier waren, haben wir die Bucht fast für uns alleine gehabt. Das Boot war zwar sehr alt und kaputt, was aber der Stimmung keinen Abbruch getan hat.

Unzählige Felsen ragen auf dem Meer...

Unzählige Felsen ragen aus dem Meer…

Wir genießen dem Ausblick vom Boot.

Wir genießen den Ausblick vom Boot.

Abendstimmung beim Sonnenuntergang.

Abendstimmung beim Sonnenuntergang.

In Hanoi hatten wir wieder besonders viel Glück! Wir haben bei einer sehr netten Couchsurferin gewohnt. Yen hat uns viele tolle Tipps gegeben, wir konnten mal all unsere Kleidung waschen und wir hatten viele interessante Gespräche. Sie hat uns in ein ganz besonderes Restaurant geführt, in dem wir sicher die ersten ausländischen Gäste waren. Wir haben Hund gegessen! Gebraten, gekocht und als Wurst. Ihr werdet sicher denken wir sind verrückt, aber es hat gar nicht schlecht geschmeckt!

Wir waren überrascht, wie gut Hund eigentlich schmeckt.

Wir waren nervös, doch ohne Grund! Der Hund war lecker.

Hanoi hat uns sehr gut gefallen. Die Stadt ist sehr traditionell und es gibt Viel zu erkunden. Yen hat uns empfohlen den „Peach-Garden“ zu besuchen, ein Ausflugsziel für Einheimische. Die Vietnamesen lieben es hierher zu kommen um Fotos zu machen. Überall waren Brautpaare und verliebte Pärchen. Bitte lächeln!

Überall wird posiert und geknipst.

Überall wird posiert und geknipst.

Auch mit uns wollen viele Leute ein Foto machen.

Auch mit uns wollten viele Leute ein Foto machen.

Das traditionelle Wasserpuppentheater wurde früher auf den Reisfeldern aufgeführt. Die Vorführung im Herzen der Stadt hat uns in eine andere Welt entführt. Begleitet von traditioneller Livemusik tanzen die Holzpuppen in einem Wasserbecken.

Die Vorstellung hat nur 2,50 Euro gekostet.

Die Vorstellung hat nur 2,50 Euro gekostet.

Vor dem Mausoleum von Ho-Chi-Minh.

Vor dem Mausoleum von Ho-Chi-Minh.

Zum Abschluss unseres Vietnamaufenthalts wollten wir noch in dem Norden. Wir haben ein sehr schönes Hostel in Sa Pa mit Frühstücksbuffet und Blick auf den Fansipan, den höchsten Berg Indochinas mit 3153m, gefunden. Hier waren wir mal sportlich aktiv und haben 2 Tageswanderungen durch die Provinz Loa Chai unternommen.

Dieser Pulli ist wohl nicht traditionell :-), aber der Rock.

Der Pulli ist wohl nicht traditionell.

Dieses Gebiet ist ethnologisch eines der interessantesten der Welt. Da hier auf kleinstem Raum, bei nicht mehr als 3000 Menschen, über 30 verschiedene Volksstämme existieren. In ganz Vietnam gibt es noch über 70 verschiedene Stämme. Jedes Volk trägt seine spezielle, bunte, traditionelle Kleidung und spricht seine eigene Sprache!

Hier in der Region um Sa Pa leben noch die „Black H’mong“, die „Red Dazo“, die „Tay“, die „Giay“, die „Xa Pho“ und die „Kinh“. Vor allem die „Black H’mong“ sind hier stark vertreten und an ihrer Kleidung leicht zu erkennen. Sa Pa ist vor allem für seine Reis-Terrassen bekannt, die im Sommer zur Hochsaison grün leuchten.

Unsere Wanderungen führten uns durch die Reis-Terrassen. Wir hatten großes Glück mit dem Wetter!

Unsere Wanderungen führten uns durch die Reis-Terrassen. Wir hatten Glück mit dem Wetter!

Stolz lässt sich diese Frau porträtieren, das ist sehr selten!

Stolz lässt sich diese Frau porträtieren, das ist sehr selten!

Die H'mong Frauen weben und färben ihre Kleidung noch von Hand!

Die H’mong Frauen weben und färben ihre Kleidung noch von Hand!

Traditionell werden Bastkörbe zum Tragen von Lasten verwendet.

Traditionell werden Bastkörbe zum Tragen von Lasten verwendet.

Im Tal hängt zwar immer Nebel, aber es ist trotzdem wunderschön.

Im Tal hängt zwar immer Nebel, aber es ist trotzdem wunderschön.

Heute Abend brechen wir auf nach Laos. Uns steht die wohl längste und abenteuerlichste Busfahrt unserer Reise bevor. Wir werden über 28 Stunden unterwegs sein, dabei 3 Mal umsteigen, die Berge passieren und noch die Landesgrenze überqueren. Wir haben uns Reisetabletten gekauft und sind schon ein bisschen nervös und aufgeregt. Wie es uns ergangen ist, werden wir euch im nächsten Beitrag berichten. Drückt uns die Daumen!

So sehen die Liegebusse in Vietnam aus, in Laos wir es nicht so luxuriös sein.

So sehen die Liegebusse in Vietnam aus, in Laos wird es nicht so luxuriös sein.

Good Morning Vietnam

Wir bewegen uns immer weiter nach Norden in Richtung Hanoi. In Vietnam gibt es auch nur eine wirkliche Reiseroute für Touristen, daher haben wir keine große Wahl. Die Touristenhochburgen am Strand sind alle ganz klar von Russen dominiert. Die Speisekarten, ja sogar alles in den Reisebüros ist auf Russisch! Wir werden von den Einheimischen sicher auch für Russen gehalten…

In Ho-Chi-Minh-Stadt haben wir Luisa vom Flughafen abgeholt. Hier haben wir ein paar Tage bei einer ganz tollen Couchsurferin geschlafen. Khanh hat sogar für uns gekocht und gewaschen! Ihre Wohnung ist ca. 30 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, was uns aber sehr gut gefallen hat, denn hierher verirren sich sonst keine Touristen. Durch den kleinen Markt direkt vor der Tür, hatten wir einen guten Einblick in das Leben der Einheimischen.

