Buntes Ecuador!

Die letzte Woche hat leider nicht so gut angefangen. Wir haben festgestellt, dass unsere Kreditkarte mit über 2100,- Euro belastet wurde, die wir nicht verursacht haben. Da die Karte nicht geklaut wurde, gehen wir davon aus, dass jemand die Nummer kopiert hat und es ein Betrug ist. Panik pur hat sich bei uns breit gemacht. Wir haben dann bei der Bankhotline angerufen und die Karte sperren lassen. Da es Samstags passiert ist mussten wir bis Montag warten, um eine Nachricht von unserer Bankbetreuerin zu bekommen. Nachdem wir ein Formular ausdrucken, einscannen und per Post senden mussten, warten wir nun, bis MasterCard uns das Geld zurück überweist. Unsere Bankbetreuerin ist aber sehr kompetent und wir hoffen, dass sich alles noch in diesem Jahr klären lässt!
Die gemütliche Küche im Haus.

Die gemütliche Küche im Haus mit Weihnachtsdeko.

Shawn, Gus und Lindsey

Shawn, Gus und Lindsay. Der kleine ist nun 1 Monat alt.

Bevor das alles passiert ist, waren wir letztes Wochenende in der Hauptstadt, denn dort war ein großes Fest “ Fiestas de Quito“. Wir wollten eigentlich nach Quito fahren, um einen Stierkampf anzusehen. Durch Zufall haben wir am Bahnhof Ivan kennen gelernt, der dort indirekt arbeitet und uns zwei Tickets geschenkt hat! Zusammen mit seiner Mutter durften wir uns das Spektakel kostenlos anschauen. Wir waren überwältigt, obwohl wir den Stierkampf generell im Nachhinein nicht gutheißen können. Seit 2 Jahren ist es verboten die Stiere in der Arena zu töten, aber das wird dann eh hinter den Kulissen erledigt. Naja, viel Blut fließt trotzdem…
Die Arena, im Hintergrund die Berge und die Basilika.

Die Arena, im Hintergrund die Berge und die Basilika.

Das Blut fließt dem Stier den Rücken runter...

Das Blut fließt dem Stier den Rücken runter…

... es ist wirklich nicht ungefährlich!

… es ist wirklich nicht ungefährlich!

Ivan und seine Mutter, rechts ein Freund.

Ivan, seine Mutter und ein Freund.

Über die Volunteer-Homepage „HelpX“ haben wir David kennen gelernt, der in der Nähe von Quito ein Lehmhaus baut. Leider haben wir es zeitlich nicht geschafft uns sein Projekt anzuschauen, jedoch haben wir uns am Abend mit ihm und seiner Freundin zum Feiern getroffen. Er hat uns eingeladen bei seinem Vater im Zentrum zu übernachten. Am nächsten Morgen nach einem großen Frühstück und einem kleinen Einkaufsbummel ging es dann mit dem Bus zurück auf unsere Farm.
Toni ist größer als das kleine Kälbchen!

Toni ist größer als das kleine Kälbchen! 

Die Arbeitswoche war ruhig und angenehm. Wir haben wieder ein neues Gehege für die Schweine gebaut, denn bald werden neue Ferkel geboren. Shawn hat eine neue Kettensege gekauft, somit haben wir ein wenig Holz gemacht. Harry hat auch ein bisschen Probieren dürfen und gelernt wie man mit der Kettensege umgeht. Ein kleines Kälbchen war krank, darum hat es besonders viel Aufmerksamkeit gebraucht. Es musste von uns gefüttert werden, denn es war zu schwach zum Trinken. Der Tierarzt meinte, es hatte wohl eine Vergiftung. Er war nämlich hier, weil wir am Mittwoch 2 kleine Schweine kastriert haben. Schnip-Schnap Eier ab! hihi Das wird hier ohne Narkose gemacht. Jeder der es noch nicht mit eigenen Ohren gehört hat, kann sich unmöglich vorstellen, wie laut ein Schwein schreien kann!

Drei Männer und ein kleines Schwein!

Drei Männer und ein kleines Schwein!

Man glaubt es kaum, aber das sind die Räuchertonnen.

Man glaubt es kaum, aber das sind die Räuchertonnen.

Außerdem hat Shawn Schinken geräuchert. Es gibt nicht viel zu erklären. Er macht das Feuer und hängt den Schinken in die Räuchertonne. Bei niedriger Temperatur wird ganz langsam geräuchert. Er meint man muss halt ein Gefühlt dafür bekommen.
Am Abend wird immer gut gekocht, einmal haben wir Selchködel gemacht. Der kulinarische Höhepunkt war aber ein Glühwein am Lagerfeuer!

Weil wir Freitag bis Sonntag (3 Tage!) frei haben, sind wir gestern nach Ibarra gefarhen um uns mal über die Busverbindungen zu informieren. Anschließend haben wir einen kleinen Stadtbummel gemacht. Ibarra ist für leckeres Eis bekannt, das mussten wir doch gleich mal überprüfen. Harrys Eis ist trotzdem besser.
Das Eis wird auf Stroh und Eis gerührt.

