Bangkok und der Norden

Nachdem wir einen sehr schönen Strandurlaub auf Ko Lanta verbracht hatten, sind wir mit 2 Bussen und einer Fähre quer durch das Land auf die andere Seite nach Ko Samui gefahren. Die Insel liegt im Golf von Thailand und ist nach Phuket das beliebteste Reiseziel der Touristen. Mit viel Glück hatten wir Last Minute einen Host über Chouchsurfing gefunden. Loren hat uns 4 Nächte gratis in seinem Hostel übernachten lassen. In der Immigartion-Office auf der Insel konnten wir unser 30 Tage Visum problemlos um einen Monat verlängern. Nach 5 Stunden und um 1500 Bath/pP ärmer war alles erledigt.

Mit dem Flugzeug dauerte der Weg nach Bangkok nur 1 Stunde, totzdem waren wir den ganzen Tag unterwegs. Mit dem Taxi zur Fähre, mit dem Bus zum Flughafen und dann das Warten…

auch in Bangkok sind wieder viele Mönche unterwegs

Auch in Bangkok sind wieder viele Mönche unterwegs.

Im Lumphini-Park sind die wilden Varane die Hauptattraktion.

Im Lumphini-Park sind die wilden Varane die Hauptattraktion.

Muay Thai ist der Nationalsport Thailands. Wir waren Live dabei!

Muay Thai ist der Nationalsport Thailands. Wir waren Live dabei!

Auch hier gibt es ein Chinatown.

Auch hier gibt es ein Chinatown.

Die Stadt hat uns wirklich sehr positiv Überrascht! Abgesehen vom vielen SMOG und der brutalen Hitze, hat Bangkok viel zu bieten. Unser Chouchsurfing Host Toom wohnte ein bisschen außerhalb in Richtung Norden, die Busfahrten sind aber mit 30 Cent extrem günstig. Das Bus- und Metronetz ist in der ganzen Stadt gut ausgebaut und falls man einmal nicht mehr weiter weiß, versuchen die freundlichen Thailänder immer gerne zu helfen, auch wenn sie selbst keine Ahnung haben wo man hin muss. Somit war Tooms Zuhause genau das Richtige für uns, Gott-sei-dank wieder abseits vom Trubel. Wir waren nicht die einzigen Gäste. In der Woche, in der wir hier gewohnt haben, gingen über 20 andere Chouchsurfer ein uns aus…

Zum Abschied haben wir über den Dächern Bangkoks noch einen Cocktail getrunken.

Ausblick von der Bar „Cloud 46“, hier haben wir einen Abschiedscocktail getrunken.

Am Freitag den 13. haben wir Luisa in Bangkok zum Flughafen begleitet. Nach 6 gemeinsamen Wochen, ist uns der Abschied schon etwas schwer gefallen. Nun sind wir wieder zu zweit unterwegs. Zufällig haben wir noch bei der Seifenherstellung dabei sein können, eines von Tooms Hobbys.

Toom und Meike beim Schneiden der Seife.

Toom und Meike beim Schneiden der Seife.

Mit dem Bus ging es Richtung Norden.

Erst im Zug, dann mit dem Bus ging es Richtung Norden.

Fast nicht mehr erwartet, haben wir noch eine Farm zum Arbeiten gefunden. Ganz im Norden von Thailand, im Bundesland Lampang. Die Fahrt mit dem Nachtzug war super angenehm. Heute war der 2. Tag auf der Permakultur Farm. Bruce unser Gastgeber ist 82 Jahre alt und hat mehrere Permakultur-Design Kurse absolviert. Die Arbeit ist bis jetzt nichts Neues, aber Bruce ist sehr nett und kann unsere Hilfe gut gebrauchen! Wir haben ca. 1 Woche hier eingeplant, dann wollen wir noch ein bisschen den Norden bereisen.

Harry und Ulf beim Zementieren des Teiches.

Harry und Ulf beim Zementieren des Teiches.

Im Thai Arbeitsoutfit.

 

Wie es weiter geht, werdet ihr im nächsten und wahrscheinlich letzten Eintrag erfahren.

Bis dahin.

LG Meike & Harry

The Lazy Man’s Farm

Die Brücke zu Johns Grundstück.

Die Brücke zu Johns Grundstück.