Gruppenfoto mit Khan und Lilly.

Gruppenfoto mit Khanh und Lilly.

Ein Fleischstand am Markt.

Ein Fleischstand am Markt.

In Vietnam isst man auch Schlange, Frosch und Aal.

In Vietnam isst man auch Schlange, Frosch und Aal.

Am Reisstand gibt es Solo viele verschiedene Sorten reis!

Am Reisstand gibt es sooo viele verschiedene Sorten Reis!

DSC_0831Von unserem 7$-Tagesausflug ins Mekong-Delta haben wir uns eigentlich nicht viel erwartet, wurden dann aber durch viele inkludiert Aktivitäten überrascht. Bienenfarm mit gratis Honig und Schnaps Verkostung, Riesenschlange, Bonbonfabrik, Krokodilfarm mit gratis Fahrradverleih, Bootsfahrt durch die Mangroven, Obstverkostung bei traditionellem Gesang…

Im Internet hatten wir von dem Projekt „OpenFactory“ der deutschen Outdoormarke TATONKA gelesen. Zufälligerweise war die Fabrik nur 10 Minuten von unserer Couchsurferin entfernt! Die gratis Führung durch das Werk hat uns einen Einblick hinter die Kulissen der Textilherstellung ermöglicht. Wir waren schwer beeindruckt! Super Arbeitsverhältnisse, helle Räume, Sicherheitsstandards,… keine Spur von Kinderarbeit.

Der Buddha ist mit 35m der Längste der Region.

Dieser Buddha ist mit 35 Metern der Längste seiner Region.

Die Schlange war richtig schwer und glitschig...

Die Schlange war richtig schwer und glitschig…

Die Einheimischen steuern gekonnt durch die engen Wasserstraßen.

Die Einheimischen steuern gekonnt durch die engen Kanäle.

Die 130km nach Mũi Né dauerten im Liegebus nur 5 Stunden. Unser Guesthouse wurde von einer immer freundlichen, lachenden Vietnamesin geführt und das Meer war nur 2 Minuten entfernt! Der Badeort ist vor allem für die weißen und roten Sanddünen bekannt.

Der Sand ist unglaublich weich und sieht fast schon unecht aus!

Der Sand ist unglaublich weich und sieht fast schon unecht aus!

Die Fischer fahren mit ihren kleinen N Schalenbbooten aufs Meer hinaus.

Die Fischer fahren mit ihren kleinen Schalen aufs Meer hinaus.

Auch die Kühe suchen Abkühlung am Strand.

Auch die Kühe suchen Abkühlung am Strand.

In Nha Trang haben wir noch mal das Meer und die Wärme in vollen Zügen genossen. Am ersten Tag haben wir eine Inselshopping-Tour mit lustiger Unterhaltung gemacht. Denn zweiten Tag haben wir am Stadtstrand mit zwei Meter hohen Wellen verbracht…

Der Strand ist groß und sauber.

Der Strand ist groß und sauber. Das Wasser hat angenehme Badetemperatur.

Mit dem Nachtbus fuhren wir 12 Stunden nach Hội An. Eine Altstadt wie aus dem Bilderbuch. Die ganze Stadt ist mit bunten Lampions geschmückt und auf dem Fluss schwimmen leuchtende Kerzenschiffchen. Die Geschäfte in den Gassen laden zum Flanieren ein und in den zahllosen Schneidereien, kann man sich für wenig Geld Kleider und Anzüge nach Maß anfertigen lassen.

Eine kleine Kerze auf dem Fluss schwimmen zu lassen bringt Glück!

Eine kleine Kerze auf dem Fluss schwimmen zu lassen bringt Glück!

An der Flusspromenade kostet das Bier 16 Cent.

An der Flusspromenade kostet das Bier 16 Cent.

Die Lampionas leuchten in allen Farben.

Überall leuchten die bunten Lampions in allen Farben.

Nun sind wir im verregneten, 20°-Grad kalten Huế. Durch den Seiteneingang haben wir uns in die Hauptsehenswürdigkeit, die Zitadelle, geschlichen. Mit umgerechneten 5 Euro wäre der Eintritt auch viel zu teuer gewesen, denn die Tempelanlage hat uns nicht besonders beeindruckt.

Der Eingang in die "verbotene Stadt".

Das Eingangstor in die „verbotene Stadt“.

Sogar Goldfische werden auf dem Motorroller verkauft.!

Sogar Goldfische werden auf dem Motorroller verkauft!

Traditionelle Verkäuferinnen mit Hut und Tragekorb sieht man überall im Land.

Traditionelle Verkäuferinnen mit Hut und Tragekorb sieht man in allen Städten.

Die einheimischen essen vor allem Suppen. Diese BunBoh schmeckt wirklich super!

Die Einheimischen essen vor allem Suppen. Diese „Bun Bo“ schmeckt wirklich super!

Heute Abend fahren wir mit dem Nachtbus weiter nach Ninh Bình. Die Fahrt dauert wieder 12 Stunden. Wir sind zum Glück klein, daher macht uns die Nacht um Liegebus keine Sorgen. Für große oder kräftige Leute ist das sicher kein Spaß! Wir sind schon gespannt was uns erwartet… Bis bald & liebe Grüße!

Alles Roger in Kambodscha?!

Wow! Wir haben gerade festgestellt, dass der letzte Beitrag doch schon wieder 2 Wochen her ist. Die Zeit vergeht wie im Flug.
In Sihanoukville haben wir das Visa für Vietnam organisiert. Wir mussten nur einen Tag warten und alles hat problemlos geklappt. Aber es ist mega teuer! 60$ pro Person für 30 Tage Aufenthalt.

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DSC_0350Weihnachten auf der Insel war wunderschön und entspannend. Wir haben 4 Tage NICHTS gemacht und uns von morgens bis abends die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. 🙂 Wir hatten einen Bungalow mit Meerblick und konnten so schon morgens vom Bett aus aufs Meer schauen… Ah ja, was ein Leben!