Das Eis wird auf Stroh und Eis gerührt.

Viele Frauen hier tragen die Tracht der Einheimischen.

Viele Frauen hier tragen die traditionelle Tracht.

Diese Schwein wollte fliehen!

Heute sind wir nach Otavalo gefahren. Die Stadt ist berühmt für ihren Markt. Etwas weniger bekannt bei Touristen ist der Viehmarkt. Wir sind extra früh aufgestanden, um nichts zu verpassen. Jede Art von Nutztier wird hier gehandelt. Auch Lamas, Meerschweinchen, Wachteln und Hunde…

Danach ging es dann ins Zentrum zum eigentlichen Markt. Hier gibt es Ponchos, Taschen, Schals, Mützen und vieles mehr!
Es ist schwer zu widerstehen, aber wir haben ja nur den Rucksack und müssen alles tragen. Trotzdem haben wir natürlich das ein oder andere kaufen müssen.
"Hoffentlich spuckt es mich nicht an!"

„Hoffentlich spuckt es mich nicht an!“

Die Tiere werden an  Leine oder in Säcken und Käfigen transportiert.

Die Tiere werden an Leinen,  in Säcken oder Käfigen transportiert.

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Ein echter Federmann!

Morgen wollen wir wieder Wandern gehen und am Abend ist in Cotacachi ein gratis Theater.

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Wer ist denn das?

Drückt uns die Daumen wegen der Bank! Bis bald & liebe Grüße!
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Mal wieder Schwein gehabt!

Ankunft auf dem Marktplatz von Cotacachi.

Ankunft auf dem Marktplatz in Cotacachi.

Nach drei Tagen Großstadt sind wir letzten Donnerstag aufs Land zu unserer nächste Farm gefahren. Wir befinden uns nun 100km nördlich von Quito, in einem von Vulkanen umgebenen Tal auf ca. 2450m Höhe in Cotacachi. Hier genießen wir frühlingshafte Temperaturen. Morgens und abends braucht man einen Pullover, aber am Tag knallt die Sonne vom Himmel. Die Umgebung und Alles außenherum erinnern uns an Österreich. Die Berge (Vulkane) sind saftig Grün und die Gipfel felsig. Das freut uns natürlich zur Adventszeit, da fühlen wir uns ein bisschen wie zu Hause. Letzte Woche war Thanksgiving und wir wurden auf der Farm mit einem köstlichen Truthahn empfangen!

Im Vordergrund das Schweinegehege, im Hintergrund das Gewächshaus und das Wohnhaus.

Im Vordergrund die Schweine, im Hintergrund das Gewächshaus und das Wohnhaus.

Der Ausblick auf die Berge von der Farm aus.

Der Ausblick auf die Berge von der Farm aus.

Lindsay und Shawn haben am 6. November ein Baby bekommen. Daher ist Lindsay die meiste Zeit mit dem kleinen „Gus“ (Eli Gustavo) beschäftigt. Auch zur Familie gehören 6 Hunde, von welchen wir die beiden Mastiffs „Toni“ und „Manny“ am meisten ins Herz geschlossen haben. Die drei Katzen bringen gerne Vögel, Salamander und anderes Getier ins Haus, leider selten auch ins Bett! Die Bienen in den 6 Bienenstöcken produzieren fleißig Honig, gerade blüht der Eukalyptus. Außderdem gibt es auf der Farm 2 Kühe, 3 Kälber und 2 Stiere.
Es wird geteilt. Die Kuh hat genug Milch für uns alle.

Es wird geteilt. Die Kuh hat genug Milch für uns alle.

Die Hunde sind immer mit dabei und wollen Aufmerksamkeit.

Die Hunde sind immer mit dabei und wollen Spielen.

Toni wiegt 65 Kilo!

Toni wiegt 65 Kilo!

Das Haupteinkommen besteht aus der Vermarktung von Schweinefleisch. Zur Zeit gibt es auf der Farm 4 große Muttersauen und 5 kleinere Ferkel. Ca. alle 2 bis 3 Wochen wird geschlachtet und Shawn macht Schinken, Würste und räuchert. Alles wird direkt verkauft, der Kundenstamm umfasst ca. 180 Haushalte, die per E-Mail informiert werden. Außerdem gibt es einen Gemüsegarten zur Selbstversorgung, aber es werden auch Saucen und andere Produkte Hergestellt und verkauft. Eine von Shawns Delikatessen ist die „Chipolte“-Sauce, die er aus geräucherten Tomaten, Tomatillo, Knoblauch… herstellt.
Harry beim Schweine duschen.

Harry beim Schweine duschen.

Die kleinen Schweine sind so neugierig und wollen alles anknabbern!

Die kleinen Schweine sind so neugierig und wollen alles anknabbern!

Diese Seifenkiste ist uns entgegen gedüst...

Diese Seifenkiste ist uns entgegen gedüst…

Die Arbeit hier ist abwechslungsreich und interessant. Wir haben die großen Schweine umgezäunt und auch den kleinen Schweinen ein neues Gehege gebaut. Das erste Mal für die Kleinen mit Elektrozaun, manchmal hört man es noch quieken. Letzte Woche sind wir zu einer Baumschule gefahren und haben über 250 kleine Bäume gekauft. Die wollen nun alle gepflanzt und gedüngt werden.