Sternfrüchte wachsen hier viele. Wir essen sie täglich, wie zuhause Äpfel. :-)

Sternfrüchte wachsen hier viele.  Wir essen sie täglich,                       wie zuhause Äpfel. 🙂

Nach einer 8 stündigen Busfahrt, befinden wir uns zur Zeit mal nicht am Strand. Wir sind wieder im Inland, auf Johns Finca „Los Perezosos„. Er ist 71 Jahre alt und US-amerikanischer Staatsbürger, hat sich jedoch entschieden seine Pension in Panama zu verbringen. John hat früher Schrauben verkauft, hatte jedoch keine Ahnung von der Bewirtschaftung einer Farm. Vor 6 Jahren hat er sich seine ca. 10 ha große Farm in Churuquita Grande gekauft. Das Motto auf der Finca lautet PERMAKULTUR. Auf diesem Gebiet ist er nun ein absoluter Profi geworden und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt! John ist ein Fan des weltweit bekannten, österreichischen Permakultur-Gurus Sepp Holzer. Es gibt einen Gemüsegarten, einen Sumpf und ein großes Gebiet mit Banane, Papaya, Yuka und mindestens 30 anderen Pflanzen in fröhlicher Mischkultur. Außerdem Hühner für Fleisch, Eier und den Mist. Johns Anliegen ist es sein Wissen weiterzugeben und Anderen nahe zu bringen. Daher ist er sehr aktiv im Internet, in Zeitungen, auf Messen und er gibt auch kostenlose Touren über sein Grundstück.

Der Gemüsegarten mit Tomaten, Salaten, Kräutern...

Der Gemüsegarten mit Tomaten, Salate, Kräutern…

Die ganze Farm wird unter den Gesichtspunkten der Permakultur bewirtschaftet. Einige Dinge die hier täglich umgesetzt werden:

– Das Problem ist die Lösung!
– Wie kann ich etwas nicht tun?
– Wie/Was kann ich mehrfach nutzen? „Multi-use“
– Wenn ich etwas brauche (z.B. Stickstoff), will ich verschiedene Ressourcen dafür haben!
– Design ist wichtig. Wie oft muss ich etwas besuchen? Wo sollte es darum im Garten sein.
– Go out and fuck up!
– Die Geheimnisse im Müll
– Pflanze lieber zu viel Diversität und zu viele Pflanzen!

Das Wetter hier ist wieder mal sehr tropisch. Es ist den ganzen Tag schwül und heiß und auch in der Nacht kühlt es kaum ab. Wie auch schon auf der letzten Farm, ist es hier fast unmöglich Wäsche zu trocknen. Eher hat man das Problem, dass alles zu schimmeln beginnt. Selbst unser kleiner Rucksack hat nun das Schimmeln begonnen. Aber man gewöhnt sich daran… Mit den anderen Volontieren zusammen schalfen wir in einem kleinen, seperaten Häuschen. Außer uns arbeiten zur Zeit John aus Ohio und Steve aus Alberta auf der Farm.

Unser Bett im Voluntier-Haus.

Unser Bett im Voluntier-Haus.

Wir arbeiten 6 Tage die Woche, 6 Stunden am Tag. Letzte Woche haben wir bereits so viel Neues gelernt und gemacht. Unteranderem haben wir einen „Magic-Circle“ gebaut, davon gibt es sogar ein Video auf Johns YouTube Kanal. Außerdem haben wir Bäume geschnitten, Früchte gegen Schädlinge eingepackt, Bananen gepflegt, Samen ausgepflanzt, Stecklinge geschnitten und gesteckt …

Der Magic Circle

Der magische Kreis   …Huhu…

Steve, John, John II und Harry an der Arbeit

Steve, John, John II und Harry an der Arbeit.

Gegen Insekten eingepackte Papaya und Guayabo.

Gegen Insekten eingepackte Papaya und Guayaba.

Der Guayababaum vor dem Schnitt...

Der Guayababaum vor dem Schnitt…

... und nach dem Schnitt!

… und nach dem Schnitt!

Wir arbeiten von morgens um 8 Uhr bis um 14 Uhr durch und dann haben wir den ganzen Nachmittag frei. Meistens kochen wir alle zusammen, backen oder machen andere Leckereien in der Küche. Am Abend schauen wir uns meinst interessante Filme an ( Ja, John hat sogar einen Fernseher). Am Sonntag haben wir Zwei eine Ausflug ans Meer gemacht. Diesmal ging es wieder an den Pazifik nach Santa Clara.

Bunt Eingelegtes mit grüner Papaya, Pfefferonie und Zwiebel.

Bunt Eingelegtes mit grüner Papaya, Pfefferonie und Zwiebel.

Schlafen, Schwimmen, Essen. Ein Tag am Strand.

Schlafen, Schwimmen, Essen. Ein Tag am Strand.

Der Highway No. 1 "Interamericana" im Sonnenuntergang.

Von Alaska bis Feuerland. Der Highway No. 1 „Interamericana“ bei Sonnenuntergang.