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DSC_0522Am 28. Dezember sind wird dann nach Kampot gefahren, dort haben wir eine ganze Woche verbracht. Zu Beginn haben wir in einem sehr netten Hostel etwas außerhalb gewohnt. Später haben wir ein kleines Zimmer in einer Pizzeria mit Fenster ins Restaurant gehabt.

Die Gegend um Kampot ist für ihre Höhlen bekannt. Zufällig haben wir zwei Jungs getroffen die uns durch die engen Gänge geführt haben. Außerdem wird in der Region Pfeffer angebaut und ironischerweise wird auch Salz abgebaut. Wir haben uns für ein paar Tage einen Roller gemietet und die Umgebung erkundet.

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DSC_0451Hier in Kambodscha wird wirklich alles auf Motorrädern transportiert. Es dürfen so viele Personen mitfahren wie möglich, wobei nur der Fahrer einen Helm braucht. Kleine Motorräder ziehen riesige Anhänger und es darf so viel transportiert werden wie drauf passt. Man sieht die kuriosesten Anbauten, die sicher kein TÜV der Welt abnehmen würde.

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Wie in jeder anderen Stadt gibt es auch hier wieder einen kunterbunten Markt. Die Männer warten während die Frauen shoppen 🙂

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Nun sind wir wieder in der Landeshauptstadt Phnom Penh bei sehr netten Couchsurfern und fahren morgen mit dem Bus nach Ho-Chi-Minh-Stadt (vietnamesisch Thành phố Hồ Chí Minh) in die größte Stadt Vietnams. Wir freuen uns schon sehr übermorgen meine Schwester Luisa am Flughafen abzuholen. Sie wird die nächsten 2 Monate mit uns reisen!
Das wird sicher eine lustige Zeit 🙂

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Alles in allem hat uns Kambodscha sehr gut gefallen. Die Menschen sind sehr nett und vor allem die Kinder sind offen und immer am Lachen. Es ist definitiv eine Reise wert!

Das Leben am Land

Wir haben in den letzten Tagen viel erlebt und viele Eindrücke gewonnen. Vom Norden des Landes sind wir über ein paar Zwischenstopps nun in den Süden gereist.

 

Über Couchsurfen haben wir Oum einen „Local“ kennengelernt. Er ist in Siem Reap geboren und arbeitet als Tourguide in Ankor. Wir haben ihm geschrieben, dass wir gerne auf Farmen arbeiten und bei der Reisernte helfen möchten. Seine Schwiegereltern wohnen in einem kleinen Dorf 40 km westlich von Siem Reap. In dem Dorf wohnen ca. 120 Familien die vom Reisanbau leben. Er hat uns eingeladen mit ihm aufs Land zu fahren und ein paar Tage dort zu verbringen. Wir waren am Anfang sehr skeptisch und um ehrlich zu sein auch ein bisschen misstrauisch. Wir wollten aber gerne bei der Reisernte helfen und haben uns auf das Abenteuer eingelassen.

Rechts das Haus zum schlafen, links die Küchenhütte.

Rechts das Haus zum Schlafen, links die Küchenhütte.

Alle schlafen in einem Zimmer auf Bastmatten am Boden.

Wir schlafen alle in einem Zimmer auf Bastmatten am Boden.

Es wird mit Holz gekocht, die Küche ist sehr spartanisch eingerichtet.

Es wird mit Holz gekocht, die „Küche“ ist sehr spartanisch eingerichtet.

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Vom Lebensstandard der Menschen war das sicher eines der ärmsten Dörfer die wir je gesehen haben. Die Menschen wohnen in einfachen Hütten aus Holz mit Wellblechdach, schlafen auf dem Boden, essen Reis und Fisch und arbeiten hart. Der Fisch wird in den umliegenden Flüssen gefangen. Oft wird er getrocknet, damit er länger haltbar ist. Wir durften immer zuerst essen, danach die Eltern und anschließend die Kinder, dann die Hunde.

Oum’s Schwiegereltern besitzen 5 Kühe, 2 Schweine, ein paar Hühner und Enten und zwei Hunde. Die Kühe sind ausschließlich zum Arbeiten. Sie werden zum Pflügen eingesetzt und ziehen die Karren. Milch oder Fleisch liefern sie keine.

Der Fisch wird gesalzen und in der Sonne getrocknet.

Der Fisch wird gesalzen und in der Sonne getrocknet.

Ein Feierabendbier mit Ums Schwiegereltern.

Ein Feierabendbier mit Oum’s Schwiegereltern.

Zum Bier gibt es Tamarinde und Chillisalz.

Zum Bier gibt es Tamarinde und Chillisalz.

Oum’s Familie, die Kinder, einfach alle Menschen im Dorf haben sich gewundert, warum wir bei der Reisernte helfen wollen und was wir überhaupt in ihrem Dorf suchen!? Die Kinder haben gelacht und sich vor uns versteckt und auch viele der Erwachsenen haben noch nie einen „Europäer“ so nahe gesehen. Wir wurden von allen Seiten interessiert begutachtet, wie ein Tier im Zoo. Sie haben uns gefragt, was wir für eine Creme benutzen. Denn sie konnten nicht glauben, dass unsere Haut so hell ist. Es hat einige Überzeugungsarbeit gekostet und viele „Bitte, Bitte“, um Oum’s Schwiegereltern davon zu überzeugen uns wirklich mit aufs Feld zu nehmen. Sie waren der Meinung die harte Arbeit und die Sonne sei nichts für uns. Wir sollen doch einfach nur Urlaub machen und wir seinen als Gäste willkommen auch ohne zu Arbeiten. Schließlich konnten wir sie aber doch überreden uns mitzunehmen.