Letzten Sonntag haben wir einen Ausflug zu einem Vulkansee unternommen, die Rundwanderung hat ca. 5 Stunden gedauert. Trampen ist hier in Ecuador kein Problem. Es dauert nie lange, bis wir mitgenommen werden.
Shawn und Lindsay lieben Eis und haben auch ein kleine Eismaschine. Harry hat in der ersten Woche schon drei mal Eis gemacht – Schokolade, Banane und Mango. 🙂
Der Blick über den Vulkansee...

Der Blick über den Vulkansee… wir sind einmal ganz außenherum gewandert!

Wir arbeiten ca. 25 Stunden die Woche und fangen morgens um 8.30 Uhr an. Wir fühlen uns hier pudelwohl, die Leute sind sehr nett und die Arbeit macht Spaß. Wir werden insgesamt 3 Wochen bleiben.
Bis bald! Wir wünschen euch eine ruhige und besinnliche Adventszeit.
Hundefutter!

Hundefutter!

Auf der anderen Seite!

0°13’45.68“ Süd – 78°31’05.53“ West, das sind unsere Koordinaten in Quito. Zum ersten Mal in unserem Leben haben wir den Äquator überquert. Quito ist eine riesige und tolle Stadt. Wir sind begeistert!
Man muss aber auch zugeben, dass wir viel Glück mit dem Wetter hatten. In den letzten zwei Tage hat es nicht geregnet und heute gab es Sonnenschein pur – was um diese Zeit hier nicht üblich ist.

Der Blick über die Stadt vom Berg "El Panecillo " aus.

Der Blick über die Stadt von „El Panecillo “ aus.

In Costa Rica hat Harry seine 15 Jahre alte Kappe verloren, in Panama ist das Handy verschwunden und in Kolumbien hat Harry seine Brille verloren. Aber im Gegensatz zu allem was man so lesen kann, haben wir es geschafft in Ecuador noch nicht beklaut zu werden. 🙂

Das Hostel in dem wir wohnen hat erst seit zwei Wochen geöffnet und daher ist alles ganz sauber und neu und die Leute geben sich wahnsinning viel Mühe!

Der Aufenthaltsraum mit Küche und Computerecke.

Der Aufenthaltsraum mit Küche und Computerecke.

P1060892Endlich mal wieder eine Stadt in der wir günstigst essen können. Für 1,50 € haben wir uns heute Mittag den Bauch vollgeschalgen. Eine Suppe mit Knödel und Fleisch, eine Hauptspeise mit Reis, Huhn, Krautsalat und Trinken! Ein riesiger Schoko-Donut kostet 40 Cent und auf der Starße gibt es leckere Wachteleier für 10 Cent das Stück…

Die Kaffeekultur ist hier ganz anders. Wir waren verwundert was wir als Milchkaffee bekommen haben. Eine große Tasse warme Milch in die dann eine schwarze Kaffeeflüssigkeit eingerührt wird. Aber auch sehr lecker.

Hier haben wir richtig gut gegessen...

Hier haben wir richtig gut gegessen…

Sowas würde es in Wien nicht geben!

Sowas würde es in Wien nicht geben!

P1060887Zum ersten mal haben wir Geld in einen Hop-On Hop-Off Bus investiert. Es hat sich gelohnt. Den ganzen Tag sind wir so durch die Stadt gedüst und immer wieder ein- und ausgestiegen.

Die Stadt Quito gehört zu den Weltkulturerben. Es wimmelt nur so von Sachen die erkundet werden wollen. Gratis Fahrräder, viele Museen, Plätze, Parks, usw.
Gestern waren wir auf dem größten Friedhof der Stadt und im Botanischen Garten.
Heute Abend haben wir im National-Theater ein „Fotokonzert“  mit Musikbegleitung gesehen – Gratis!

Hop-Off the Bus :-)

Hop-Off the Bus 🙂

Blick auf den Berg "Panecillo".

Blick auf die Altsatdt im Hintergrund der Aussichtsberg „El Panecillo“.

Ausblick in den Westen...

Ausblick von „El Panecillo“ in den Westen. Bunte Häuser und Weiden.

Ein "Urnenparkhaus" mit 3 Stockwerken. Gibts sowas bei uns auch?

Ein „Urnenparkhaus“ am Friedhof mit 3 Stockwerken. Gibts sowas bei uns auch?

Mit Teddybär, Uhr und Schürze.

Mit Teddybär, Uhr und Schürze.

Was diese kleine Dame verkaufen will, wissen wir nicht. Aber einfach herzig, wie sie uns die Zunge raus streckt!

Diese kleine Blume hat uns im Botanischen Garten verzaubert.

Diese kleine Blume hat uns im Botanischen Garten verzaubert.

Morgen in der Früh machen wir uns auf den Weg zu Shawn und Lindsay auf die Farm…
Das wird wieder ein anstrengender Reisetag.
Wir melden uns in Kürze :-), bleiben Sie dran!