Der Tag beginnt um 5.30 Uhr, wenn die Sonne anfängt aufzugehen. Der Weg zur Arbeit ist ein ca. 3 km langer, strammer Fußmarsch durch die Felder. Viele der Frauen und Männer arbeiten Barfuß. Zum Schutz vor der Sonne brauchen wir alle einen Hut und lange Ärmel. Manche der Reisfelder sind schon trocken, andere sind noch geflutet. Es ist nicht leicht durch den Schlamm zu laufen.

Auf dem Weg zur Arbeit...

Auf dem Weg zur Arbeit…

... geht es durch Knietiefen Schlamm.

… geht es durch knietiefen Schlamm.

Jede Ähre zäht!

Jede Ähre zäht!

Mit einer Sichel wird jeder Halm abgeschnitten und zu dicken Bündeln gesammelt. Geschickt werden die Bündel mit anderen Halmen zusammengedreht. Die Arbeit ist wirklich anstrengend und wir stehen unter ständiger Beobachtung. Wir verstehen zwar kein Wort und Oum ist nicht mit zum Übersetzen, aber wir sind uns sicher, dass der ein oder anderen Witz über uns gemacht wird. Die Stimmung ist gut, die Männer singen und die Frauen quatschen und lachen. Bei der Pause sitzen alle zusammen im Schatten, es gibt Reis, Gemüse und Fleisch. Natürlich auch Bier und Reisschnaps.

Mit der Sichel werden die Halme abgeschnitten.

Mit der Sichel werden die Halme abgeschnitten.

Überall sieht man die Menschen bei der Ernte.

Die Halme werden zu Bündeln gedreht.

Am Feldrand angekommen, sieht man eine andere Gruppe arbeiten.

Am Feldrand angekommen, sieht man eine andere Gruppe arbeiten.

Die Bündel werden gesammelt ...

Die Bündel werden gesammelt …

Wir machen pause im Schatten.

Wir machen Pause im Schatten.

Im Reisfeld geht es nur Barfuß.

Im Reisfeld geht es nur Barfuß. Unsere Füße sind heute noch schmutzig.

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Die Bauern bewirtschaften ihre Felder in einer Art Genossenschaft. Familien mit der gleichen Hektar Anzahl schließen sich zusammen und helfen sich gegenseitig bei der Ernte. Alleine wäre das nicht zu schaffen. Mit den Ochenskarren wird die Ernte nach Hause gebracht. „Früher“, bis vor 2 oder 3 Jahren, wurden die Reiskörner mit Hilfe der Ochsen gedroschen. Heute wird bequem auf die Dreschmaschine gewartet, die von Hof zu Hof kommt, um die Reiskörner vom Stroh zu trennen.

Mit den Ochsenkarren wird die Ernte eingefahren.

Mit den Ochsenkarren wird die Ernte eingefahren.

Nach dem Dreschen wird nach nachsortiert.

Nach dem Dreschen wird noch nachsortiert.

Die Vorstellung, dass auch bei uns in Europa bis vor 2 Generationen noch so Landwirtschaft betrieben wurde und dass heute GPS gesteuerte Traktoren alleine über die Felder donnern, versetzt uns ins Staunen. Es wird uns klar, was Industrialisierung bedeutet. Unsere Großelterngeneration hat noch genau so wie die Menschen hier am Feld gearbeitet. Mit Sichel und Dreschflegel. Der Weg in Kambodscha vom Entwicklungsland zur Industrienation ist noch weit, aber wer weiß schon wie schnell es sich vielleicht ändern wird?

Die Kinder lachen und spielen den ganzen Tag.

Die Kinder im Dorf lachen und spielen den ganzen Tag.

Es braucht nicht viel zum Spielen.

Es braucht nicht viel zum Spielen.

Neffen und Nichten von Um vor unserer Hütte.

Neffen und Nichten von Oum vor unserer Hütte.

DSC_3060Zum Schluss unseres Aufenthalts wollten wir noch die Schule besuchen. Die Kinder gehen eher sporadisch in die Schule. Sie Spielen lieber und verstehen nicht, warum es wichtig ist Lesen und Schreiben zu lernen.

Die Klasse ist voll, aber es herrscht Disziplin. Es werden gerade die Zahlen geübt. Neun ist an der Reihe; es sieht verdammt kompliziert aus. Die Buchstaben haben keinerlei Ähnlichkeit mit unseren. Wir können nichts lesen oder verstehen. Die Lehrerin gibt ihr Bestes und macht einen bemühten Eindruck. Zum Abschied bekommen wir noch ein Lied vorgesungen, über einen kleinen Schmetterling der am Himmel fliegt.

Auch die Kinder in der Schule haben sich über unseren Besuch gefreut.

Auch die Kinder in der Schule haben sich über unseren Besuch gefreut.

Die Zahl 9 in Kambodschanisch ?!

Die Zahl 9 in Kambodschanisch ?!

Wir verabschieden uns vom Landleben und fahren wieder in die Stadt.

Wir verabschieden uns vom Landleben und fahren wieder in die Stadt.

IMG_0698Mit unseren vielen Eindrücken fahren wir weiter zu unserem nächsten Ziel; über einen Aufenthalt in Battambang in die Hauptstadt nach Phnom Penh. Wir wollten uns ein wenig mit der Geschichte des Landes und der Kulur auseinander setzten. Außerdem gibt es jede Menge schöne Gebäude und Tempel die besichtigt werden wollen.

kng_Fields_filmDie Diktatur der Roten Khmer in Kambodscha endete erst 1979. Es wurden über 1/3 der Bevölkerung getötet. Es wird gesagt, dass die Grausamkeit und die Brutalität des Regimes durchaus mit den Taten der Nazis vergleichbar sind. Im Tuolsleng Museum in Phnom Penh, werden Bilder der Opfer und Täter ausgestellt. Der Film „Killing Fields“ von 1984 mit John Malkovich wird noch immer in allen Kinos in der Stadt gespielt und lockt hauptsächlich die Touristen an. Der Film gibt einen kleinen Eindruck in die Zeit der kommunistischen Khmer Rouge Regierung.

Nachdem wir in Battambang in einem schönen Hostel gewohnt haben, hatten wir in Phnom Penh wieder Glück mit unserem nächsten Couchsurfer. Wir hatten ein Zimmer mit großem Bett, einem großen Fernseher und ein eigenes Bad. Der Kühlschrank ist voll mit Bier; ja sogar einen Pool gibt es in der Apartmentanlage mit Blick auf den Mekong River.

Der Blick von unserer Terrasse.

Der Blick von unserer „eigenen“ Terrasse auf den Mekong.

Inzwischen sind wir in Sihnoukville am Meer. Wir haben über Weihnachten einen Bungalow auf der Insel Koh Rong Samloem gemietet. Mal wieder richtig Entspannen, fernab vom Trubel. Ohne Internet und Massentourismus.

Wir wünschen euch frohe Weihnachten und ganz viel Spaß beim Geschenke Auspacken, Schlemmen und Feiern.

FROHE WEIHNACHTEN – merry christmas – រីករាយថ្ងៃបុណ្យណូអែល

Und täglich grüßt das Murmeltier

Diesen Beitrag haben wir aus zwei Gründen nach dem gleichnamigen Film benannt. Zum Einen, da uns täglich ein Murmeltier an der gleichen Stelle grüßt, zum Anderen, weil auch bei uns jeder Tag ziemlich gleich abläuft. Daher wollen wir euch mit vielen Bildern unseren Alltag auf der Alp im Wärgistal bei Grindelwald schildern. Zu Beginn der Saison hatten wir stolze 55 Kühe zu melken, mittlerweile sind 10 Stück trocken; das heißt sie sind in „Schwangerschaftsurlaub“ und müssen nicht mehr gemolken werden. Auch die Milchmenge die wir zu „Berner Oberländer Alpkäse“ verarbeiten hat sich in den letzten Wochen rapide von 950 L auf etwa 400 L eingependelt. Es gibt aber immernoch genug zu tun!

Der Wecker klingelt jetzt erst um 4:15 Uhr! Juhu! Im Juni und Juli sind wir schon um 3:45 Uhr aufgestanden. Nach dem Zusammenbauen der Melkeimer und ein paar Vorbereitungsarbeiten gehen wir im Dunkeln mit Stirnlampe die Kühe hohlen, oder besser suchen. 🙂

DSC_9451Noch eine kurze Pause – dann dürfen die Kühe nach dem Melken wieder raus. Sie sollen viel fressen, damit am Abend die Euter wieder prall gefüllt sind! Wir müssen das Melkgeschirr waschen, während dessen fängt Tom, unsere Hilfe aus Japan, schon mit dem Misten an.

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Nach einem kurzen Frühstück, geht es dann beim Käsen richtig rund. Kultur messen, Einlaben, Bruch schneiden, Käse aus dem Kessi hohlen, Kessi putzen, Käse pressen, und und und …
Gegen 11:00 Uhr sind wir dann mit dem Käsen und im Stall fertig.

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Die stärke der Kultur beeinflusst den ganzen Vorgang beim Käsen.

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Das Schneiden des Bruchs benötigt viel Konzentration und Genauigkeit! Die Größe des Bruchkorns ist sehr wichtig für die spätere Entwicklung des Käse.

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Und wenns mal wieder klemmt…

 

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… dann muss Tom helfen das Kessi vom Feuer zu schwenken.

Bei 52°C holt Harry den Burch aus der Molke.

Bei 52°C nimmt Harry mit einem Tuch den Bruch aus der Molke.

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Dann noch abtropfen lassen…

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… und nun wird der Käse schnell in die Formen gepresst.

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Die ganze überschüssige Molke muss aus dem Kessi geschöpft werden, damit es ordentlich geputzt werden kann. Ganz links im Bild sind die 4 Käse auf der Presse zu sehen.

Als nächstes geht es mit unserem roten Alpenexpress in den „Spicher“, so nennen die Schweizer das Käselager. Hier werden die frischen Laibe 24 Stunden im Salzwasser gelagert, dann kommen Sie ins Regal und wollen alle 2 Tage gedreht und gepflegt werden. Das heißt, jeder der bis zu 24 Kilo schweren Käse wird aus dem Regal genommen, umgedreht, mit Salzwasser gerieben und wieder ins Regal gelegt. Das dauert bei mittlerweile über 300 Käsen fast 2 Stunden.

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Zurück in der Hütte wird gekocht und Mittag gegessen. Und wenn die Zeit es erlaubt, gibt es noch eine kleine Pause. Zwischen 14:15 Uhr und 15:15 Uhr machen wir uns dann wieder auf den Weg die Kühe zu suchen, je nach dem wo die Kühe am Morgen hin getrieben wurden. Wenn alles gut klappt sind die Kühe bis halb 5 im Stall und wir können um 17:00 Uhr mit dem Melken beginnen. Wenns nicht gut klappt, fehlen wie gestern 12 Kühe, die erst 2 Stunden verspätet ankommen. 🙂

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Leider sieht es hier oben aber zu 90% so aus. Nebel, Regen oder Schnee! Wir haben echt Pech mit dem Wetter!

Leider sieht es hier in den Bergen aber zu 90% so aus. Nebel, Regen oder Schnee! Wir haben echt Pech mit dem Wetter!

Nach dem Melken wieder Kühe raus treiben, Waschen, Misten und dann gibt es meistens gegen 20.00 Uhr Abendessen. Oft schaffen wir es so gegen 21:00 Uhr ins Bett zu kommen. Es ist doch einfach herrlich, wenn man müde ins Bett fällt und sofort einschlafen kann; und wenn man isst weil man Hunger hat und nicht weil halt Zeit zum Essen ist!

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Beim Abendessen mit Besuch aus Wien und Japan. 🙂

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Sogar Sushi hatten wir schon 3 Mal! Einfach lecker…

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Einer unserer kleinen Käse, ein „Mutschli“. Er kann schon nach 4 Wochen gegessen werden.

IMG_0148Ach Ja, auch die drei Schweine wollen morgens und abends gefüttert werden!

DSC_1226 DSCN0363So, dass war jetzt mit vielen Bildern und weniger vielen Worten ein kleiner Eindruck von unserem Leben auf der Alp. Arbeiten, wo Andere Urlaub machen! Hart, aber schön! Jetzt reichst mit blöden Sprüchen. Wir melden uns wieder, wenn wir besseres Internet haben und die Tickets für den nächsten Flug nach Asien gebucht sind. Bevor es dann im Oktober weiter geht mit dem Teil 2 unserer „großen Reise“, werden wir einige von euch sicher noch an der Einhäuser Kerwe oder in Wien sehen. Dann stehen wir für Details und Fragen zur Verfügung. Bis dahin! Mit ganz lieben Grüßen von der Alp

Harry, Meike, Tom und Daila

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Nanu! Was macht denn die Irene da?

Viva Catalunya!

Auf ins Legoland!

Auf ins Legoland!

Anfang Mai waren wir eine Woche im Familien-Urlaub in Dänemark. Mit einem Neunsitzer ging es ca. 9 Stunden in Richtung Norden. Mal was ganz Anderes; nicht immer in den warmen Süden. 🙂 Mit 8 Erwachsenen und einem Kind waren wir im Legoland, im Wasserpark und auf „Safari“ im Zoo. Am besten war die Rullepølse!

Da wir bis Alpbeginn aber noch 3 Wochen Zeit hatten, wollten wir uns ja nicht faul auf die Pelle hocken. Nach langem Flüge checken und überlegen, haben wir uns dann zwischen Türkei, Lettland und Spanien für eine Farm in Les Llosses in den Pyrenäen entschieden.

Mitten im Grünen.

Mitten im Grünen.

Das Bauernhaus mit Stallung.

Das Bauernhaus mit Stallung.

Wir waren auf einem alten rustikalen Hof aus dem Jahre 1896. Zu unseren Arbeiten gehörte das tägliche Melken von 28 Milchkühen. „Torro“ ein stolzer Charolais Bulle bewachte seine Holstein-Kuhdamen, er ist aber so zahm war wie ein kleines Kälbchen. Zusammen mit zwei anderen Helfern hatten wir eine Menge Spaß beim Ausmisten, Zäunen und Gemüsegarten Anlegen. Auch beim Käsen waren wir wieder einmal dabei.
Josep und seine Mutter wohnen normalerweise alleine auf der Farm, was eine Menge Arbeit bedeutet! Auch mit unserer Hilfe waren alle trotzdem täglich ausgelastet.

Torro will selbst beim Melken nicht von ihrer Seite weichen. Etwas gefährlich.

Torro will selbst beim Melken nicht von ihrer Seite weichen. Etwas gefährlich.

Harry und Mel aus Italien.

Harry und Mel aus Italien.

Mit Josep und seiner Mutter am Wahlsonntag.

Mit Josep und seiner Mutter am Wahlsonntag.

Ein Blick in den Käseraum.

Ein Blick in den Käseraum.

Auch beim Couchsurfen in Barcelona  hatten wir mal wieder eine Menge Glück! Bei Humam, einem jodanischen Gittarenmusiker, wohnten wir drei Tage in einem super Stadtteil mit Meerblick. Humam ist der höflichste und freundlichste Gastgeber den man sich wünschen kann. Bei zwei „OpenMic“ Veranstaltungen konnten wir ihn abends spielen hören und waren total begeistert.

Unser Gastgeber Humam; live in action :-)

Unser Gastgeber Humam; live in action 🙂

Die berühmte Sagrada Familia - niemals fertig!

Die berühmte Sagrada Familia – niemals fertig!

Ein typischer Straßenzug im Arbeiterviertel Barceloneta.

Unser Zuhause in einem typischen Straßenzug im Arbeiterviertel Barceloneta.

Der Stadtstrand, nur eine Minute zu Fuß.

Der Stadtstrand, nur eine Minute zu Fuß.

Gestern sind wir in Frankfurt gelandet und jetzt heißt es packen, denn am 7. Juni fängt der Ernst des Lebens an. Es geht los in die Schweiz. Das heißt viel Arbeit, Verantwortung und jede Menge Käse!

Karnevall in Rio

Die Armut in den Favelas ist unüberschaubar.

Die Armut in den „Favelas“ ist enorm.

In Brasilien sind die Menschen so vielfältig wie die Landschaft, die sie bewohnen. Laut Reiseführer sind 55% der Bevölkerung weiß, 6% schwarz, 38% gemischt und 1% andersfarbig.

Links im Bild der "Zuckerhut".

Mittig-links im Bild der „Zuckerhut“.

Rio de Janeiro ist umgeben von traumhaften Bergen und weißen Sandstränden, grünen Regenwäldern und tiefblauem Meer. Die multikulturelle Bevölkerung der Stadt lebt im Rythmus der Samba-Klänge und tummelt sich gerne an den weltberühmten Stränden von Capacabana und Ipanema, genießt die Aussicht vom „Zuckerhut“ oder feiert in einer der zahlreichen Bars oder Cafés die überall zu finden sind.

„Tall and tan and young and lovely, the girl from Ipanema goes walking…“ wie schon Frank Sinatra gesungen hat. Heute aber im Tanga! Das ist wohl der größte Unterschied zwischen Touris und Einheimischen am Strand.

Am Strand von Ipanema...

Am Strand von Ipanema…

... und Sonnenuntergang an der Copacapana.

… und Sonnenuntergang an der Copacapana.

Einen besseren Abschluss unseres Latein Amerika Aufenthalt als den Karnevall hätten wir uns nicht wünschen können. Die 6 Millionen Einwohner und noch mehr Touristen feiern ausgelassen eine ganze Woche lang. Zu jeder Tages- und Nachtzeit sind die Straßen voll und an jeder Ecke gibt es „Blocos„. So heißen die Musik-Umzüge mit Trommeln bei welchen tausende Menschen durch die Straßen ziehen. Unser Zuhause bei Sascha war einfach super und dazu mitten im Partybezirk Lapa! Viele Bilder gibt es aber nicht, da alle Wertsachen Zuhause am Besten aufgehoben waren.

Alle sind verkleidet!

Nach dem Frühschoppen mit Miriam vor der „Escadaria de Selarón“.

Eine kleine Abkühlung bei 39 Grand -  das tut gut!

Eine kleine Abkühlung bei 39 Grad – das tut gut!

Die wohl bekannteste Statur der Stadt!

Die wohl bekannteste Statur der Stadt – der Cristo.

Urlaub vom Urlaub!

Es ist herrlich. Alles ist organisiert. Wir müssen uns nicht überlegen wo wir als nächstes schalfen und welchen Bus wir nehmen. Trotzdem bekommen wir in kurzer Zeit viel zu Sehen!
Unsere Reisegruppe besteht aus 16 Personen zwischen 18 und 39 Jahren. Unter anderem Briten, Norwegerinnen, Holländer, einem Australier und einer Französin. Das Klima in der Gruppe ist durchweg gut und es macht Spaß mit anderen zusammen zu Reisen.

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Unser erster Stopp nach Lima war Paracas. Hier besichtigten wir eine kleine Winzerei die das Nationalgetränk „Pisco“ herstellt, ein Weinbrand mit 42% Alkohol. Nach der Verkostung von 6 verschiedenen Variationen, war das anschließende Sandboarden um so lustiger. Inmitten einer gigantischen Sandwüste befindet sich die Oase Huacachina. Von dort ging es mit Sandbuggies steil die Dühnen bergauf.

Buntes getummel am Strand.

Buntes Getummel am Strand von Paracas.

Hierin werden die Trauben vergoren.

Hierin werden die Trauben für den Pisco vergoren.

Die Gruppe beim Sandboarden!

Die Gruppe beim Sandboarden!

Sand soweit das Auge reicht!

Sand soweit das Auge reicht!

Die Oase mitten in der Wueste.

Die Oase mitten in der Wüste.

Am nächsten Tag beeindruckten uns die Nasca Linien. Mit einer kleinen Cessna konnten wir die unglaublichen, über 2000 Jahre alten Zeichnungen aus der Luft betrachten. Es handelt sich um 70 Steinzeichnungen in der größe zwischen 60 und 400 Metern.  Immer noch ist die genaue Entstehung ungeklärt, jedoch wird eine Mischung aus agrikultureller, astronomischer und religiöser Bedeutung der Linien angenommen.

Der Kondor, das Wahrzeichen von Peru.

Der Kondor, das Wahrzeichen von Peru.

Zum Vergleich die Groese der Strase!

Der Baum. Zum Vergleich die Größe der Straße!

Ein komfortabler Nachtbus brachte uns in 10 Stunden nach Arequipa. Die weiße Stadt ist das Tor in die Anden. Vor hier aus fuhren wir in den Colca Canyon zum Kondor-Watching. Auf dem Weg gab es große Herden wilder Vicuñas zu sehen, eine der Kamelarten der Anden.

Ein wildes Vicuna...

Ein wildes Vicuña…

Der Kondor ist der größte und schwerste Greifvogel der Welt und kann eine Flügelspannweite von bis zu 3,2 Metern erreichen. Auf 5010 Metern überquerten wir den höchsten Pass im Süden Perus. Der Colca Canyon ist mit über 3000 Metern um einiges Tiefer als der bekannte Grand Canyon in den USA. Es ist aber nur die zweit tiefste Schlucht der Welt. Der Rekordhalter befindet sich in Griechenland.

In den heißen Quellen von Chivay konnten wir uns am Abend im mineralhaltigen, 45° Grad heißen Wasser so richtig einweichen lassen. Danach gab es beim Abendessen traditionelle Tänze der Region.

Der Hauptplatz von Arequipa.

Der Hauptplatz von Arequipa.

Die Kartoffelvielfalt am Markt ist unglaublich!

Die Kartoffelvielfalt am Markt ist unglaublich!

Der Colca Canyon!

Der Colca Canyon!

Einige der Bilder haben wir von unserer französischen Mitreisenden Benedikt bekommen, da unsere Kamara jetzt kaum noch akzeptable Bilder macht.

Morgen Früh werden wir zu unserer 4 tägigen Wanderung auf dem Inka Trail nach Machu Picchu aufbrechen. Darauf freuen wir uns schon sehr, es wird aber sicher eine Herausforderung!

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7 Stunden Achterbahn zum Strand

Blick über die Stadt in den grünen Bergen.

Ein typischer StraSenzug.

Ein typischer Straßenzug.

Der taffe Kampfhahn mit gerupften Schenkeln!

In Vilcabamba genossen wir Entspannung pur!

Wir nutzen zur Zeit viel Couchsurfing, um Unterkünfte zu finden, so auch in Vilcabamba.
Es ist eine tolle Möglichkeit um Geld zu sparen und gleichzeitig ein Einblick in das Leben der Einheimischen zu bekommen.

Das Dorfcafe mit den immer gleichen Gaesten :-)

Das Dorfcafé mit den immer gleichen Gästen 🙂

Bei Robert und Estella konnten wir 3 Nächte gratis in einem super schönen Hostel wohnen. Robert ist ein sehr belesener, intelligenter Mann und hat so einige Geschichten aus seinem Leben zu erzählen. Seit 1975 gehört er dem Buddhismus an. Er hat Psychologie und Weltreligionen studiert, aber danach lieber erfolgreich als Koch gearbeitet und ist anschließend 8 Jahre um die Welt gereist.

Das Hostel mit kleinem Garten. Eine Oase zur Erholung.

Nach einem morgendlichen Spaziergang, gingen wir mittags mit Peter und Robert zur Meditation. Am Nachmittag stand um 4 Uhr Yoga auf unserem Programm…

Da wir nun doch schon ein bisschen länger unterwegs sind, vergisst man ab und an Fotos zu machen. Für diesen Beitrag ist leider kaum etwas Interessantes dabei.

Ein landwirtschaftliche Kalender mit Nutztieren in Ecuador 🙂

Von Loja ging es mit dem Nachtbus 7 Stunden nach Piura. Auf Google Maps kann man sich bei genauerer Betrachtung des Staßenverlaufes vorstellen, welche Horror-Fahrt das war. Meike musste sich 7 Mal übergeben, wir dachten von der kurvenreichen Stecke. Als aber noch starke Kopfschmerzen, Fieber usw. 🙂 dazu kamen, war schnell klar, dass mehr dahinter steckte.

In Piura angekommen, wurden wir von Oscar unserem nächsten Gastgeber, am Busbahnhof abgeholt. Nach 36 Stunden war das Gröbste vorbei und Meike ist wieder wohlauf. Klar ist es nicht angenehm krank zu sein, aber das Gleiche kann einem Zuhause auch passieren und Oscar hat uns einen schönen Platz zum Auskurieren gegeben.
Er hat uns außderdem in das beste Ceviche-Restaurant des Landes geführt. Ein Gericht das überall in Lateinamerika bekannt ist.

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Das Ceviche ist schon leer!

Nach einem Tag Ruhe und weiteren 7 Stunden Busfahrt sind wir heute in Huanchaco angekommen. Gott sei Dank ist dieser Abschnitt der Panamericana aber schnurstracks.

Nun werden wir wieder 2 Tage am Strand verbringen, aber ihr dürft uns glauben; eine Portion Schnee wäre uns fast lieber. Das Meer ist hier nicht gerade warm, eine Prise Fisch liegt in der Luft und der Strand ist von Einheimischen belagert.   🙂

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Getümmel am Steg…

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Caballitos de totora in Huanchaco Beach; typische Fischerboote!

... in aktion!

Caballitos de totora in Aktion!

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Am späten Nachmittag ist der Strand leerer.

Genießt den europäischen Winter! Wir wünschen euch eine schöne Zeit. Bis zum nächsten Eintrag…
Liebe Grüße! Harry und Meike

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Viel Familie, Berge und Spanischunterricht

Houlgers Familie am Silversterabend mit Familie Simpson rechts in Bild.

Houlgers Familie am Silversterabend mit Familie Simpson rechts in Bild. Hier verkleiden sich alle an Silverster!

Riobamba war sehr nett, aber nicht schön. Cuenca hingegen ist eine Perle! Das UNESCO Weltkulturerbe bezaubert mit grünen Parks, vielen historische Bauten und einer Promenade am Flussufer. Das Flair erinnert an Heidelberg oder Wien! Eine Stadt die zum Verweilen einlädt.

Ein typischer Starßenzug...

Ein typischer Straßenzug…

... mit bunten Häusern...

… mit vielen bunten Häusern.

In jeden Haus ist ein Geachäft.

In jedem Haus ist ein Geschäft.

Gaby hat uns vom ersten Moment an herzlich empfangen. Den Kontakt zu ihr hatten wir durch Davids Vater Mark, unseren Gastgeber in Quito. Nach ein paar E-Mails auf Spanisch, hieß es wir seien jederzeit willkommen!
Gaby studiert Medizin, hat einen Bruder „Tito Jr.“ und eine Schwester „Elisabeth“ die ebenfalls in Cuenca studieren – BWL und Jura. Zusammen mit den Eltern, beide Lehrer, leben alle nicht weit von der Altstadt entfernt. Wir haben unser eigenes Apartment und werden wie Familie behandelt. Zum Abschied haben wir heute Abend eine Wärmflasche geschenkt bekommen! Sooo lieb…

Unser Spanisch reicht zum Smaltalk und für den Alltag, ist aber bei weitem nicht gut! In der Sprachschule „Simon Bolivar“ im Zentrum haben wir günstige Sprachkurse entdeckt. Der 5 Tages-Intensivkurs war sicher keine schlechte Investition und bringt uns vielleicht ein Bisschen weiter. Mit unserer Lehrerin Cathalina übten wir nun jeden Tag 3 Stunden. Vorallem die Zukunft und Vergangenheit der Verben, da tun wir uns nämlich noch schwer. Jetzt heißt es dranbleiben und weiterlernen.

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Schmeckt gar nicht schlecht!

Am Donnerstag wurden wir von den Geschwistern zu einem Ausflug nach „Gualaceo“ eingeladen. In der Markthalle gab es „Tortillas de Choclo“ und dazu „Morocho„. Am Freitag und am Sonntag haben wir mit Gabys Familie einen Ausflug zu den Großeltern in die Berge nach „Sigsig“ unternommen. Hier trifft sich am Wochenende die Großfamilie mit 72 Personen. Mit dem familieneigenen Riesenbus war es eine lustige Tour. Extra für uns gab es Meerschweinchen zum Abendessen! Eine Ehre, denn normalerweise werden die Tierchen nur für besondere Anlässe geschlachtet. Übernachtet wurde im Wochenendhaus in St. Bartolomé.

Titos Eltern vor ihrem Geschäft.

Titos Eltern vor ihrem Geschäft.

Elisabeth in der traditiinellen Tracht der Cuencanerin.

Elisabeth in der traditionellen Tracht der Cuencanerin. Links Ruth, Eine Tante und Gaby.

Die Familie besitz viele Obstbäume. Hm... Köstlich!

Die Familie besitz 3 Grundstücke mit vielen Obstbäumen.  Hm… Köstlich!

Die eigene Bus mit 30 Plätzen!

Der eigene Bus mit 30 Plätzen!

Schon mit dem Hinflug haben wir von Wien aus, vor der Abreise, ein  20-tägige Tour von Peru nach Bolivien gebucht, um die ganzen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, bei denen man die anderen Touristen sowieso nicht umgehen kann. Außerdem ist es ganz angenehm sich mal um Nichts kümmern zu müssen – Nichts planen und organisieren. Ein Urlaub im Urlaub!
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Darum machen wir uns langsam auf den Weg in Richtung Süden, um am 18. Januar unseren Tourstart in Lima nicht zu verpassen. Morgen ist also früh aufstehen angesagt, weiter gehts nach Vilcabamba.

Bis bald und liebe Grüße!